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Gemeinderatssitzung vom 16.5.2013

Die Vorstellung des Generalentwässerungsplans (Ost + West) durch das Ingenieurbüro Gauff stellte auf Grund dessen Komplexität den ausgiebig diskutierten Hauptpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung dar. Die Ortsfeuerwehren Fischbrunn und Eschenbach rücken im Aktiven-Bereich näher zusammen.

Wie Bürgermeister Jörg Fritsch erläuterte, sei der Generalentwässerungsplan (GEP) bereits ein „älteres Kind der Gemeinde“ und seit über zehn Jahren regelmäßig Thema in den Bauausschuss-Sitzungen gewesen. In den 90er Jahren habe die Gemeinde schon einmal eine Planung in Auftrag gegeben und beim Landratsamt eingereicht. Nachdem sich jedoch andere Themen wie das große Wasserprojekt, schon wegen der zu erwartenden Zuwendungen, als vorrangiger herausstellten, wurde die Planung nicht weiter verfolgt. Nun habe der technische Leiter der Gemeinde, Erwin Bleisteiner, das Ganze wegen der Entwässerungsüberleitung von Hartmannshof nach Hersbruck wieder „angeschoben“ und vorbereitende Gespräche geführt. Inzwischen läge der Bescheid seitens des Landratsamts mit allen durchzuführenden Maßnahmen vor. Für eine große Flächengemeinde wie Pommelsbrunn seien die Berechnungen aufwendig und teuer, so Fritsch, der gleichzeitig hinterfragte, wie weit denn andere Gemeinden mit ihrem GEP seien.

Bleisteiner schilderte anschließend im Einzelnen den bisherigen zeitlichen Ablauf seit 1975. Die Anforderungen der übergeordneten Behörden seien stetig gestiegen, für den damaligen DM-Betrag könne man nun getrost Euro-Beträge einsetzen. Als dann Eckhard Dewitz vom Ingenieurbüro Gauff zur Vorstellung des GEP und der geforderten Maßnahmen zur Umsetzung des Wasserrechtsbescheides das Wort erteilt wurde, trat der ganze Umfang der Großmaßnahme – auch in finanzieller Hinsicht – zu Tage. Von der Aufnahme des Bestandes bis zur Erstellung der Prioritätenliste mit Terminvorgaben und den zu erwartenden Baukosten hatte der Fachmann einen Fünf-Punkte-Plan konzipiert. Der Ist-Zustand wurde darin dem Soll-Zustand gegenüber gestellt und die betroffenen Gebiete der Gemeinde im Einzelnen ausführlich beschrieben, zusammen mit den zu vollziehenden Maßnahmen.

Wie sich schnell herausstellte, ist das sog. Fremdwasser, welches insbesondere durch undichte Kanalanschlüsse ins Kanalnetz gelangt, eines der Hauptprobleme. Zwischen dem von den Behörden tolerierten Anteil des Fremdwassers und dem tatsächlichen (in einer Trockenperiode ermittelten) Anteil klaffen trotz gesteigerter Sanierungsbemühungen der Gemeinde immer noch erhebliche Prozentzahlen. Hauptaufgabe sei deshalb die Aufstellung eines Fremdwasser-Sanierungskonzepts. Dewitz ging im Detail auf die weiterhin erforderlichen Maßnahmen im Bereich der Hydraulik und der Vorfluter ein. Für den Bereich West kam insgesamt ein Brutto-Betrag von rund 520.000 Euro, für den GEP Ost von 1,355 Mio. Euro zusammen, mithin fast 2 Mio. Euro, was – so Bürgermeister Fritsch – trotz einiger Kompromisse die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt übersteigt. Auf jeden Fall sei der Handlungsbedarf im Gebiet Ost deutlich größer. Fritsch beklagte auch, dass generell bei Zuschuss-Mitteln die große Fläche der Gemeinde keine Berücksichtigung finde, was an höherer Stelle angebracht werden sollte.

In der Diskussion der Rätinnen und Räte wollte Kurt Tausendpfund (CSU) zuerst wissen, wieso der bereits gesunkene Fremdwasseranteil trotz aller Bemühungen wieder angestiegen sei, was mit dem Verschleiß privater Kanäle erklärt wurde. Karin Pollmer (SPD) wollte über die Rolle, welche ein derzeit anstehendes größeres Bauprojekt im PEZ spielen könne, informiert werden (Dewitz: „wurde bereits berücksichtigt“), während Fraktionskollege Manfred Loos die Bedeutung künftiger Bevölkerungsentwicklung ansprach (Dewitz: „trotz Stagnation wurde ein gewisser Prozentsatz eingerechnet“). Manfred Weidmann (CSU) und Klaus Haas (SPD) wollten Näheres zu den gestellten Terminen für Planung und Betriebsfertigkeit wissen.

Marcus Flemming („die Kostensituation hat mich leicht erschlagen“) ging nochmals auf das Fremdwasser ein, dessen „Bekämpfung“ in der genannten Kostenschätzung aber noch gar nicht enthalten ist, während Hans Bauer (SPD) Informationen zu Drainage-Maßnahmen erbat (Dewitz: „ständiger Zulauf aus dem gewachsenen Boden“). Die von Reinhard Weih (CSU) hinterfragten Fördermittel sind nicht zu erwarten, sondern „liegen leider bei Null“. Fritsch betonte abschließend nochmals die Bereitschaft der Gemeinde zur Erledigung der gestellten Aufgaben. Die anderen umliegenden Gemeinden müssten aber „mitziehen“, um ebenfalls den Betrieb der Hersbrucker Kläranlage zu optimieren. Darüber hinaus habe man auch noch andere Pflichtaufgaben.

Die Feuerwehren Fischbrunn und Eschenbach werden sich im Aktiven-Bereich auf freiwilliger Basis zusammenschließen, nachdem sich für Fischbrunn kein ausgebildeter Kommandant mehr finden ließ. Davon abgesehen existieren die Vereine aber weiterhin eigenständig. Kommandant für alle Aktiven wird ab sofort der Eschenbacher Herbert Bauer sein, als Gruppenführer der Fischbrunner fungiert Sebastian Schütz. Voraussetzung ist allerdings, dass unter anderem die neue gemeinsame Feuerwehr in ihrem Zuständigkeitsbereich die Hilfsfristen einhalten kann. Wenn nicht, was wäre dann, wollte Kurt Tausendpfund (CSU) wissen. Dann gäbe es nur noch die Möglichkeit einer durch die Gemeinde eingesetzten Feuerwehr, so Thorsten Brunner (CSU). Der allgemein befürwortete, auch von den Feuerwehr-Leuten beider Vereine einstimmig gewünschte Zusammenschluss wurde im Gremium dann ebenfalls einstimmig bestätigt.
Helga Manderscheid