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Gemeinderatssitzung vom 12.5.2011

Im Rahmen der Maßnahmen des Bayerischen Städteförderungsprogramms benötigt die Gemeinde Pommelsbrunn einen Sanierungsberater für Architektur und Ortsplanung. Gleichzeitig wird auch der Neubau eines Feuerwehrhauses in Hartmannshof notwendig. In einer ungewöhnlich langen Gemeinderatssitzung erfuhr man mehr zu beiden Themen.

Die interessante Tagesordnung hatte sehr viele Zuhörer angezogen. Auch Architekt Norbert Thiel sowie die Planer Dieter Blase und Helmut Kündinger vom Topos Team waren gekommen, um ihre jeweiligen Sachstands-Informationen abzugeben. Bürgermeister Jörg Fritsch informierte eingangs über das neue Feuerwehrhaus Hartmannshof, zu dem über zwei Jahre lang Gespräche mit den dortigen Kommandanten Thorsten Brunner und Ralf Höfler liefen. Leider hätte der alte Standort nicht mehr den Anforderungen der Zeit entsprochen; nun habe man zwei Varianten ausgearbeitet, zu der einen sogar noch eine Erweiterungsvariante.
Diese Varianten stellte Architekt Thiel anschließend vor. Variante 1 (2 Stellplätze) wolle er wegen schlechterer Bezuschussung nicht empfehlen; bei der zweiten Variante (3 Stellplätze) mit höheren Zuschüssen seien bei einer Nutzfläche von insgesamt 346 Quadratmeter zusätzlich zur Fahrzeughalle noch Schulungsraum, Büro, Küche, WC, Duschen und Umkleideräume eingeplant. Letztere in doppelter Ausführung, denn heute seien viele junge Frauen in der Feuerwehr tätig. Werkstatt und Heizungsraum ergänzen das Ensemble, welches Thiel ausführlich anhand von Plänen erklärte. Beim vorgesehenen Erdgeschoss-Holzrahmenbau und einer Außenverkleidung aus Platten würde sich – wie auch bei anderen Gewerken – eine Reihe von Möglichkeiten für Eigenleistungen ergeben, die im Übrigen die Höhe der Zuschüsse nicht negativ beeinflussen. Wenn man beide Varianten unter Einbeziehung der Zuschüsse vergleiche, kämen auf die Gemeinde bei Variante 2 lediglich tatsächliche Mehrkosten von 8.500 € zu. Für eine mögliche Erweiterung dieser Variante durch eine sich anbietende Verlängerung von Schulungsraum und Büro wären dann weitere 43.000 € fällig.
Damit war man bei den Gesamtkosten angelangt, die sich ohne Eigenleistung auf 574.000 € summieren. Der staatliche Zuschuss bei drei Stellplätzen beträgt 150.000 €, so dass für die Gemeinde Investitionskosten (ohne Eigenleistung) von 424.000 € verblieben, plus 43.000 €, wenn man sich zur erweiterten Variante 2 entschließen würde. Im Haushalt 2011 wurden seinerzeit als grob ermittelte Baukosten abzüglich eines Zuschusses für 2 Stellplätze von 93.000 € und unter Berücksichtigung von angemessener Eigenleistung 350.000 € angesetzt.
Zum Gesamtkomplex hatten die Räte allerhand Fragen. Hermann Kraus/FWG sprach Bodenuntersuchungen an, Manfred Loos/SPD wollte die Größe des jetzigen Schulungsraums wissen und das Volumen der beabsichtigten Eigenleistung (Thiel: „Ich traue der FFW 50.000 € zu“). Thorsten Brunner/CSU, Gemeinderat und FFW-Kommandant in Personalunion, steuerte viele Antworten bei und gab auf Nachfrage von Karin Pollmer/SPD klar zu erkennen, dass er zur erweiterten Variante 2 neige.
Doch warum liegen die Baukosten um so vieles höher als der von der Gemeindeverwaltung errechnete Ansatz? Dies wollten Erwin Kratzer und Willi Deuerlein, beide CSU, und Christine Linhardt/B90/Grüne wissen. Die „Gründung“ des Gebäudes sei wegen der Bodenbeschaffenheit des andererseits optimalen Standorts etwas teurer, erklärte Thiel und man habe – wie auch von Bauhofleiter Erwin Bleisteiner bestätigt – seinerzeit nur eine Billigstvariante in Ansatz gebracht. Von dieser sei jedoch im Lauf der Zeit, insbesondere aus städtebaulichen Gründen, Abstand genommen worden. Klaus Haas/SPD und Bürgermeister Jörg Fritsch hoben die außerordentlich gute und sich ständig mehrende Arbeit der Wehren hervor, zu welcher auch eine angemessene Ausstattung nötig sei, während Winfried Mergenthaler /SPD einen weiteren Aspekt ins Gespräch brachte: eine Sanierung des alten FFW-Hauses hätte ebenfalls viel Geld gekostet. Zweiter Bürgermeister Reinhard Weih votierte zusammen mit anderen für den größeren Schulungsraum. Nachdem Kurt Tausendpfund/CSU eine Verweisung des Themas in den Finanzausschuss beantragte, wurde dies mehrheitlich beschlossen.
Einstimmig entschied sich dagegen das Gremium für die Bestellung eines Sanierungsberaters für Architektur und Ortsplanung im Rahmen der Städtebauförderungsmaßnahmen in Pommelsbrunn sowie die Aufstellung von Gestaltungsrichtlinien mit kommunalem Förderprogramm. „Endlich kommen die positiven Auswirkungen der Städtebauförderung auch bei den privaten Hausbesitzern an“ freute sich Fritsch. Planer Helmut Kündinger, unterstützt vom Kollegen Dieter Blase, erläuterte nochmals ausführlich die bisherige Entwicklung der umfangreichen Baumaßnahmen am Dorfplatz Pommelsbrunn. In etwa sechs Wochen könne das Gerüst am Heimatmuseum abgebaut werden. Fritsch regte zusätzlich eine Besichtigung des neuen Gemeinschaftshauses durch Gemeinderat und Vereins-UNO an. Zum Thema „Sanierungsberater“ wurde erklärt, dass dieser Privatleute bei deren Sanierungsmaßnahmen im festgelegten Gebiet unterstützen würde. Die beiden Planer umrissen auch in Einzelheiten die Vorgehensweise beim Förderungsprogramm, die sich unbürokratisch zwischen Gemeinde und privater Seite abspielen würde. Zu einer noch festzulegenden finanziellen Förderung kämen außerdem erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten hinzu und es sei alles förderfähig, was der Verbesserung des Ortsbildes diene (Fassade, Fenster, Türen, auch ein Dachausbau).
Dass sich „in Pommelsbrunn etwas bewegt“, wie Fritsch es formulierte, bestätigte abschließend Festkoordinator Klaus Schnaible mit ausführlichen Informationen zur 700-Jahr-Feier in 2012, deren Programm vom Festkommers über den „Tag der Vereine“ bis zum Konzert des Herbrucker Gospelchors reicht. Am 28. Juni ab 19 Uhr wird hierzu ein Informationsabend für die Bevölkerung im Gasthof Vogel stattfinden, zu dem Interessierte bereits herzlich eingeladen sind.
Helga Manderscheid