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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 16.6.2016

„König Fußball“ und ein geplantes „Public Viewing“ im Feuerwehrhaus sorgten für einen verfrühten Sitzungstermin, bei dem die Gemeinderäte vor allem private Bauanträge diskutierten. Dabei gab es nach einer Vorbehandlung im Bauausschuss erneut längere Diskussionen zu einem Vorhaben in Hubmersberg.

Von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde „Der Weg zur Freiheit“ waren sowohl das Ehepaar Ingrid und Günter Adelmann als auch Horst Ziegler zur Sitzung erschienen. Bürgermeister Jörg Fritsch („nachdem es ein größeres Projekt ist, möchte ich dieses im Gemeinderat nochmals vorstellen lassen“) forderte den in die Planung eingebundenen Ziegler auf, nähere Erklärungen zu dem Antrag auf Vorbescheid vorzutragen.

„Wir waren bisher im Hotel Lindenhof eingegliedert“ erklärte Ziegler. „Das Problem ist, dass es zu klein ist. Wir wollen eigene Räumlichkeiten und hierzu ein Zentrum herstellen“. Anhand von Plänen erläuterte er das Bauvorhaben, welches – nach der von der Gemeinde geforderten Verkleinerung – nunmehr 22 x 15 Meter Außenmaße mit 57 Parkplätzen aufweisen soll. Auf diesen insgesamt 330 Quadratmetern sollen sich im Erdgeschoß ein großer Saal mit Toiletten, im Obergeschoß neben einem Büro noch Gruppenraum, Kindergottesdienstraum, Jugendraum und eine Cafeteria befinden. Eine Auffahrt zum Obergeschoß mit Übergang stellt gleichzeitig Fluchtweg und Zugang für Rollstuhlfahrer dar.

Mit einer Gesamthöhe von neun Metern, einer Dachneigung von 17 Grad und einer Ziegeleindeckung soll das Gebäude auf der Flur-Nr. 108 erstellt werden, während die Zufahrt über den Hotel-Parkplatz sowie die Flur-Nr. 110 gewährleistet ist.

Fritsch wies darauf hin, dass für das Bauvorhaben – im Außenbereich gelegen – eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich wäre. „Ich stelle mir schon die Frage, wie ein großer Parkplatz am Ortseingang wirkt. Wie will man das gestalten, dass es ein attraktives Bild ergibt?“ so Franz Altmann (Grüne). 2. Bürgermeister Reinhard Weih (CSU) meinte dazu, dass man den Parkplatz begrünen könne. Jedoch sei ihm etwas anderes aufgefallen, nämlich die Dachneigung von 17 Grad. Diese sei für Hubmersberg „ziemlich einmalig, an der Grenze des Machbaren“. Eine Änderung könne man in Erwägung ziehen, so Ziegler.

Altmann gefielen aber auch die Proportionen des Gebäudes in der Süd-Ansicht nicht, wozu Ziegler erläuterte, dass man vor die große Wandfläche ein Kreuz setzen wolle. Grünen-Fraktionskollege Peter Butters störte sich wiederum daran, dass hier eine ziemlich große Fläche versiegelt werde. Wie wolle man bei Starkregen der Wassermassen Herr werden? Zumindest doch durch Verwendung von Rasengittersteinen beim Parkplatz, die – so Günter Adelmann -  ohnehin angedacht seien.

Klaus Haas (SPD) hinterfragte die Kosten für die Gemeinde. Laut Fritsch müsse man das Verfahren der Änderung des Flächennutzungsplans auf sich nehmen. Finanziell sei dies den Antragstellern in Rechnung zu stellen. Herbert Bauer (FW) gefiel die Dachneigung überhaupt nicht. In Hubmersberg würden doch steile Dächer dominieren. Dazu nach Süden noch die „Riesenwand ohne Unterbrechung“. Wie Bürgermeister Jörg Fritsch mehrfach betonte, sei hier eine ganze Reihe von Faktoren in einem längeren Weg abzuwägen.

Erwin Kratzer (CSU) und sein Fraktionskollege Reinhard Weih sprachen die Parkplatzsituation an. Wann seien gemeinsame Stoßzeiten von Hotel und christlicher Gemeinde? Könne ein Parkplatzaustausch stattfinden? Auch Renate Scharrer (SPD) tat sich mit der Optik schwer, stellte aber vor allem die Änderung des Flächennutzungsplans in den Vordergrund, während Winfried Mergenthaler (SPD) Auskunft wünschte, woher die Gemeindemitglieder denn überhaupt kämen. Aus Pommelsbrunn?

Es seien rund 60 feste Mitglieder, mit Besuchern etwa 100 Personen, die aus der ganzen Region im Umkreis von rund 20 Kilometern kämen, so die Auskunft von Adelmann. An „Lärmemissionen“ – von Manfred Loos (SPD) angesprochen – seien die Hubmersberger gewöhnt. Auch die Zustimmung der Nachbarn, von Michael Lederer (CSU) hinterfragt, läge vor. Mit drei Gegenstimmen erteilte das Gremium schließlich dem Antrag auf Vorbescheid das gemeindliche Einvernehmen.

Abschließend informierte der Bürgermeister über den Stand der seitens der Gemeinde laufenden Bauvorhaben wie neues Rathaus, Kiga „Ha-Wei“, Außenbereich der Grundschule Pommelsbrunn und Wasserleitungsarbeiten Hartmannshof-Pommelsbrunn. In der Mittelschule Hartmannshof laufen im Hinblick auf den wahrscheinlichen Abriss im Augenblick Schadstoffuntersuchungen.

Helga Manderscheid