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Bürgerversammlung für OT Pommelsbrunn am 23.10.2017

Mit regem Interesse lauschte anlässlich der Bürgerversammlung eine ganze Reihe von Anwesenden im Gasthof „Pommelsbrunner Hof“ dem Sachvortrag von Bürgermeister Jörg Fritsch zur Situation der Großgemeinde. Anschließend nutzten viele die Gelegenheit zu Fragen und Anregungen.

Fritsch begrüßte unter den Bürgern auch seine beiden Stellvertreter Reinhard Weih und Gabi Bleisteiner sowie mehrere Gemeinderäte und Altgemeinderäte und bat anschließend, sich zum Totengedenken zu erheben. Zu den Daten nannte er eine leicht gestiegene Gesamteinwohnerschaft von 5298 Personen, davon 1456 Einwohner im Ortsteil Pommelsbrunn mit den Außenorten Althaus, Appelsberg, Arzlohe und Reckenberg (per 1.7.2017). Die Zahl der ausländischen Mitbürger habe sich im Jahresvergleich von 283 auf 305 erhöht, an drei Standorten gebe es derzeit 62 Asylbewerber.

Fritsch nannte auch Zahlen zu Geburten, Sterbefällen, Eheschließungen und Ehescheidungen, erstere erfreulicherweise auf einem konstanten Niveau, sowie zum Personal. Weitere Informationen betrafen den Schulverband mit der Gemeinde Weigendorf im Grundschulbereich sowie den Schulverband Hersbruck. Im Bereich der Mittelschule habe ein drastischer Rückgang auf zuletzt 49 Schüler stattgefunden.

Auch die Kindergärten erfreuten sich regen Zuspruchs. Kiga HaWei zähle bei 5,5 Gruppen 102 Kinder, das Haus für Kinder im Gehrestal sei 4,5-gruppig mit 78 Kindern und das Haus für Kinder Arche Lichtenstein 5,5-gruppig mit 127 Kindern. Die Gemeinde biete, so Fritsch, ein sehr gutes Betreuungsangebot, das Eltern ein hohes Maß an Flexibilität erlaube.

Es folgten Zahlen zum Haushalt 2017 mit  seinem Gesamtvolumen von rund 14,3 Mio. €, zu Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und anderen Einnahmequellen. Die Hauptausgaben finden sich bei Kreisumlage (ca. 2,2 Mio.€) und Personalkosten (ca. 1,6 Mio. €). Bei leicht steigendem Schuldenstand ist die Pro-Kopf-Verschuldung Ende des Jahres auf 366 € veranschlagt.  Eine vorgesehene Kreditaufnahme muss vorerst nicht in Anspruch genommen werden. Fritsch betonte, dass er hauptsächlich alle denkbaren Fördermöglichkeiten und Zuschüsse abrufen wolle, Grundsatz bleibe eine strenge Ausgabendisziplin.

Des Weiteren erwähnte er eine Reihe von positiven Aspekten in der Gemeinde wie Kinderbetreuungsangebote, Spielplätze, Ferienprogramm, beste Infra-Struktur, ‚Betreutes Wohnen‘ in Hohenstadt (mit Diakonie) und anderes. Der Weitsicht des Gemeinderates sei es zu verdanken, dass sich viele junge Familien angesiedelt hätten. Eine ganze Reihe von Projekten im Schul-, Kindergarten- und Krippenbereich sowie die Städtebauförderung,  das Wanderleitsystem, der Breitbandausbau in zwei Abschnitten (mit hohen Fördergeldern) und nicht zuletzt das neue Rathaus hätten sich sehr positiv ausgewirkt.

Für 2018 nannte Fritsch unter geplanten Maßnahmen Fortsetzung des Breitbandausbaus,  Brückenbau in der Bahnhofstraße Hartmannshof, die Planung des Mehrgenerationen-Spielplatzes sowie Verbesserung der Arzloher Straße in Pommelsbrunn, Neubau eines dreigruppigen Horts und – die Entfernung der drei Pfosten.

Nach der Pause hatte der Bürger das Wort.  Wieso es sein könne, dass ein Mitbürger auf öffentlichem Grund dauerhaft zum Verkauf angebotene Autos stehen habe? (Fritsch:  man prüfe zusammen mit dem Staatlichen Bauamt die Gefährdung für den Verkehr). Ob sich mit dem Breitband-Ausbau  auch der Handy-Betrieb verbessere? Nach Klärung durch einen anwesenden Fachmann, dass Breitband über Kabel komme, Handy jedoch über Masten, wo es weiße Flecken gebe, versprach Fritsch, das Thema in höhere politische Ebenen zu tragen.

Ob erstens der Status als besonders förderungswürdige Gemeinde auch weitere positive Entwicklungen mit sich bringe – außer Fördersätzen? Wie es zweitens mit dem alten Schulhaus Hartmannshof weitergehe?  Und drittens: ob man nicht am neuen Rathaus den Schriftzug „Rathaus“ anbringen könne? (Fritsch:  Zu erstens seien es in der Hauptsache höhere Fördersätze für Breitband und neue Projekte, zu zweitens tausche man sich mit der Gemeinde Weigendorf über die „Schrott-Immobilie“ aus, auch sei ein Schadstoff-Gutachten für den Fall eines Abrisses gemacht worden, eine Sanierung würde sehr teuer kommen, jedoch stehe der endgültige Beschluss noch aus, zu drittens: man könne man einen Schriftzug „Rathaus“ durchaus noch anbringen).

Ein Bürger forderte mehr Sicherheit für die Schüler zur Überquerung der B14 am Bushäuschen unterhalb des Rathauses (Fritsch:  Ist auch mir ein persönliches Anliegen. Zebra-Streifen oder Ampel seien nicht möglich, nur eine Querungshilfe und zuständig seien im Übrigen das Staatliche Bauamt sowie eine ganze Reihe von Fachstellen). Warum – im Hinblick auf die Hartmannshofer Schule – nicht die Hersbrucker Schüler zu uns kämen anstatt umgekehrt? (Fritsch: schulpolitisch war/ist kein Erhalt der Schule gewollt). Ein weiterer Klagepunkt waren große geparkte Fahrzeuge an der Lindenstraße (Fritsch: verwies auf die nächste Verkehrsschau, man könne ein Parkverbot mit Zeitbegrenzung aufstellen). Ein weiterer Bürger wollte wissen, ob im diesjährigen Vermögenshaushalt die Baukosten für das Rathaus enthalten seien (Fritsch bejahte und wies darauf hin, dass das Projekt bereits heuer zum Abschluss gebracht wurde, 2018 seien nur noch einige Kleinigkeiten bei der Ausstattung geplant). Auch der Hochseilpark kam nochmals zur Sprache (Fritsch: Bereicherung für die Region, aber nicht im Gehrestal).

Natürlich war das „Drei-Pfosten-Dorf“ Thema; zu dieser „Aktion“ fielen harte, verurteilende  Worte, auch das Schneeräumen an dieser Stelle betreffend (Fritsch:  die Gemeinde wird handeln, wir werden ein „verschärftes Auge“ auch beim Winterdienst darauf haben). Weitere Themen waren ein abgemeldetes Auto, seit Monaten am S-Bahn-Parkplatz geparkt und der Zustand des Högenbaches zwischen Sportheim und Weidenmühle.

Es gab aber auch einhelliges Lob für Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung. Die Sanierungen in allen Ortsteilen seien „klasse gelaufen“, in den letzten zehn Jahren habe sich sehr viel bewegt. Abschließend bot der Bürgermeister an: „Wenn ihr ein Anliegen habt, steht die Gemeinde weiterhin gerne zur Verfügung“.

Helga Manderscheid

Bild: Foto vom Bushäuschen unterhalb des Rathauses