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Gemeinderatssitzung vom 23.1.2014

Lilly hieß die Hauptperson in der jüngsten Gemeinderatssitzung und sie verdrängte gleich zu Beginn alle anderen Themen auf die nachfolgenden Plätze. Dass die Seniorenresidenz „Am Markgrafenpark“ in Hohenstadt nun endlich an den Start gehen kann und wie ihre letztendliche Gestaltung aussieht, erläuterte Projektentwickler Walter Maisel von Wohn- und Gewerbebau Maisel dem Gremium (separater Bericht).

Die jüngste Zuhörerin, die es jemals in einer Pommelsbrunner Gemeinderatssitzung gegeben hat, verschlief ganz ruhig ihren Auftritt. Lilly, Töchterchen von Bianca und Dominik Hutzler aus Pommelsbrunn, war persönlich gekommen, um den ab 2014 vom Finanzausschuss beschlossenen „Windel-Zuschuss“ in Höhe von € 100 für jedes Neugeborene abzuholen, dazu ein flauschiges Badetuch mit Gemeindewappen. Bei einem Zuwachs von 50 Prozent bei den Geburten hatte nämlich Bürgermeister Jörg Fritsch vorgeschlagen, dies auch künftig seitens der Gemeinde zu honorieren, wozu der Ausschuss gerne seine Zustimmung gab.

Wesentlich nüchterner ging es in der Sitzung weiter. Zur 18. Änderung des Regionalplans Industrieregion Mittelfranken bezüglich Windkraft wurde dem Gremium eine längere Stellungnahme im Rahmen des Beteiligungsverfahrens verlesen, aus welcher hervorging, dass die Gemeinde hinsichtlich der Neuaufnahme der Vorbehaltsgebiete für Hersbruck (WK 83) und Reichenschwand (WK 84) wegen der Beeinträchtigung der Naherholungs- und Urlaubsregion und des Naturparks Fränkische Schweiz und Veldensteiner Forst Bedenken anmeldet. Die Mehrheit der Rätinnen und Räte schloss sich mit einer Gegenstimme der Stellungnahme an.

Nachdem Ende 2014 der mit der N-Ergie abgeschlossene Stromlieferungsvertrag der Gemeinde ausläuft, kann diese entweder selbst ein Angebot einholen oder sich an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages für den kommunalen Strombezug beteiligen. Nachdem die Ergebnisse einer solchen Bündelausschreibung 2013 in den südlichen Teilen Bayerns bereits durch die Erzielung niedriger Strompreise sehr erfolgreich waren und der Dienstleistungsvertrag mit dem Kooperationspartner des Gemeindetages, der Kubus GmbH, bis 31.12.2013 unterzeichnet werden musste, hat der Bürgermeister gem. § 37 Abs. 3 (unaufschiebbares Geschäft) diesen Vertrag bereits unterzeichnet. Der Gemeinderat genehmigte nachträglich einstimmig den Abschluss.

Mit den Worten „Ihr habt das gut gemacht in den letzten sechs Jahren“ und einer längeren Würdigung widmete sich das Gemeindeoberhaupt den Leistungen der beiden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Guntersrieth. Dies fanden offensichtlich auch die FFW-Kameraden, denn sowohl Markus Ertel als auch Christian Schmidt wurden als 1. und 2. Kommandant für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Das Ratsgremium bestätigte einstimmig die Wahl.

Die beiden Feuerwehren der Gemeindeteile Guntersrieth und Heldmannsberg rücken enger zusammen, und zwar mit einem freiwilligen Zusammenschluss beider Löschgruppen. Die Entscheidung fiel bei einem Gespräch der Feuerwehr-Kameraden unter Teilnahme von Kreisbrandrat Norbert Thiel, Kreisbrandinspektor Holger Herrmann und Bürgermeister Jörg Fritsch. Als Ansprechpartner für die FFW Heldmannsberg wurden Norbert Maul und Sebastian Ambos als 1. und 2. Löschgruppenführer bestimmt. Gemeinderat Herbert Brunner bemängelte, dass der federführende Kommandant der gemeindlichen Feuerwehren nicht hinzugezogen wurde, welchen Einwand Fritsch dahingehend beschied, dass dieser zu dem Vorgang nichts hätte beitragen können und er, Fritsch, selbst nur als Moderator fungiert habe. Das Gremium billigte einstimmig den Zusammenschluss, während Gemeinderat Winfried Mergenthaler seine Freude über den Abschluss dieses „nicht ganz einfachen Prozesses“ ausdrückte.

Fritsch informierte anschließend darüber, dass die Bauarbeiten an der Turnhalle Hartmannshof begonnen hätten und sprach die Situation an der Mittelschule Hartmannshof an. Man wisse um den Zustand des Gebäudes und die sinkenden Schülerzahlen und wolle daher Gespräche mit Hersbruck führen. Es sei dies wohl der sinnvollste Weg, um das Beste zu erreichen. Die Fremdwasserbeseitigung in Hartmannshof im Bereich des Högenbaches auf der linken Seite war erfolgreich. Bei der Breitbandversorgung wolle man intensiv die Fördermöglichkeiten prüfen und nutzen. Der über Jahre erarbeitete Flächennutzungsplan ist mit Ausnahme zweier Teilflächen genehmigt worden. Ferner habe die Gaststätte „Zum Alten Bahnhof“ in Hartmannshof seit 9. Januar mit einem „Italiener“ wieder ihre Pforten geöffnet.

Gemeinderat Hermann Kraus sprach zum Schluss noch eine Grundstückssituation in Guntersrieth an. Dort sei eine Streuobstwiese als Ausgleichsfläche ausgewiesen, von der ein Stück nun verkauft worden sei. Gleichzeitig liege ein Teil der dort befindlichen Straße nicht auf gemeindlichem Grund, so dass er der Verwaltung vorschlage, diese Flächen abzulösen.
Helga Manderscheid

Bild: Das Ehepaar Bianca und Dominik Hutzler mit der kleinen Lilly und Bürgermeister Jörg Fritsch (mit Badetuch)