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Bürgerversammlung Pommelsbrunn 25.10.2011

Mit zahlreichen Informationen zum derzeitigen Stand der Gemeinde wartete Bürgermeister Jörg Fritsch bei der diesjährigen, gut besuchten Bürgerversammlung auf. Auch die Bürgerinnen und Bürger hatten zahlreiche Fragen und Anliegen an das Gemeindeoberhaupt.

Die Einwohnerzahl des Ortsteils Pommelsbrunn ist mit einem Plus von 24 auf 1437 Personen leicht angestiegen. Fritsch ging ausführlich auf Daten zu Standesamt, Personal, Schulen, Kindergärten und Finanzverwaltung ein. Auch Themen wie Kreisumlage, Steuerkraft und Verschuldung kamen zur Sprache, wobei herauszustreichen war, dass die Kreditaufnahme durch eine aufwärts zeigende Entwicklung bei den Einnahmen, insbesondere bei der Gewerbesteuer, geringer ausfällt. In der Verschuldung pro Einwohner liegt die Gemeinde mit 445 € deutlich unter dem Landesdurchschnitt (730 €). Dies sieht auch die Kommunalaufsicht positiv, welche in einem Schreiben die finanzielle Lage der Gemeinde als „geordnet“ bezeichnete.
Fritsch schilderte es als sein oberstes Anliegen, die vernünftige und solide Haushaltspolitik der vergangenen Jahre weiter fortzusetzen und dabei alle Fördermöglichkeiten und Zuschüsse zu nutzen. Dabei dürften zukunftsweisende Investitionen, die zu einer Steigerung der Lebensqualität führen, allerdings nicht aus den Augen verloren werden. Hierzu rechnete Fritsch auch die abgeschlossene Einrichtung weiterer Krippen- und Hortgruppen, das gemeindliche Ferienprogramm, die Arbeit des Seniorenbeauftragten Armin Hertlein, die neue Buslinie in Pommelsbrunn (Anbindung ans PEZ) sowie die von der Gemeinde durchgesetzte behindertengerechte Ausgestaltung der S-Bahn-Haltestellen Pommelsbrunn und Hartmannshof. Der Erhalt der Mittelschule Hartmannshof habe mittelfristig gesichert werden können.
Man befasse sich in der Gemeinde derzeit auch mit den Themen Windkraft und Solar, wobei ersteres erfreulicherweise gutachterlich nicht empfohlen wird. Inzwischen habe man mit der P+R-Parkanlage an der S-Bahn begonnen; die Radler-Station und der Mehrgenerationen-Wasserspielplatz würden folgen. Der Bürgermeister versäumte auch nicht, auf die zahlreichen, bereits „erledigten“ Maßnahmen hinzuweisen. Dieter Blase vom Topos Team informierte anschließend die Anwesenden über die Arbeiten im Sanierungsgebiet der Städtebauförderung, insbesondere über die Möglichkeiten, welche sich für die Besitzer von Anwesen daraus ergeben.
Dann hatte der Bürger das Wort, welches er auch ausgiebig nutzte. Fragen zum Fortbestand der Mittelschule in Hartmannshof, zur Verkehrssituation an der Zufahrt zum PEZ nach zwei schweren Verkehrsunfällen, die Verlegung der Vereins-Infokästen am Dorfplatz (bitte nicht so hoch anbringen!), Plakatierung an Straßenlampen („Wildwuchs“), der zunehmende Schwerlastverkehr auf der Ortsdurchfahrt, die Anbringung einer Geschwindigkeitsmessung an der B14 sowie die Verlegung des östlichen Ortsschilds in Richtung Hartmannshof wurden angesprochen. Teils hatten die Bürger selbst Vorschläge mitgebracht, teils sicherte Fritsch Abhilfe oder Prüfung zu. Die Hecken am Stallbaumer Weg verhindern eine klare Sicht beim Einfahren auf die B14, der – selten eingehaltene – Fahrplan der S-Bahn sorgte allgemein für Missmut; eine Abstimmung der Buslinien mit demselben liege aber beim Busbetreiber, so der Bürgermeister, welcher im Übrigen begütigte, dass der Bahnverkehr mit Einsatz der neuen Triebwagen sicher besser werde. Eine „Frage-Viertelstunde“ für Bürger vor jeder Gemeinderatssitzung nach Hersbrucker Vorbild wurde angeregt, ein weiterer Ausbau der Buslinie Richtung Hartmannshof mit dem Hinweis auf die Unzulässigkeit von Parallelverkehr zur Bahn verneint. Fritsch hatte am Schluss eine ganze Menge Anliegen notiert. Eines gab er jedoch mit besonderer Freude zu Protokoll: die einhellige, von mehreren Seiten geäußerte Anerkennung und Freude über die Arbeit des Bauhofs mit seinem technischen Leiter Erwin Bleisteiner. „Schnelligkeit und kurze Wege“ seien das Markenzeichen in Pommelsbrunn, hieß es.
Helga Manderscheid