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Ortstermin beim Anwesen Wagnersgasse 2 in Hohenstadt

Ein glückliches Ende winkt einem Jahrhunderte alten und unter Denkmalschutz stehenden „Stodl“ in der Wagnersgasse 2. Eigentümer und Denkmalschützer haben sich über den Erhalt des Gebäudes geeinigt und dem Dorf Hohenstadt bleibt ein markantes Bauwerk erhalten.

Diese gute Nachricht war einen Ortstermin wert, wobei sich mit den Eigentümern Hans und Gerlinde Haushahn neben Dipl. Ing. Thomas Wenderoth vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege München, Wolfgang Werthner und Nadine Steger von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Nürnberger Land, Kreisheimatpflegerin Karin Raab und Zimmerer Peter Zeltner aus Oberkrumbach auch Bürgermeister Jörg Fritsch traf, um das mitten in der Sanierung befindliche Bauwerk zu begutachten.

Im Landkreis existieren wohl nur noch etwa 20 Scheunen, welche – in spätmittelalterlicher Tradition vor dem 30-jährigen Krieg errichtet – diese alte Form bäuerlicher Nutzung zeigen, betonte gleich zu Beginn Thomas Wenderoth. Das sog. Halbwalmdach, welches der „Stodl“ besitze, sei eine Besonderheit, welche nach dem langen Krieg, der große Lücken riss, endete. Dann seien Scheunen errichtet worden, die wie die große Masse der heutigen Bauwerke aussähen. Das ursprünglich mit Stroh gedeckte Gebäude verfüge auch über wunderbares Fachwerk mit geschnitzten Hölzern, welche momentan noch unter Putz verborgen seien, aber freigelegt werden sollen. Vor allem aber freue man sich auf Seiten der Denkmalschützer, dass sich die Eigentümer – nach einem langen Reifeprozess - für Erhalt und Sanierung dieses bäuerlichen Kleinods entschieden hätten.

Die Arbeiten würden vom Zimmerer viel Fingerspitzengefühl verlangen, so Werthner, aber am Ende werde das Gebäude ein „Hingucker“ sein. Die Freude aller teilte auch der Bürgermeister. Es sei schade um jedes alte Gebäude, das nicht mehr genutzt werde. Dabei verwies Fritsch auf das Pommelsbrunner Badhaus, den Urzeitbahnhof in Hartmannshof und eine Scheune in Eschenbach – allesamt geglückte Beispiele der Erhaltung alter Bausubstanz. Im Fall des Hohenstädter „Stodls“ wolle sich die Gemeinde mit einem „Obolus“ von 3000 Euro beteiligen.

Karin Raab ging mit ihren Vorrednern einig. „Ich finde es begrüßenswert, dass aus Privatinitiative heraus ein Stück Heimat erhalten bleibt“, so die Kreisheimatpflegerin. Auch die Eigentümer bestätigten, dass sie nach reiflicher Überlegung (Haushahn: „Wir hätten eine Maschinenhalle hingestellt, aber die hätte sich nicht so gut gemacht“) nun stolz und froh seien. Zimmerer Zeltner gab zu, dass die aufwändigen Arbeiten eine „große Herausforderung“ seien. Immerhin hing die oberste Pfette 75 Zentimeter durch. Die Arbeiten seien dringend notwendig gewesen, denn einen weiteren Winter hätte der „Stodl“ wohl nicht mehr durchgehalten.
Helga Manderscheid

Bild: (v.li.) Bürgermeister Jörg Fritsch, Peter Zeltner, Hans Haushahn, Karin Raab, Thomas Wenderoth, Nadine Steger und Wolfgang Werthner