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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 10.4.2014

Dominiert wurde die April-Gemeinderatssitzung von der Verabschiedung des Geschäftsleiters und Kämmerers Bernd Bogner (wir berichteten), doch gab es auch einige andere Themen zu erörtern wie Widmung von Verkehrsanlagen und Kommandantenbestätigung. Bürgermeister Jörg Fritsch informierte zum Elternabend der Mittelschüler in Hartmannshof.

Nach Vorstellung und Beratung der Verkehrsanlagen im Flurbereinigungsgebiet Heldmannsberg-Waizenfeld wurde in den Sitzungen des Bauausschusses vom 8.12.2012 und des Gemeinderates vom 23.2.2013 der Beschluss gefasst, die im Flurordnungsgebiet Heldmannsberg-Waizenfeld gebauten Straßen, Wege und Plätze zu widmen. Dabei beschränkt sich die Übernahme der Baulast auf das kraft Gesetz vorgegebene Maß, was bedeutet, dass für ausgebaute Feld- und Waldwege die Gemeinde Pommelsbrunn Straßenbaulastträger ist. Bei nicht ausgebauten Feld- und Waldwegen liegt die Unterhaltspflicht bei den Beteiligten.

Kathrin Leipenat von der Gemeindeverwaltung Pommelsbrunn schilderte die einzelnen Maßnahmen, welche dem Gremium in übersichtlicher Darstellung vorlagen, und beschrieb den Verlauf des Verfahrens. Nach kurzen Rückfragen wurde der Beschlussvorschlag mit einer Gegenstimme angenommen.

Die Dorschstraße in Pommelsbrunn soll im Rahmen der Städtebauförderung „aufgewertet“ werden, was die Anlieger auch begrüßen. Dabei ist an eine Asphaltierung und Pflasterung der Randbereiche gedacht. Die Gesamtkosten von rund € 34.000 verteilen sich zu 35 Prozent auf die Gemeinde und 65 Prozent auf die Anlieger. Größter Anlieger ist der Diakonieverein. Das Ratsgremium begrüßte die Maßnahme einstimmig.

Auch die Anlieger der in schlechtem Zustand befindlichen Hohenstädter Bergstraße hatten eine Versammlung. Die Sanierung, welche sich die Anlieger möglichst schnell wünschen, betrifft ca. 300 Meter und kostet rund € 125.000, die sich zu 75 Prozent auf die Gemeinde, zu 25 Prozent auf die Anlieger verteilen. Man will mit der Stadt Hersbruck wegen Sanierung des auf deren Gebiet befindlichen Anschlussstücks in Verbindung treten. Auch hier gab es ein einstimmiges Placet der Ratsmitglieder.

Bürgermeister Jörg Fritsch berichtete von einem Elternabend an der Mittelschule Hartmannshof, bei welchem in Gegenwart der Lehrer die
aktuelle Situation mit stark rückgängigen Schülerzahlen (wir berichteten) sowie die Beschlusslage des Schulverbandes Pommelsbrunn-Weigendorf
besprochen wurden. Demnach werden ab dem nächsten Schuljahr 2014/15 alle Mittelschüler/innen in Hersbruck beschult.

Derzeit will nur ein einziger Schüler nicht nach Hersbruck, sondern nach Happurg, eventuell könnte ein weiterer hinzukommen. Die Gesamtzahl der betroffenen Schüler beträgt 25 Jugendliche. Fritsch berichtete, dass das Thema in eine längere, sachlich geführte Diskussion mündete, in welcher sämtliche Aspekte erörtert wurden. Inzwischen habe die Mittelschule Hersbruck zugesichert, dass dort alle Schüler aufgenommen werden könnten. Es stehen jetzt dann Verhandlungen mit dem Schulverband Hersbruck an, die in Kürze aufgenommen werden.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Hartmannshof hat am 18. Januar 2014 die Wahl der Kommandanten stattgefunden. Zum Kommandanten wurde Thorsten Brunner wieder gewählt, stellvertretender Kommandant wurde Stefan Ringer. Die Amtszeit beträgt jeweils sechs Jahre. Für Brunner ist es nach 12 Jahren bereits die dritte „Amtsperiode“. Der Gemeinderat bestätigte die Wahl einstimmig.

Als „schwierigsten Tagesordnungspunkt des Abends“ kündigte Bürgermeister Jörg Fritsch in der April-Gemeinderatssitzung die Verabschiedung von Kämmerer und Geschäftsleiter Bernd Bogner an, die ihm auch sichtlich schwer fiel. Immerhin haben sich die beiden Führungspersonen der Gemeindeverwaltung Pommelsbrunn im Verlauf der Jahre zu einem „Dream-Team“ entwickelt.

Zu Beginn seiner Rede nannte Fritsch die nüchternen Zahlen. Bogner habe seinen Dienst am 1. April 2004 als Mitarbeiter für die Finanzverwaltung angetreten. Nach dem Abschluss als Verwaltungsbetriebswirt wurde er am 1.12.2007 zum Geschäftsleiter ernannt. In dieser Doppelfunktion als Kämmerer/Geschäftsleiter habe er viele Projekte absolviert, worunter vor allem die Wasserversorgung zu nennen sei. Für Bogner sei es eine sehr „fordernde Zeit“ gewesen, womit Fritsch die vielen Einzelgespräche mit „kritischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern“ meinte. Trotz „hoher Emotionen“ habe Bogner aber alles über die Bühne gebracht.

Es folgte die Neuorganisation der Verwaltung über ein Bewertungsgutachten, ebenfalls ein schwieriges Unterfangen. Dies sei aber „gut investiertes Geld“ gewesen, denn heute funktioniere alles bestens. Dann kamen die Aufarbeitung von Straßensanierungen und „als weiterer Kraftakt“ die Überleitung des Abwassers Ost, wo man mit Weigendorf einen „Modus Vivendi“ gefunden habe, der eine „Win-Win-Situation und ein Vorbild an interkommunaler Zusammenarbeit“ ergeben habe.

„Für mich war dies eine wertvolle, bereichernde Zeit und wir haben einige Schlachten gemeinsam geschlagen“, so der Bürgermeister. Bogner habe entscheidend bei allen Aufgaben geholfen, ebenso wie der technische Leiter der Gemeinde, Erwin Bleisteiner. Fritsch dankte dem scheidenden Mitarbeiter für dessen Loyalität und Unterstützung, auch „zu unmöglichen Tageszeiten“. Es sei eine „traumhafte Zusammenarbeit“ mit einem „hochqualifizierten Mitarbeiter und einem hochgeschätzten Kollegen“ gewesen. Fritsch war die Rührung anzumerken, als er Bogner umarmte und eine Dauerkarte für den FCN als Abschiedsgeschenk überreichte.

Auch Bernd Bogner hatte eine Abschiedsrede parat. Nein, er sei kein April-Scherz gewesen und nun sei er 13 Jahre plus einen Monat bei der Gemeinde Pommelsbrunn. Bei den Wasserbescheiden „war in meinem Büro richtig was los“, lächelte er humorvoll bei der Rückerinnerung, die auch eine legendäre Bürgerversammlung mit dem damaligen Bürgermeister Werner Oberleiter im Markgrafensaal einschloss. „Aber wir sind heil aus der Sache rausgekommen“. Im Januar 2007 brach eine neue Ära an, die Ära Fritsch. „Wir fanden verhältnismäßig schnell zueinander und es baute sich eine gute Beziehung auf, denn wir hatten in vielen dienstlichen Angelegenheiten eine gemeinsame Philosophie“. Bogner dankte neben Fritsch auch Erwin Bleisteiner und allen Kolleginnen und Kollegen. „Wir hatten im Rathaus ein tolles Betriebsklima und ein herzliches Miteinander“.

Nachdem Bogner auch für die Gremienarbeit zuständig war, nahm er an über 300 Sitzungen teil. Es hätten im Ratsgremium immer eine zielorientierte Arbeitsweise sowie ein anständiger und respektvoller Umgang miteinander geherrscht. Für die Zukunft – Bernd Bogner wurde inzwischen zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Happurg gewählt – beschworen beide eine gut partnerschaftliche Zusammenarbeit. Aber auch so mancher traditionelle gemeinsame Ausflug, z.B. zum Oktoberfest, wird wohl weiter dazu gehören.
Helga Manderscheid