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Gemeinderatssitzung vom 16.7.2015

Nicht nur bei den privaten Bauanträgen gab es in der jüngsten Ratssitzung der Großgemeinde interessante Neuigkeiten zu vermelden, auch der „Neubau Rathaus“ beschäftigte Gremium und Fachleute weiterhin. Immerhin steht im Großen und Ganzen das generelle Konzept, so dass nun zu Einzelheiten übergegangen werden kann. Begonnen hatte die Sitzung jedoch mit einer Gedenkminute für den verstorbenen ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Hubmersberg, Rudolf Schütz.

Das Pegnitztal-Einkaufszentrum bekommt eine Avia-SB-Tankstelle inklusive Abscheide-Anlage und Wendekreis für Fahrzeuge, was Bürgermeister Jörg Fritsch mit sichtlicher Freude kommentierte. Auch das Landratsamt sehe nach einem Vorgespräch keine Probleme. Der technische Leiter der Gemeinde, Erwin Bleisteiner, fügte hinzu, dass die Erschließung gesichert und der Plan auf Betriebssicherheit geprüft sei. Die Tankstelle wird zwischen dem REWE-Markt bzw. dem in Kürze erweiterten Café Wacker und dem Sportplatz liegen. Eine kurze Debatte der Räte drehte sich um eventuelle Belästigungen seitens des Sportbetriebs (Abstandsflächen) und den Immissionsschutz, doch fiel die Abstimmung dann einstimmig mit „Ja“ aus.

Weitere Baupläne betrafen den ehemaligen Lebensmittelladen Zeug in Hartmannshof, der zu einem Imbiss umgebaut werden soll und die Umnutzung des bestehenden Dachgeschosses Pegnitztalstr. 28 in Hohenstadt (Asylbewerber-Heim) zu Aufenthaltsräumen. Übrigens soll am 24. Juli ein gemeinsames Sommerfest von Bürgern mit den Asylbewerbern stattfinden, wofür Franz Altmann (Grüne) um rege Teilnahme bei den Räten warb. Auch die elektrischen Schaltzentralen DORO 1 und 2 in der Hunaser Str. 3, Hartmannshof (Betriebsteile der Fa. Sebald Zement) erfahren bei unverändertem Grundriss eine grundlegende Modernisierung mit neuer Leitzentrale. Diese Pläne wurden von den Räten ebenfalls einstimmig abgesegnet.

Zur Weiterberatung „Neubau Rathaus“ waren nicht nur Architekt Jochen Sörgel, sondern auch Diplom-Geologe Prof. Dr. Jörg Gründer aus Pyrbaum und Ing. Günter Teltenkötter aus Hohenstadt als Statiker anwesend, daneben eine erkleckliche Anzahl interessierter Bürger. Sörgel erklärte eingangs nochmals den Sachstand (wir berichteten), während sich Gründer anhand von Schnittdarstellungen der Beschaffenheit des Bodens rund um das Rathaus widmete. Man habe vier Bohrungen durchgeführt sowie vier schwere Rammsondierungen und dabei festgestellt, dass ein sandiger Baugrund vorhanden sei. Die zehn Meter tiefen Bohrungen hätten nur Sand als Abschlämmmaterial ergeben. Weitere fünf Ringsondierungen bis 20 Meter Tiefe hätten dann unter dem Sand festes Material gezeigt.

Im Hang stehe auch Wasser an, zu dem Gründer Einzelheiten nannte. Wenn man ein unterkellertes Rathaus errichte, schneide man den wasserführenden Hang geringfügig an. Man müsse auf jeden Fall gegen Hang und Straße einen Verbau mit T-Trägern und Holzbohlen-Ausfachungen durchführen, was – so Architekt Sörgel – auch nötig wäre, wenn das Haus weiter südlich zu stehen käme.

Sörgel übernahm dann die weiteren Erklärungen. Ein zweiter Rettungsweg über die rückwärtige Treppe ins Dachgeschoß sei mit dem Kreisbrandrat abgeklärt, beim Dach habe man sich für ein Satteldach mit 32° - Neigung entschieden, ideal für die Photovoltaik-Anlage. Die Fassade mit Fensterbändern entspreche einer modernen Verwaltung, an der Südfassade habe man über zwei Geschoße vorgebaute Erker als zusätzliche gestalterische und statisch vorteilhafte Elemente geplant, mit denen man Bürofläche gewinne. Das Dachgeschoß ziere ein durchgehendes Lichtband über die gesamte Fassade, der Rest bleibe im Großen und Ganzen unverändert. Über dem Eingang werde das Gemeindewappen prangen. Anhand einer Fotomontage (unser Bild) konnten sich die Räte einen Eindruck von den Größenverhältnissen machen, wobei das neue Haus mit einer Firsthöhe von 12,5 Metern etwas niedriger ist als das alte.

Die anschließende Diskussion widmete sich Alternativvorschlägen zur Kniestockhöhe, Details der Innengestaltung des Beratungsraums (offen zum Dach) und vor allem dem durchgehenden Lichtband im Dachgeschoß. Einige Räte wollten dies lieber „zerlegen“; Sörgel hielt dagegen, dass dies den Charme der Fassade zerstöre. Es ging um Lichteinfall und Beschattung, die Kosten der Erker und den abschließenden Vorschlag, doch erst einmal die Kosten aller Einzelgewerke zu prüfen und diese dann gegeneinander abzuwägen. Einige Räte erinnerten auch mit Nachdruck an den gesetzten Kostenrahmen von 2,6 Mio., betonten, dass Erhöhungen das Geld der Bürger beträfen und sprachen eventuell eingeschränkte Finanzspielräume in der Zukunft an, andere meinten, man müsse diesen Rahmen bei geringfügiger Überschreitung nicht um jeden Preis einhalten und auch an die Außenwirkung eines Rathauses denken.

Der Architekt wurde gebeten, nun eine konkrete Kostenberechnung zum vorliegenden Entwurf zu erstellen und dann sehe man weiter, so die abschließende Devise. Zum Breitbandausbau referierte noch kurz Geschäftsleiter Markus Gnan („alle Anträge sind eingereicht“) und kündigte an, dass Finanzminister Dr. Markus Söder im September persönlich den Zuwendungsbescheid übergeben wolle.
Helga Manderscheid

Bild: Fotomontage altes Rathaus contra neues Rathaus