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Gemeinderatssitzung vom 4.2.2016

Mit einer breit gefächerten Agenda startete der Gemeinderat der Großgemeinde in das neue Jahr, wobei zwei Bauanträge besonders ausführlich diskutiert wurden. Die Informationen von Bürgermeister und Architekt zum Stand des Rathaus-Neubaus (separater Bericht) stießen auf viel Zustimmung.

Auch der Ortsteil Pommelsbrunn hat nun Asylbewerber zugewiesen bekommen, insgesamt circa 60 Personen. Ein Nürnberger Käufer hat das ehemalige Gasthaus „Wigwam“ in der Sulzbacher Straße  erworben und plant, dieses zur Unterbringung der Asylbewerber um einen Neubau zu erweitern. Dabei handelt es sich um ein zweigeschossiges Gebäude im hinteren Bereich des Anwesens, das in Container-Bauweise erstellt werden und insgesamt 16 Wohneinheiten aufnehmen soll. Das bestehende ehemalige Gasthaus soll dann mit Gemeinschaftsraum, Wasch- und Trockenraum, Büroraum und Hausmeisterwohnung der allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Jörg Fritsch führte eingangs aus, dass in der Großgemeinde bereits drei funktionierende Einrichtungen für Asylbewerber bestünden, in Hartmannshof, Hohenstadt und Hubmersberg (à ca. 30 Personen). Was den Bauantrag beträfe, so läge dieser im Innenbereich, so dass Baurecht bestehe. Allerdings sieht man im Gremium die Container-Bauweise im Bereich des Sanierungsgebiets der Städtebauförderung als problematisch an. Unter anderem gebe es beim Brandschutz durchaus Probleme und man habe generell Sorge bei so vielen Leuten, die eine gewisse Unruhe im Ort verursachen dürften.

Die ausführliche Diskussion der Räte drehte sich um Hausmeister und Stellplätze sowie die Größe der einzelnen Wohnungen (rund 29 Quadratmeter) und ihre Einrichtung, welche – laut Bürgermeister – für jede Einheit aus vier Betten, Sitzgruppe, Schränken, WC mit Waschbecken und einer Dusche bestehen soll. Was geschieht aber mit dieser dauerhaften Bebauung, wenn keine Asylbewerber mehr kommen? Hier wäre dann ein Antrag auf Nutzungsänderung erforderlich, so Fritsch.

Die Besorgnisse des Gremiums lassen sich in einem Satz zusammen zusammenfassen. Es seien zu viele Personen, zusammen mit Eschenbach, wo auch eine Unterkunft für Asylbewerber in dem alten Hopfenstadel geplant ist, circa 200 Leute. Bei der Abstimmung wurde dem Bauvorhaben einstimmig quer durch alle Fraktionen die Genehmigung verweigert.

Viel Kopfzerbrechen bereitete den Räten auch der Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Zentrums bzw. Gemeindehauses, welches die evangelisch- freikirchliche Gemeinde „Der Weg zur Freiheit“ in Hubmersberg plant. Dort soll auf Flur Nr. 108 ein Gebäude in der Größenordnung von 30-40 mal 15-20 Metern, also maximal 800 Quadratmetern entstehen, das allerdings im Außenbereich liegt. Was für Veranstaltungen sollten denn auf einer solchen Fläche stattfinden, wurde Fritsch gefragt. Dies sei noch nicht bekannt, so der Bürgermeister, es handle sich auch erst um eine grundsätzliche Entscheidung. Dem Gremium erschien es jedenfalls zu groß, man sollte auf jeden Fall den kleinsten Nenner wählen, also 30 x 15 Quadratmeter. Bebauungen im Außenbereich werden im Übrigen von Fall zu Fall entschieden. Nach einigem Hin und Her wurde beschlossen, den Antrag in den Bauausschuss zu verweisen, der die Angelegenheit noch genauer untersuchen soll.

Die Freiwilligen Feuerwehren Pommelsbrunn und Eschenbach haben Neuwahlen bei den Kommandanten und ihren Vertretern abgehalten. In Pommelsbrunn wurden Armin Herger (1. Kommandant) und Bernd Eisenstein (Stellvertreter) einstimmig wiedergewählt. Beide sind bereits jeweils zwölf Jahre im Amt. In Eschenbach wurden, nachdem sich Herbert Bauer nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hat, seine Söhne Thomas Bauer und Harald Bauer als 1. und 2. Kommandant gewählt. Fritsch freute sich über die gute Zusammenarbeit mit beiden Feuerwehren und überreichte vier „Freßkörbe“. Die Bestätigung durch den Rat war dann lediglich Formsache. Auch die Amtszeit der bisherigen Kommandanten Herbert Bauer und Heinz Pleisteiner würdigte Fritsch mit lobenden Worten.

Die Ergebnisse der Rechnungsprüfungen 2013 und 2014 legte anschließend Manfred Loos (SPD), Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, mit einer ausführlichen Präsentation dar. Er stellte jeweils Verwaltungs- und Vermögenshaushalt gegenüber und betonte, dass sich vor allem aufgrund vorsichtiger Ansätze bei verschiedenen Positionen, vor allem der Gewerbesteuer, Mehreinnahmen ergeben hätten. Kredite mussten nicht genutzt bzw. nicht aufgenommen werden. „Faktisch sind wir schuldenfrei“, so das Fazit von Loos. Der Rechnungsprüfungsausschuss habe in beiden Fällen keine Beanstandungen gefunden, die Entlastung durch das Gremium erfolgte einstimmig.

Dass die Asylbewerber eine Ansprechstelle haben sollten, war der abschließende Wunsch von Winfried Mergenthaler (SPD), denn „es tut uns gut, wenn wir Integration bewerkstelligen können“. Gleichfalls wolle er auf die in der Oberpfalz laufenden Initiativen zum Umgang mit älteren, dement werdenden Menschen hinweisen, wozu der Bürger

„Der Bau steht unmittelbar bevor“, so Bürgermeister Jörg Fritsch in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Gemeint war damit der Rathaus-Neubau, zu dem Architekt Jochen Sörgel mit einer anschaulichen Präsentation viele Einzelheiten lieferte.

„Das Projekt ist sehr gut ‚eingetaktet‘ und die Vergabe des ersten Gewerks soll heute erfolgen“ fuhr der Bürgermeister fort. Derzeit werde ein Leer-Rohr für die Telefonleitung verlegt und die Baustellenzufahrt zur B14 geschaffen. Die Vorbereitungsarbeiten würden dem Ende entgegen gehen und man könne planmäßig Anfang März mit den Bauarbeiten beginnen. Der erste Spatenstich würde voraussichtlich am 4. März vollzogen, nachdem auch die Baugenehmigung inzwischen eingetroffen sei.

Dann hatte das Wort der Architekt, der anhand von nahezu fotografisch genauen Bildern das neue Gebäude vorstellte, so wie es nach zahlreichen Sitzungen mit dem Arbeitskreis erarbeitet wurde. Vor allem habe man sich zum Schluss mit der Fassade (in gebrochenem Weiß) beschäftigt, wobei man über Farbnuancen noch diskutieren könne. Die Fenster in Anthrazit-Farbe korrespondieren mit den modernen gleichfarbigen Dachsteinen und der Photovoltaik-Anlage. Der Eingang sei mit einem farblich hervorgehobenen Rahmen versehen und zurück versetzt.

Die Giebelwandseiten seien nach oben gezogen, die Fenster aus Leichtmetall mit silberfarbenem Sonnenschutz gestaltet. Auf der Rückseite führe die Lindenstraße auf halber Höhe vorbei; dort befinde sich ein zweiter Zugang zum Obergeschoß, gleichzeitig sei ein zweiter Rettungsweg aus dem Untergeschoß vorhanden.

Das Ratsgremium äußerte sich zur Visualisierung regelrecht euphorisch.  Von „gefällt mir extrem gut“ über „hervorragend“, „sehr gut“, „Gratulation“ bis „Klasse“  und „nachhaltig, behindertengerecht, ein Haus für die Bürgerschaft“ reichten die Äußerungen. „In einer Region, wo nicht oft gelobt wird, reicht schon ein ‚Passt!‘“ lautete ein weiterer scherzhafter Kommentar.

Lediglich eine Beleuchtung an der Nordseite wurde noch angemahnt und bei den Giebelüberständen sah einer der Räte Probleme. Sörgel stimmte zu, dass ein ausladendes Dach zwar mehr Schutz biete, jedoch werde die Fassade regendicht sein und die Bleche auf den Giebeln bekämen Überstände und Falze nach innen, so dass Regenwasser abtropfen könne, ferner  seitliche Dachkehlen. Sicher seien die Giebel etwas kostenaufwändiger, jedoch ginge es auch um eine ansprechende Außenwirkung.

„Wir werden das Rathaus weiter entwickeln, nun geht es an die Innengestaltung“ meinte der Bürgermeister, der abschließend allen Beteiligten für ihren Einsatz dankte.

Helga Manderscheid

Bild: zwei visualisierte Ansichten des neuen Rathauses
- Rathaus 1-Südost-Ansicht
- Rathaus 2-Nordwest-Ansicht