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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 23.1.2014 (Teil 2)

Was lange währt, wird endlich gut! In der Januar-Sitzung des Gemeinderates stellte Walter Maisel, Projektentwickler der Wohn- und Gewerbebau Maisel, den Antrag auf Baugenehmigung für die Seniorenresidenz „Am Markgrafenpark“ und referierte gleichzeitig im Gremium zu den Details des Bauvorhabens.

„Dieses Projekt wird unsere Gemeinde weiter voranbringen“, so Bürgermeister Jörg Fritsch. Es sei für Senioren gedacht, welche ihren eigenen Lebensraum noch aktiv gestalten könnten und durch die Lage in der Nähe des Markgrafensaals im PEZ besonders prädestiniert für einen Aufenthalt im Alter. Ärztliche Betreuung, Einkaufsmöglichkeiten aller Art, kulturelles Angebot, Bus-Anbindung, und dies alles gleich nebenan, seien herausragende Pluspunkte. Nachdem es sich um „Betreutes Wohnen“ handle, habe sich die Diakonie Eschenbach/Hirschbach-Hohenstadt-Pommelsbrunn bereit erklärt, eine 24-Stunden-Betreuung zu übernehmen. Fritsch erklärte, er werde immer wieder in der Bevölkerung darauf angesprochen, was auf einen entsprechenden Bedarf schließen lasse. Allerdings müsse das Landratsamt noch seinen Segen geben, seitens der Gemeinde stehe dem Antrag nichts entgegen. Der städtebauliche Vertrag sei bereits am 13. Januar 2014 unterschrieben worden.

Wie Maisel anschließend im Einzelnen erläuterte, befinde sich das Projekt jetzt in einer entscheidenden Phase, nachdem bisher umfangreiche, schwierige Planungen für Erschließungsmaßnahmen zu bewältigen waren. Eine 110 KV-Stromleitung muss umgelegt werden und soll das gesamte Gebiet umgehen. Ferner durfte die Hochwasserlinie nicht überschritten werden. Eventuell kämen später in einem 2. Bauabschnitt noch weitere Gebäude hinzu. Geplant seien auch eine Grünanlage und ein kleiner See. Zur benachbarten B14 wird ein relativ starker Lärmschutzwall entstehen, die Zufahrt ergibt sich über die Straße hinter dem Markgrafensaal. In den Wall integriert befinden sich übrigens Garagen, gegenüber werden Car-Ports gebaut. Das Bauwerk verfügt auch über einen bepflanzten Innenhof.

Die Anlage wurde nun größer geplant und umfasst fünf Gebäude, jeweils durch Übergänge in Glasbauweise getrennt, in drei- bzw. viergeschossiger Bauweise (inklusive Penthouse-Wohnungen). Neben dem Foyer am Haupteingang ist die 24-Stunden-Diakonie-Station gelegen. Ein Gemeinschaftsraum mit Bibliothek, der auch als Speisesaal genutzt werden kann, sowie eine Küche und ein Stüberl, alles zentral im Erdgeschoß, ferner eine Außenterrasse neben dem Eingang ergänzen die Anlage. Im Obergeschoß befindet sich eine Kapelle. Es gibt Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 45 bzw. 60-65 Quadratmeter und Penthouse-Wohnungen mit rund 100 Quadratmeter, insgesamt 75 Stück. Großzügige Treppenhäuser und zwei Hauptaufzüge gewährleisten die Verbindung der Geschoße. Ganz wichtig: Wer einmal einzieht, kann auch bleiben, später eben in der Pflegestation.

Wie sieht es aus mit dem Baubeginn, wollten die Räte wissen. Maisel möchte Ende März/Anfang April mit dem Bau beginnen, der Einzugstermin ist für Dezember 2015 vorgesehen. Auch die Anzahl der Garagen und Carports sowie Freistellplätze (auch für Besucher) wurde nachgefragt. Geregelt werden muss noch der Küchenbetrieb, denn jeder kann sich selbst versorgen, aber auch im Gemeinschaftsraum essen.

Aufnahmekriterien bezüglich des Alters habe man nicht festgelegt, man gehe von einer Belegung durch Senioren aus, so Maisel, der auch bestätigte, dass man nicht nur kaufen, sondern auch mieten könne. Angesichts einer an die Diakonie zu zahlenden Service-Pauschale würden aber sicherlich keine jungen Leute einziehen wollen.

Maisel betonte ferner, dass „Betreutes Wohnen“ auf der „grünen Wiese“ nicht funktioniere. Da sei keine Anbindung an Geschäfte und Ärzte wie im PEZ möglich, wo auch Kinder, die ihre Eltern besuchen, Einkaufsmöglichkeiten vorfänden. Ein letztes Hindernis, erst kürzlich aufgetreten, betraf eine Befreiung von der festgesetzten Nutzungsgrenze (die aktuell noch durch das östliche Gebäude verlief) und war im Gremium dann nur noch Formsache.
Helga Manderscheid