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Bürgerversammlung Pommelsbrunn am 2.11.2015

Bei der örtlichen Bürgerversammlung im Gasthof „Pommelsbrunner Hof“ gab Bürgermeister Jörg Fritsch einen umfassenden Überblick über die derzeitige Situation der Gemeinde mit Schwerpunkt OT Pommelsbrunn, gefolgt von einer regen Diskussion mit Ortsbürgern.

Es musste ständig zusammengerückt werden, so groß war das Interesse an der diesjährigen Versammlung, zu der neben vielen Gemeinderäten auch 2. Bürgermeister Reinhard Weih und 3. Bürgermeisterin Gabi Bleisteiner, die Altgemeinderäte Klaus Göttler und Georg Mertel, Geschäftsleiter Markus Gnan sowie Pfarrer Roland Klein gekommen waren.

Fritsch begrüßte die Anwesenden und bat, sich danach zum Totengedenken zu erheben. Unter „Daten und Fakten“ gab er anschließend die Einwohnerzahl für den OT Pommelsbrunn  mit 1440 an.  In Hartmannshof, Hubmersberg und Hohenstadt  sind derzeit 70 Asylbewerber untergebracht. Weiterhin informierte er über Geburten und Sterbefälle, Eheschließungen und Scheidungen sowie die Beschäftigtenzahlen in den gemeindlichen Einrichtungen nebst Kindergärten, Krippen und Hortgruppen. „Die Geburten sind mit dem ‚Windelgeld‘ gestiegen“ freute sich der Rathauschef augenzwinkernd, die Krippengruppen seien alle voll belegt und die Gemeinde könne ein sehr gutes Betreuungsangebot im Kita-Bereich vorweisen.

Auch auf die Schülerzahlen in Grund- und Mittelschule (letztere in Hersbruck) ging Fritsch ein und musste lediglich die Schließung der Mittelschule Hartmannshof als „Wermutstropfen“ bedauern.

Der Haushalt umfasse rund 12 Mio. € (Verwaltungshaushalt: 7.7 Mio. €, Vermögenshaushalt:  4,2 Mio. €), die Einkommenssteuerbeteiligung betrage  bei steigender Tendenz ca. 2,3 Mio. € und die Schlüsselzuweisungen lägen bei 850.000 €. Sehr erfreulich seien die Gewerbesteuerzahlen, die sicher wieder zu rund 2 Mio. € auflaufen dürften. Bei den Ausgaben stellen die Hauptposten die Personalkosten mit ca. 1,5 Mio. € sowie die Kreisumlage mit 2,167 Mio. € dar.

Bei der Steuerkraft ist die Gemeinde an die 12. Stelle unter 27 Gemeinden „vorgerutscht“, die Verschuldung pro Einwohner beträgt 2015 nur noch 122 €. Die durchweg positive Stellungnahme der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle verlas anschließend Markus Gnan, der bekräftigte, dass trotz Neuaufnahmen von Krediten in den kommenden Jahren die Verschuldung nicht über den Landesdurchschnitt steigen werde. Fritsch fügte hinzu, dass alle Förderungen genutzt würden und weiterhin eine strenge Ausgabendisziplin zu den wichtigen Grundsätzen gehöre.

Zahlreiche Pluspunkte der Gemeinde, vom Ausbau der Spielplätze bis hin zum PEZ mit neuer Seniorenwohnanlage wolle er nennen, ferner laufende und abgeschlossene Baumaßnahmen wie die generalsanierte Turnhalle/Grundschule in Hartmannshof, die Gemeindeverbindungsstraße nach Heuchling, in Pommelsbrunn die besonders gelungene Pflasterung der Dorschstraße mit Umgriff, den Krippenausbau im Kiga „Gehrestal“ bzw. die Außenanlagen am der Kita „Am Lichtenstein“.

Der Bürgermeister erinnerte nochmals an die Dorfplatzsanierung, die bei rund 1,8 Mio. € Ausgaben eine Förderung von knapp 50 Prozent (unter dem Strich) erfahren hätte und an das 700-Jahr-Jubiläum, aus dessen Einkünften einstweilen die Plakattafeln an den Gabionenwänden sowie die Ruheinsel am Högenbach entstanden seien. Zu den geplanten Maßnahmen für 2016 gehörten unter anderem der Wasserleitungsbau von Hartmannshof nach Pommelsbrunn, mehrere Brückensanierungen, der Breitband-Ausbau und natürlich der Rathaus-Neubau, zu dem er Einzelheiten nannte. Alle Kosten inklusive werde man bei hier bei rund 2,7 Mio.€ „landen“, den Bauantrag wolle er selbst in den nächsten Tagen einreichen.

Dass die Pommelsbrunner mit ihrer Verwaltung rundum zufrieden sind, zeigte die anschließende Bürgerdiskussion, die sich durch besondere Kürze auszeichnete. Altgemeinderat Klaus Göttler hatte Fragen zu eventuellen Zuschüssen zum Rathausneubau. „Leider gibt es nichts“, so Fritsch, denn Neubauten seien bei der Städtebauförderung nicht vorgesehen. Auch den Radweg vom Kieselmühlweg hinauf habe man aus Kostengründen fallengelassen. Nur ein Teil der Ingenieurskosten würden in den Haushalt 2015 fallen, der Rest verteilt sich auf 2016/17. Die Pflichtzuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt – eine weitere Frage Göttlers – sei „mehr als zufriedenstellend“ und für den Dorfplatz denke man über ein 8 x 8 Meter großes Sonnensegel zur Beschattung der zahlreichen Festivitäten nach.

Hermann Gnahn sprach die noch nicht aufgestellten Wandertafeln an, die laut Fritsch spätestens im nächsten Jahr am Platz sein werden, Klaus Kaiser regte an,  Ruhebänke an mehreren Orten zu reparieren oder komplett zu erneuern. Gnahn kam auch noch auf die Parkplätze an der S-Bahn zu sprechen (Fritsch: „Der Bereich Arzloher Straße soll auch im Rahmen der Städtebauförderung noch verbessert werden“). Die letzte Meldung kam von Detlev Richter. Er beklage einige Stellen im Dorf, die des „Aufräumens“ bedürften. Was reine Privatsache sei, so der Bürgermeister. Solange keine Gefährdung hiervon ausgehe, könne die Gemeindeverwaltung nicht eingreifen. Mit einem geselligen Ausklang endete die Bürgerversammlung zu vorgerückter Stunde.

Helga Manderscheid

Bild: Ansicht Nordwest, neues Rathaus