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Freistellung des Zankelsteins mit Hilfe einer Kleinseilbahn

Bei einem Treffen im Rathaus wurde zwischen Bürgermeister Jörg Fritsch, Forstrevierleiter Tobias Vorwieger, Karl Heinlein vom Naturschutzzentrum Wengleinpark und Waldnaturschutzberater Burkhard Reuter ein Thema erörtert, das auch viele Pommelsbrunner bewegt: die Freistellung des Zankelsteins, dessen Felsnadeln schon seit längerer Zeit nicht mehr sichtbar sind.

Den Einheimischen gilt ihr Hausberg „Zankelstein“ als Wahrzeichen, welches ein Stück Heimat darstellt und so ist es nicht verwunderlich, dass sie immer wieder wegen einer Freistellung auf Bürgermeister Fritsch zukommen. Nachdem nun die Wegebau-Arbeiten am Zankelstein (wir berichteten) abgeschlossen sind und das Naturschutzzentrum Wengleinpark über eine für das dortige Steilgelände benötigte Kleinseilbahn verfügt, lag es nahe, mit einer Kooperation nicht nur den Wunsch der Bürger zu erfüllen, sondern auch dringend notwendige Auslichtungsarbeiten durchzuführen.

Mit dem Holzeinschlag – so Vorwieger – wurde schon vor einigen Wochen begonnen. Momentan ist wegen des Wetters eine Pause eingelegt. Heinlein stellte auch seine aus Österreich stammende Kleinseilbahn vor, welche mit einer Förderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds erworben werden konnte und im Rahmen des „Albtraufprojekts“ eingesetzt wird. Mit der Seilbahn kann man bergauf, bergab und in der Ebene seilen, was ein speziell ausgebildetes Team erledigt.

Wie Vorwieger ergänzte, dauere die Maßnahme am Zankelstein etwa 2-3 Tage, im Hang werden rund einhundert Meter der Seilbahn benötigt. Begonnen wird im Gemeindewald, danach folgt der Wald der Kirchengemeinde, die der Maßnahme bereits zugestimmt hat. Bürgermeister Fritsch fügte an, dass dies in der Gemeinde ein Pilotprojekt sei.

Mit dem Einsatz der Seilbahn wolle man einen sonst erforderlichen Wegebau im steilen und unerschlossenen Gebiet verhindern, erklärte Heinlein, denn diese ermögliche eine „bodenschonende Holzbringung“. Reuter meinte ergänzend, dass man die Schaffung „lichter Strukturen“ und Biodiversität anstrebe. Dazu brauche es Flächen, wo die Natur sich selbst überlassen bleibe, z.B. durch Totholz, wichtig für Käfer und andere Tiere. Das VNP (Vertragsnaturschutzprogramm) Wald unterstütze dabei finanziell Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz.

Abschließend teilte Heinlein noch mit, dass „wir auch schutzwürdige Flächen kaufen“, während Reuter auf Bezuschussungen seitens der Naturschutzbehörden verwies. Allerdings würden bei Fördergeldern hohe Anforderungen gelten.

Inzwischen hat die Maßnahme begonnen, was Bürgermeister Jörg Fritsch, Karl Heinlein und Tobias Vorwieger vor Ort begutachteten (unser Bild).

Helga Manderscheid

Bild: Ortstermin – (v.li.) Bürgermeister Jörg Fritsch, Karl Heinlein und Tobias Vorwieger, darüber die Kleinseilbahn