schliessen Bild
Bürgerserviceportal


Chronik Pommelsbrunn aktuelle Straßenkarte

Bei Sparkasse, Raiffeisenbank, sowie der Gemeinde erhältlich.
Kosten: EUR 20,-


Stadtplan aktuelle Straßenkarte

aktueller Busfahrplan aktueller Busfahrplan

VGN-Fahrplanauskunft
n-ergie


Gemeinderundschau

Ausgabe 12/2015

Ausgabe 10/2015

Ausgabe 08/2015

Ausgabe 04/2015

Ausgabe 02/2014


Mitfahrzentrale

Gemeinderatsssitzung vom 27.10.2016

Den Schwerpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung bildeten einige Bauanträge, die Anlass zu längeren Diskussionen gaben. Die Asylbewerber-Unterkunft im Ortsteil Pommelsbrunn wird nicht gebaut. Der Bauwerber hat seinen Antrag zurückgezogen.

Bereits in der September-Sitzung behandelt, bereitete der Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Wohnhauses im Hohenstädter Auweg den Räten sichtlich Kopfzerbrechen. Im Außenbereich liegend, ist im Flächennutzungsplan  das betreffende Grundstück noch als landwirtschaftliche Fläche dargestellt, zudem ist in unmittelbarer Nähe ein Gewerbegebiet vermerkt, für welches allerdings noch keine konkreten Planungen vorhanden sind. Auf jeden Fall müssten zu diesem bestimmte Abstände eingehalten werden, auch wären Zu- und Abfahrt eingeschränkt. Das Landratsamt will eine Dienstbarkeit mit Immissionsduldung nicht anerkennen.

Bürgermeister Jörg Fritsch („wir haben keine andere Fläche in der Gemeinde für ein Gewerbegebiet“) sprach von einer „Gratwanderung“. Auch müsste der Flächennutzungsplan geändert werden. Im Moment mache ein Wohnhaus an dieser Stelle noch keine Probleme, doch in ein paar Jahren könne dies anders aussehen. Nach einigem Hin und Her einigte man sich mehrheitlich auf eine Ablehnung des Bauvorhabens.

Hinauf nach Hubmersberg: dort befinden sich am Ortseingang  derzeit noch drei Fahrsilos, welche der Antragsteller in eine Getreide- und Maschinenhalle umwandeln möchte. Mehrere Räte sahen dies durchaus als eine Verbesserung des Ortseingangs an, so dass der Bauantrag einstimmig beschlossen wurde.

Dass der in Stallbaum ortsansässige Handwerksbetrieb „Autotechnik Bär“ aufgrund positiver Firmenentwicklung und daraus resultierender beengter Platzverhältnisse am derzeitigen Standort seinen Betrieb schrittweise aus dem Ort aussiedeln will, würde eine Änderung des Flächennutzungsplans für eine relativ große Fläche bedeuten, wie Marcus Flemming/FW als erster Redner feststellte. Fritsch sah hier eine „sinnvolle Abrundung“, betonte auf Nachfrage von Hermann Kraus/FW jedoch, dass eine Änderung des FNP kein Baurecht schaffe, sondern die einbezogenen Flächen bauplanungsrechtlich Außenbereich blieben.

Wie das Landratsamt feststellte, würde eine Aussiedlung des Betriebs und der in der Werkstatt entstehenden Immissionen eine Verbesserung der Wohnqualität sowie eine „Entzerrung“ der Ortsdurchfahrt  durch nicht mehr parkende Autos bedeuten. Auch Kurt Tausendpfund/CSU begrüßte die Entscheidung des Landratsamts, während Ingo Kämmer/FW zu bedenken gab, dass der Teil des Betriebes, welcher den Lärm erzeuge, im Ort verbleibe, während der Lagerteil nach außen käme. Dies entkräftete der als Besucher anwesende Hermann Bär auf Nachfrage damit, dass alle Betriebsteile schrittweise ausgelagert würden.

Reinhard Weih/CSU („wir sollten zugreifen, wenn das Landratsamt mitmacht“),

Klaus Haas/SPD („Chance sollten wir nutzen“) sowie Erwin Kratzer/CSU („finde es auch positiv“), Winfried Mergenthaler/SPD („junge Gewerbetreibende sollten gefördert werden“) und Christine Linhardt/Grüne („wir sollten Betriebe unterstützen“) waren für Zustimmung, Peter Butters/Grüne fand den Zeitplan für die Gesamtaussiedlung zu vage, während Manfred Loos/SPD („einmalige Chance“) hier keine Bedenken hätte. Andere Grundstückseigentümer hätten kein prinzipiell gleiches Recht, wurde auf Nachfrage von Hermann Kraus/FW mitgeteilt. Mit 17 Ja- und 3 Nein-Stimmen wurde die Änderung des Flächennutzungsplans für die davon betroffenen Flurnummern der Gemarkung Arzlohe gebilligt. Einstimmig folgte darauf der Beschluss, einer jungen Familie nach Abriss einer Maschinenhalle in Stallbaum die Errichtung eines Wohnhauses zu ermöglichen, was den FNP geringfügig erweitert und abrundet.

Dreimal „einstimmig“ hieß es auch beim Antrag an das Amt für Ländliche Entwicklung zur Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm für den „Altort Hohenstadt“ (Fritsch: „ich hoffe, dass wir im Ortszentrum durch Zusammenwirken von öffentlicher und privater Hand eine neue zeitgemäße Entwicklung schaffen können“) , ferner beim Optionsrecht zur Wahrnehmung einer Übergangsregelung gegenüber dem Finanzamt (Neuregelung des Umsatzsteuerrechts für Körperschaften des öffentlichen Rechts als künftige Unternehmer) und dem Jahresantrag für das Bayerische Städtebauförderungsprogramm, wovon insbesondere die Neugestaltung der Arzloher Straße betroffen wäre. Kurt Tausendpfund/CSU bat darum, auch die Jagdgenossenschaften über das Optionsrecht zu informieren.

 

Das neue Rathaus wächst planmäßig, im April 2017 wird die Verwaltung umziehen, während die Einweihung mit einem „Tag der offenen Tür“ am 30. Juli 2017 gefeiert werden soll. Das Gremium begrüßte wegen der zu hoch angesetzten Anzahl der Asylbewerber und des Eingriffs in das Sanierungsgebiet des Städtebauförderungsprogramms den Entschluss des Bauwerbers, seinen Antrag auf Errichtung einer Asylbewerber-Unterkunft in Pommelsbrunn zurückzuziehen. Mit den Asylbewerbern in anderen Unterkünften (drei Objekte mit ca. 20 Personen) habe man übrigens gute Erfahrungen gemacht. Beim Breitband-Ausbau haben wir „die Telekom in die Verpflichtung genommen“, so Fritsch, was insbesondere für die Wiederherstellung der Asphaltflächen gilt. Im Übrigen würde jede einzelne Baustelle abgenommen und die Regressmöglichkeit betrüge fünf Jahre. Abschließend dankte der Rathauschef sehr herzlich dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein für seine Unterstützung beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ (HZ berichtete), bei dem Pommelsbrunn auf Kreisebene in seiner Wertungsgruppe den 2. Platz belegte.

Helga Manderscheid