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Bürgerversammlung für OT Hohenstadt am 2.11.2016

Bei der Bürgerversammlung in der „Pizzeria Biserni“ musste ständig zusammengerückt  werden, so groß war das Interesse der Hohenstädter Ortsbürger an der Situation der Gemeinde, vorgetragen in einem umfassenden Überblick von Bürgermeister Jörg Fritsch.

Fritsch begrüßte die Anwesenden, unter ihnen 2. Bürgermeister Reinhard Weih sowie mehrere Gemeinderäte und Altgemeinderäte, und bat anschließend zu einer Gedenkminute für die Verstorbenen des vergangenen Jahres. Zu den Daten nannte er eine leicht gestiegene Einwohnerzahl für Hohenstadt auf 1366 Personen. In Hartmannshof, Hubmersberg und Hohenstadt sind derzeit insgesamt 65 Asylbewerber untergebracht. Zahlen aus dem Standesamt behandelten Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen und Scheidungen, es folgten Angaben zum Personal der Gemeinde nebst Kindergärten, Krippen und Hortgruppen. „Wir haben ein sehr gutes Betreuungsangebot für Kinder, das den Eltern ein hohes Maß an Flexibilität bietet“, so der Rathauschef.

Auch Zahlen zum Haushalt kamen zur Sprache. Bei der Gewerbesteuer sei eine erfreuliche Steigerung zu verzeichnen; in den letzten zehn Jahren habe sie sich nahezu verdreifacht.  Leider müsse man auch mit der Kreisumlage als „satter Ausgabe der Gemeinde“ rechnen, jedoch ging Fritsch dabei auch auf die Ausgaben des Landkreises ein. Die Verschuldung pro Einwohner ist zum Jahresende auf 428 € veranschlagt (Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden: 728 €). Er setze sich besonders dafür ein, alle denkbaren Fördermöglichkeiten und Zuschüsse für die Gemeinde auszuschöpfen. Unter den Vorteilen, welche die Gemeinde Pommelsbrunn biete, nannte Fritsch auch die hervorragende Betreuung durch die Diakonie im Zusammenwirken mit der Firma Maisel (Senioren-Wohnanlage).

Beim Punkt „gemeindliche Angelegenheiten“ kamen das Sorgenkind „Mittelschule Hartmannshof“ und das weitere Schicksal des Gebäudes zur Sprache, ferner die Generalsanierung der dortigen Turnhalle mit angebautem Grundschulbereich, Krippenanbauten Kiga HaWei und Gehrestal, neue Gartenanlage Kiga „Am Lichtenstein“ samt Verbesserung des Containers, Dorfplatzsanierung, Wasserleitungs- und Breitbandausbau sowie der Neubau des Rathauses. Das alte Rathaus solle nach dem Umzug abgerissen werden.

Fritsch nannte auch Anschaffungen für die Feuerwehr und Kosten, welche der Unterhalt des Markgrafensaals mit sich bringt, wobei er dem Kultur- und Trägerverein unter Applaus herzlich für seine ehrenamtlichen Dienste dankte. Die Sanierung der Hohenstädter Leichenhalle mit Umfeld und die Verbesserungen am Friedhof sowie einige weitere Maßnahmen wurden gleichfalls erwähnt;  der Bürgermeister dankte dabei dem Ortsverschönerungsverein Hohenstadt für seine Unterstützung.

Die für 2017 geplanten Maßnahmen umfassen den zeitgemäßen Umbau beider Bahnübergänge, an dem auch die Gemeinde finanziell beteiligt ist, hin zu höherer Verkehrssicherheit für Fußgänger und Behinderte, außerdem die Anmeldung des Hohenstädter Dorfplatzes zur Dorferneuerung beim Amt für Ländliche Entwicklung, die Brückensanierung über der Pegnitz, Mittelschul-Abriss und Planung für den Mehrgenerationen-Spielplatz am Högenbach in Pommelsbrunn. Der Dorfplatz Hohenstadt solle ein lebendiger Mittelpunkt  werden und nicht eine Nutzung als Parkplatz erfahren. Abschließend ging Fritsch auf die Diskussionspunkte der letztjährigen Bürgerversammlung ein und nannte die Maßnahmen zur Erledigung seitens der Gemeindeverwaltung.

Nach der Pause hatten die Bürger das Wort. Renate Brunner klagte über die Fremdbelegung der Parkplätze am Feuerwehrhaus (Fritsch: Es besteht kein Vertragsverhältnis mit einem Anlieger, die Ausfahrt der Feuerwehr muss freigehalten werden, notfalls durch Anbringung eines ‚Stolper-Steins‘. Auch eine Verbreiterung der Feuerwehrzufahrt komme in Frage). Aus dem Publikum wurde per Einwurf ein komplettes Parkverbot für die Adlerstraße gefordert. Frau Brunner sprach auch den abgebrochenen Teil der Linde auf der Egerten an; laut Bürgermeister müsse dieses Totholz liegen bleiben, so fordere es die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt.

Ingeborg Vogel regte zusätzliche Gerätschaften bei der Tankstelle am PEZ an (Fritsch: wird an die AVIA weitergeleitet), während Wieland Brunner wissen wollte, ob man in einem reinen Wohngebiet wie dem Buchäckerweg ein Gewerbe im Keller betreiben dürfe (Fritsch: das kommt auf das Gewerbe an). Brunner hakte gleich weiter nach bezüglich der Mittelschule Hartmannshof (Fritsch: da der Schulbetrieb eingestellt ist, entstehen auch keine Betriebskosten).

Herbert Brunner lobte die Gemeinde für den Rathausneubau und wies gleichzeitig darauf hin, dass an der Ausfahrt beim Lidl im PEZ keine „Rechts-vor-Links-Regelung“ gelte, sondern dies die Ausfahrt aus einem Parkplatz sei. Leider könne man – ein weiterer Punkt auf Brunners Agenda - „Fremdparken“ auf dem Dorfplatz nicht verbieten. Der Beschwerde von Ingeborg Vogel, im PEZ und auf dessen Zubringer-Straße werde viel zu schnell gefahren, will Fritsch mit einem „Blitzer“ begegnen. Die Sicherung der Telekom-Baustellen (Breitband-Ausbau), welche auch für Wieland Brunner speziell für Schulkinder ein Thema war, will der Bürgermeister umgehend überprüfen und beheben lassen, nachdem diese zum Teil in einem „erbärmlich-gefährlichen“ Zustand sind. Dass der Radweg nach Eschenbach auch in einem schlechten Zustand sei, gehöre dagegen in die Verantwortung des Landkreises; der Bürgermeister will nachhaken.

Michael Kaufhold erkundigte sich zur Schließung von Bahnübergängen, denen sich Fritsch gegebenenfalls entschieden entgegenstellen will, während Christof Schramm zum Thema „Ortsbild“ die längere Lagerung von Bauteilen in der Kirchgasse anprangerte. Dass die Christrosen im Hohenstädter Forst nicht nur Freude bereiten, sondern auch Parkplatzsorgen und dass – so Max Gleich – an einem Anwesen hinter dem Dorfbrunnen ein Baum wegen Kontakts mit der Oberleitung beschnitten werden muss, gehörten ebenfalls zu den Anliegen der engagierten Hohenstädter Bürger, denen der Bürgermeister am Schluss für die „lebendige Veranstaltung“ dankte und gleichzeitig zusicherte, dass die vorgebrachten Anliegen in gewohnter Weise abgearbeitet werden.

Helga Manderscheid

Bild: Ausfahrt beim Lidl im PEZ (hier hat es bereits Unfälle gegeben, doch ist dies die Ausfahrt aus einem Parkplatz, bei dessen Verlassen keine Rechts-vor-Links-Regelung gilt)