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Bürgerversammlung Hartmannshof

Im voll besetzten Gasthaus „Zum Griechen“ informierte Bürgermeister Jörg Fritsch im Rahmen der jährlichen Bürgerversammlungen die Hartmannshofer Einwohner über wichtige Daten zu Gemeinde und Haushalt. Grund für den regen Besuch waren vor allem die Mitteilungen zur Kläranlage Hartmannshof, welche der Rathauschef zusammen mit Dipl. Ing. Manfred Raum und Bauhofleiter Erwin Bleisteiner lieferte. Zahlreiche Fragen und Anregungen der Bürger schlossen sich an.

Mit 5.205 gemeldeten Erstwohnsitzen und 286 Nebenwohnsitzen zum Stand 1.7.2010 setzt sich leider der Negativtrend sinkender Einwohnerzahlen der Großgemeinde fort. Der Ortsteil Hartmannshof hat derzeit 973 Einwohner. Fritsch nannte Zahlen zu Geburten, Sterbefällen, Eheschließungen und Scheidungen sowie zum Schulverband mit der Gemeinde Weigendorf. Während sich die Grundschulen zahlenmäßig im Aufwärtstrend befinden, sinkt die Zahl der Hauptschüler. Kindergarten- und Hortgruppen verzeichnen wiederum steigende Tendenzen. Der Bürgermeister ging nochmals detailliert auf Zahlen der Finanzverwaltung ein und äußerte sich zu Steuerkraft und Verschuldung, welch letztere sich zum 31.12.2010 auf etwa 2,1 Mio. € belaufen wird. Dies entspricht rund 400 € je Einwohner bei einem Landesdurchschnitt von 702 €.
Doch wie geht es mit der Kläranlage Hartmannshof weiter, an der auch die Weigendorfer angeschlossen sind? Eine Überleitung des Klärwassers nach Hersbruck (HZ berichtete) würde sich kostenmäßig auf rund 2 Mio. € (Einkauf inklusive) belaufen. Ertüchtigt die Gemeinde jedoch die bestehende Kläranlage und erhält die Eigenständigkeit, so würden dafür laut Kostenschätzung 2,86 Mio. € anfallen. „Das Teure an der Eigenständigkeit ist, dass der laufende Betrieb während der Ertüchtigung erhalten bleiben muss“ betonte Fritsch. Genaue, auf die einzelnen Bürger entfallenden Kosten konnte der Bürgermeister noch nicht nennen; dies werde in einer weiteren Bürgerversammlung Anfang kommenden Jahres erfolgen. Bis Sommer 2011 könnte die Überleitung stehen.
Wie langfristig seien die Verträge mit Hersbruck, wollte ein Bürger wissen und was, wenn die dortige Kläranlage ertüchtigt werden muss? Diese sei sehr gut im Schuss, beruhigte der Bürgermeister, wobei auch Fachleute die Überleitung als einzig sinnvolle Lösung sähen. Dipl. Ing. Manfred Raum hob ebenfalls den gepflegten Zustand der Hersbrucker Anlage hervor und äußerte sich auch zu den Themen „Einkauf“ bzw. „Betriebskosten“. Letztere würden mittels Messstationen nach Kubikmetern unter den Verursachern aufgeteilt. Wie lange die Hersbrucker Anlage denn noch laufen könne, wollte ein anderer Bürger wissen. 2013 laufe der bisherige Bescheid aus, so Raum, dann sei eine Verlängerung um 20 Jahre zu erwarten. Weitere Investitionen träfen übrigens bei einer Überleitung alle beteiligten Gemeinden, im Falle einer eigenständigen Kläranlage jedoch nur Hartmannshof/Weigendorf. Mit Hersbruck habe man sich auf einen um zehn Prozent höheren Einkaufspreis geeinigt, nachdem dort die angesetzten Restbuchwerte zu niedrig erschienen. Weitere Informationen dienten der Trassenführung der Überleitung im Gelände.
Als Weichenstellung für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses bezeichnete Fritsch den Verkauf des alten Feuerwehrhauses an einen Hartmannshofer Bürger. Den Neubau veranschlagte der Bürgermeister mit 370.000 €, wovon der Verkaufspreis des alten Gebäudes abzurechnen sei. Zuschüsse in Höhe von 93.000 € könnten eingeplant werden, wogegen die Sanierung des alten Hauses allein rund 100.000 € gekostet hätte, also unrentabel war.
Weitere, zum Teil länger diskutierte Themen waren die Gefährdungen durch Radfahrer auf Gehwegen in Hartmannshof, der Neubau eines Heimes für betreutes Wohnen im PEZ Pommelsbrunn, LKW-Verkehr auf der Guntersriether Straße und eine „geheimnisvolle“ Gully-Aktion auf den Straßen durch Hartmannshof. Den von viel Schmunzeln begleiteten Abschluss bildete ein eher spaßhaft gemeinter Vorschlag: ein Gipfelkreuz auf dem „Staa“ im Hohenstädter Kreisverkehr.
Helga Manderscheid