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Gemeinderatssitzung vom 18.6.2015

In der Mai-Sitzung war das neue Rathaus als Erstentwurf vorgestellt worden (wir berichteten). Nach einer Klausurtagung und eingehenden Fraktionsberatungen konnte sich diesmal der gesamte Gemeinderat mit eigenen Vorschlägen und Wünschen in die laufende Planung einbringen. Auch ein neuer Feldgeschworener wurde im Amt bestätigt.

„Es geht um das Rathaus für die Großgemeinde für die nächsten einhundert Jahre. Es soll ein würdiger Bau in einem finanziell vernünftigen Rahmen entstehen“ so Bürgermeister Jörg Fritsch eingangs der Diskussion, zu welcher auch wieder Architekt Jochen Sörgel von der Firma ghsw Architekten geladen war.

Letzterer war es auch, der die Weiterentwicklung vorstellte, welche nach reiflichen Überlegungen in einigen Punkten vom Erstentwurf abweicht. Die Böschung hinter dem Neubau sei aus statischen Gründen nicht weiter „angetastet“ worden, erklärte der Fachmann. Man wolle erst die Ergebnisse der Bodenuntersuchung abwarten. Man könne jedoch den Gesamtbau um zwei Meter weiter nach Norden verschieben, um an der Südseite mehr Platz zu haben, was dort bis zur südlichen Böschungsmauer ein Vorfeld von fünf Metern ergäbe. Neu sei der nun an der Südfassade geplante Haupteingang, der die Front auflockern werde, wodurch die geplante Rampe weiter westlich beginnen müsse.

Neu ist auch eine hinter dem Rathaus geplante Außentreppe, die neben dem Personaleingang den Bürgern direkten Zugang zum Obergeschoß gestattet und zudem die Funktion eines Fluchtweges einnimmt. Das Innere des Rathauses wurde in Teilen neu organisiert, wodurch im Erdgeschoß der lange Flur samt Foyer etwas aufgelockert und im Obergeschoß durch Verzicht auf den Luftraum ein Flächengewinn geschaffen wurde, der den Büros zugeschlagen wird. Im Dachgeschoß gab es Änderungen beim Sitzungsraum (Sitzordnung), das Kellergeschoß könnte minimiert werden.

Die Räte hatten noch eine Fülle von Fragen und weiteren Vorschlägen. Da ging es um Abstandsbreiten rund um das Haus, eventuelle Mehrkosten durch Hangabsicherung, Breite der Rampe (drei Meter), Austausch Versorgungsschacht gegen Aufzugsschacht, Einzelheiten im Sitzungsraum, Lichtbänder im Obergeschoß, Raumhöhen sowie die Dachform (Tonnendach oder Satteldach mit 32 Grad Dachneigung). Letzteres ist auch mit der Photovoltaikanlage in Einklang zu bringen, was ausschlaggebend sein dürfte und – so der Bürgermeister – ein Tonnendach wäre als teureres Modell eine Kostenfrage. Gleichzeitig müsse erst durch eine von den Räten erbetene Fotomontage geprüft werden, ob ein Tonnendach überhaupt ins Dorfbild passe.

Durchweg lobte das Ratsgremium quer durch die Fraktionen die neu in den Entwurf eingearbeiteten Vorschläge, wollte aber auch im Auge behalten, dass man sich nicht zu weit von den eingeplanten Kosten von 2, 6 Mio. € entferne.

Zu letzterem Einwurf beschwichtigte der Architekt, der im Übrigen zu allen Punkten ausführlich Rede und Antwort stand, dass man noch in der Entwurfsphase sei, wo rein nach Quadratmetern gerechnet würde. Es gäbe noch sehr viele Faktoren, z.B. bei der Ausstattung, wo man vernünftig sparen könne. Wie der technische Leiter der Gemeinde, Erwin Bleisteiner, abschließend noch anfügte, werde man durch weitere Bodenproben und die Anwesenheit eines Bodengutachters an der Baustelle dafür Sorge tragen, dass die oberhalb an der Lindenstraße stehenden Häuser durch den Neubau keine Gefährdung erleiden.

Die Großgemeinde verfügt derzeit über sieben Feldgeschworene, die sog. Siebener, wobei Ralf Höfler aus Hartmannshof und Andreas Roth aus Heuchling Obmann und Stellvertreter sind. Georg Zimmermann aus Waizenfeld und Hans Sörgel aus Heuchling möchten nun aus Altersgründen kürzer treten, als Nachfolger steht Gerhard Übler aus Stallbaum zur Verfügung. Fritsch nannte Einzelheiten zu dem kommunalen Ehrenamt, welches auch neben den Amtspflichten die zeitlebens per Schwur zu leistende Bewahrung des Siebenergeheimnisses einschließt und verabschiedete den anwesenden Hans Sörgel mit Geschenk für mehr als 40 Jahre geleistete Dienste. Anschließend wurde Gerhard Übler mit Zustimmung des gesamten Gremiums eingeschworen.

Der Antrag auf Baugenehmigung für den Anbau am Kindergarten HaWei, der für die neue Kinderkrippe erforderlich wird, erfuhr ebenfalls einstimmige Genehmigung. Die mit Kosten beteiligte Gemeinde Weigendorf war und ist laufend in die Entwicklung des Projekts eingebunden.

Mit Begeisterung aufgenommen: Bilder von der neuen Pflasterung der Dorschstraße sowie der Treppenanlage im Bereich Badhaus. Fritsch: „Eine weitere Entwicklung in Pommelsbrunn durch die Städtebauförderung“. Auch die noch mit einer Stele zu ergänzende neue Raststation mit Tisch und Bänken am Fünf-Flüsse-Radweg in Höhe der Kieselmühle sowie die neuen Info-Tafeln (Gabionen) am Gänsanger wurden mit lobenden Worten angesprochen. Die Raststation soll demnächst eingeweiht werden, die Gelder stammen noch von der sehr erfolgreichen 700-Jahr-Feier in 2012, aber auch die Gemeinde hat durch die aufwändige Pflasterung mit investiert.
Helga Manderscheid

Bild: (v.li.) Bürgermeister Jörg Fritsch, Gerhard Übler, Hans Sörgel und Ralf Höfler