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Zum Tod des 2. Bürgermeisters der Großgemeinde Pommelsbrunn, Reinhard Weih

POMMELSBRUNN – Die Großgemeinde Pommelsbrunn trauert um ihren zweiten Bürgermeister Reinhard Weih aus Eschenbach, der am 16. Februar im Alter von 68 Jahren unerwartet verstorben ist. Für den ersten Bürgermeister Jörg Fritsch nahm er nicht nur dessen Stellvertretung in Urlaubszeiten wahr, sondern wirkte auch im Bau- und Grundstücksausschuss sowie im Schulverband Hersbruck für die Gemeinde Pommelsbrunn. Weih saß seit 2003 im Gemeinderat und wurde im Februar 2011 zum zweiten Bürgermeister gewählt sowie im Mai 2014 durch Wiederwahl in diesem Amt bestätigt. In vielen Vereinen aktiv, war Weih auch intensiv in das Ortsleben eingebunden. Beruflich war der gelernte Schreinermeister zuletzt in Altdorf als Leiter des Bauhofs beschäftigt.

Bürgermeister Jörg Fritsch hob im Rathaus tief betroffen hervor, welch „außergewöhnliche und herausragende Zusammenarbeit“ ihn über die gesamte Zeit mit Weih verbunden habe, dessen absolute Loyalität er zu schätzen wusste. Weihs Arbeit habe der Gemeinde immer zum Vorteil gereicht, besonders beim Rathaus-Neubau, wo er seinen Sachverstand eingebracht habe. Im Ratsgremium sei das CSU-Mitglied Reinhard Weih wegen seiner Kollegialität und seiner besonnenen und pragmatischen Art über Parteigrenzen hinweg geschätzt worden. Eine „herzliche Verbindung“, so Fritsch, habe nun viel zu früh ein Ende gefunden.

Beim Trauergottesdienst in der voll besetzten Paulskirche von Eschenbach hatten sich neben vielen Bürgern nicht nur der Gemeinderat, sondern auch Chöre und  Abordnungen von Vereinen  zusammengefunden, um Abschied zu nehmen. Pfarrer Gerhard Durst sprach die Erschütterung an, welche der unerwartete Tod von Reinhard Weih ausgelöst habe. Diese sei am besten mit den Worten des Liedes Nr. 531 aus dem evang. Gesangbuch „Noch kann ich es nicht fassen“ zum  Ausdruck zu bringen.

„Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“ fuhr Durst mit den Worten eines gregorianischen Chorals fort. Nach einem ausführlichen Rückblick auf die privaten und beruflichen Stationen von Weihs Leben, welches in vieler Hinsicht dem Wohl der Gemeinde gewidmet war, betonte Durst, dass Weih trotz gesundheitlicher Einschränkungen schon weitere Vorhaben im Blick hatte.

Auch Bürgermeister Jörg Fritsch sprach in der Kirche Abschiedsworte. „Alles war so selbstverständlich: dass wir miteinander sprachen, gemeinsam nachdachten, zusammen lachten. Alles war so selbstverständlich, nur sein Ende nicht“. Die Großgemeinde Pommelsbrunn, die Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, Verwaltung und Bauhof würden um eine große politische Persönlichkeit trauern, einen guten Freund. Das tief empfundene Mitgefühl aller gelte in diesen schweren Stunden seiner Familie. Mit ihm verliere die Gemeinde einen Streiter für das Gemeinwohl, dessen politisches Feingefühl ihn immer souverän mit Herausforderungen umgehen ließen.

Für die CSU-Fraktion sprach anschließend noch Gemeinderat Kurt Tausendpfund, auch Vertreter des Soldaten- und Veteranenvereins  Eschenbach und der örtlichen Feuerwehr traten mit Abschiedsworten vor den Altar.

Helga Manderscheid

Foto: (v.li.) 2. Bürgermeister Reinhard Weih, 3. Bürgermeisterin Gabi Bleisteiner, 1. Bürgermeister Jörg Fritsch