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Gemeinderatssitzung vom 1.3.2018

Zwei Hauptthemen, Kinderhort und Happurger Straße, kennzeichneten die jüngste Gemeinderatssitzung, zu welcher zahlreiche Zuhörer gekommen waren. Bei Bauanträgen gab es Fehlanzeige. Begonnen hatte die Sitzung jedoch mit einem Totengedenken durch Bürgermeister Jörg Fritsch für den kürzlich verstorbenen 2. Bürgermeister Reinhard Weih. 

Architekt Arndt Kellner führte eingangs aus, dass sich aufgrund der Änderung von Räumlichkeiten und der Ergänzung durch eine größere Küche beim Kinderhort auch Änderungen bei Flächen und Baubeschreibung ergeben hätten und die überarbeiteten Pläne ausgetauscht werden mussten. Dies habe das gesamte Vorhaben etwas verzögert. Inzwischen sei man dabei, die Ausschreibungen vorzubereiten. Fritsch betonte ergänzend, dass Gespräche mit Elternbeirat und Personal den Wunsch nach einer eigenen Küche ergeben hätten. Der Bauantrag befinde sich übrigens noch beim Landratsamt.

Hermann Leber vom Planungsbüro Leber Seibold aus Nürnberg stellte dann die Planung für die Energie- und Haustechnik des neuen Kinderhorts vor. Es gebe drei Möglichkeiten einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Horts. Die erste wäre eine Anlage für Eigenstromerzeugung 10kWp, geschätzte Kosten  Euro 13.000, Autarkiegrad 34%. Als zweite käme eine gleiche Anlage, jedoch mit Stromspeicher für die Erweiterung der Eigenstromnutzung  in Frage, Autarkiegrad 38%. Die dritte Möglichkeit wäre eine Photovoltaikanlage für Eigenstromerzeugung 30kWp mit geschätzten Kosten von Euro 30.000, Autarkiegrad von 59%. Durch Eigenstromerzeugung wäre hier eine annähernde Halbierung der Stromkosten zu erreichen. Leber nannte im Detail Vor- und Nachteile aller drei Anlagen. 

Zur Wärmeerzeugung bieten sich zwei alternative Anlagenkonzepte an. Einmal der Anschluss an das bestehende Hackschnitzelheizwerk (ca. 65 m Fernwärmeleitung), Kosten ca. Euro 30.000. Die Alternative wäre eine Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage  mit Kühlfunktion für die Sommerzeiten (ca. 5 m Heizleitung), die optimal zur geplanten Fußbodenheizung passen würde. Auch hier nannte Leber Vor- und Nachteile.

Eine ausführliche Diskussion der Rätinnen und Räte schloss sich an, in der es um technische Details, die Amortisation, Reserven der Hackschnitzelheizung und die jährlichen Wartungskosten ging. Die Tendenz ging auf jeden Fall zur „großen Lösung“ in Verbindung mit der Luft-Wärme-Pumpe. Wie Geschäftsleiter Markus Gnan abschließend erklärte, sei die geplante Maßnahme förderfähig und würde durch das Landratsamt befürwortet. Fritsch fügte hinzu, dass die Gespräche mit Elternvertretern und Kiga-Personal weitergeführt würden. 

Anschließend ging es darum, die Happurger Straße samt Dorfplatz in Hohenstadt „aufzuhübschen“, wie Bürgermeister Jörg Fritsch es nannte. Dies sei naheliegend, nachdem die Deutsche Bahn eine Sanierung des dortigen Bahnübergangs plane und man sich „dranhängen“ könne, um Synergieeffekte zu erreichen. Mit den Anliegern habe man schon erste Gespräche geführt. Dieter Blase vom Planungsbüro Topos Team ging dann auf Einzelheiten ein. Durch den Abbruch einer Scheune sei am Dorfplatz ein großes Loch entstanden, die Happurger Straße sei sanierungsbedürftig. An der Ostseite der Straße solle ein Gehweg entstehen, denn es seien doch einige Autos unterwegs, die Fahrbahn sollte neu asphaltiert werden.

Die Fördermöglichkeiten wie Leader-Programm (schwierig),  Städtebauförderung (dort winkte man ab) und Dorferneuerung (würde einige Jahre dauern) hat Blase bereits abgefragt. Er kam auch auf den Bootsanleger und die Wertstoffinsel zu sprechen. Der Bürgermeister ergänzte, dass er die Achse zum PEZ und zu den Kliniken mit Gästen von außerhalb als verbesserungswürdig ansehe, jedoch solle man im Hinblick auf Fördermöglichkeiten „keinen Schnellschuss“ machen. 

Auch hier hatten die Räte einiges an Diskussionsbedarf. Es ging um die unterschiedlichen Oberflächen von Straße und Dorfplatz (letzterer hat Kopfsteinpflaster), den Trafo-Kasten und das Brückengeländer. Fritsch fügte  an, dass hierzu die Bevölkerung über sogenannte „Schlüsselpersonen“ eingebunden werde.

Zu den geplanten Sanierungen der drei Bahnübergänge in der Gemeinde (wir berichteten) sagte Fritsch, dass dies eine große Herausforderung für alle Beteiligten sei. Es werde vor jeder Sanierung noch einmal ein Einzelbericht erscheinen. Den Abschluss der Sitzung bildete ein Appell von Geschäftsleiter Markus Gnan, dass sich drei Mitbürger zur Schöffenwahl stellen möchten.

Helga Manderscheid

Bild: Happurger Straße Hohenstadt, aufgenommen am 3.3.2018