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Gemeinderatssitzung vom 26.9.2013

„Erlebte Geschichte“, ein Audioguide-Projekt, im Gemeinderat in der jüngsten Sitzung durch den Historiker Robert Giersch vorgestellt, wurde vom Gremium einhellig begrüßt. Gleichzeitig konnte der Neuerlass einer Satzung im Feuerwehr-Bereich schnell beschlossen werden.

Wie Bürgermeister Jörg Fritsch eingangs erläuterte, handele es sich bei der „Erlebten Geschichte“ um ein schon seit fünf Jahren geplantes, sehr aufwändiges Kooperationsprojekt mit umliegenden Landkreisen. Auch die Gemeinde Pommelsbrunn habe sich diesem angeschlossen und freue sich über eine „hochprozentige Förderung“, in welche bereits die Netzsicherung an der Burgruine Lichtenstein (wir berichteten) einbezogen werden konnte. Mit mobilen Mini-i-pads könne der Besucher auf eigene Faust archäologische Wanderungen um die Ruine Lichtenstein und den Hochberg Mittelburg durchführen und dabei Informationen abrufen. Ausgabestellen sollen der Gasthof Vogel in Pommelsbrunn und das Urzeitmuseum in Hartmannshof sein und man hoffe auf große Akzeptanz bei diesem Angebot, mit welchem die Gemeinde Pommelsbrunn als erste an die Öffentlichkeit gehe. Bereits im Herbst solle diese „touristische Bereicherung“ starten. Man könne beispielsweise die Geräte in Hartmannshof abholen, über den Hochberg nach Pommelsbrunn wandern, sie dort im Gasthof Vogel abgeben und anschließend in die S-Bahn steigen.

Wie man mit Hilfe einer multimedialen Führung den Besuchern Geschichte näherbringen kann, erläuterte anschließend Giersch am Beispiel von Burg Hohenstein. Da hätten sich auch andere Gemeinden im Besitz von Burgen angesprochen gefühlt, zumal man landkreisübergreifend eine hohe Förderung von 60 Prozent, auch für Baumaßnahmen, erhalte. Insgesamt seien nun sieben Burgen in drei „Leader-Regionen“ beteiligt. Nachdem es sich bei der Burgruine Lichtenstein nicht um eine so bedeutende Anlage handele, habe man auch Denkmäler im Umkreis einbezogen, wie den Hochberg Mittelburg, die Houbirg, die Kapellenruine Arzlohe, den Burgstall „Altes Haus“ und weitere. Übrigens könne man die Informationen beim Spaziergang durch die Jahrhunderte nicht nur lesen, sondern auch anhören. Der Historiker kam gleichzeitig auf das Prozedere beim Verleih der zehn Geräte zu sprechen. Der Arbeitsaufwand sei ein erheblicher gewesen, das Projekt habe die Gemeinde rund 15.000 Euro gekostet. Und weil auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt werden solle, seien zusätzlich Details zu Gasthäusern erwähnt. Die anschließende Diskussion ging um auftretende Reparaturen, die Möglichkeit einer „App“ samt Urheberrechten an Bildern und eine Schutzgebühr für den Verleih, wobei man sich auf fünf Euro einigte.

Wie Kämmerer Bernd Bogner erläuterte, müsse die Kostensatzung für Feuerwehreinsätze modifiziert werden. Die alte Satzung, am Muster des Bayerischen Gemeindetags orientiert, reiche nicht mehr aus, nachdem nicht nur Geräte, sondern auch Arbeitseinsätze teurer wurden. Mit den umliegenden Gemeinden bestehe Einigkeit, man habe sich als Basis an der Satzung der Stadt Hersbruck sowie erneut an jener des Gemeindetags orientiert. Die Satzung gilt ab 1. Oktober, Fehlalarme sollen, je nach vorliegendem Fall, pauschal abgerechnet werden, und zwar mit 280 Euro je Alarm; grob fahrlässiger Alarm kostet dagegen 500 Euro.

Die Rückfragen der Räte betrafen begleitende Arbeiten des Bauhofs (welche per gesondertem Bescheid der Gemeinde ebenfalls in Rechnung gestellt werden), den Beginn der Berechnung bei Fehlalarmen (ein „Schuss“ soll frei sein) und die Möglichkeiten für den Bürger, letztere versicherungstechnisch abzudecken. Wie Bogner betonte, handele es sich auch um eine „erzieherische Maßnahme“. Fehlerhafte Brandmeldeanlagen müssten eben rechtzeitig repariert werden.

Beim Thema „Infos und Anfragen“ widmete sich der Bürgermeister nochmals der Ehrung von Erwin Bleisteiner mit der Staatsmedaille in Bronze (wir berichteten) und übergab diesem zum Dank einen Thermen-Gutschein. Die Kinderkrippe „Am Lichtenstein“ sei rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr fertig geworden. Allerdings gab es auch Ärgerliches zu berichten. Der geplante Radwegebau, als Lückenschluss von Hohenstadt-West bis zum Bahnübergang Richtung Hersbruck gedacht, sei bei den Grundstücksverhandlungen an der Weigerung einiger Grundstücksbesitzer gescheitert, die einen schmalen Streifen – trotz angemessener Entschädigung - nicht abtreten wollen. Dabei wäre die Maßnahme zu einhundert Prozent vom Landkreis finanziert worden. „Doppelt bedauerlich“ kommentierte Fritsch das Scheitern der Verhandlungen. Der Gemeinderat bedauerte ebenfalls ausdrücklich diese negative Entwicklung, dankte aber gleichzeitig der Mehrheit der Grundstücksbesitzer, die Kooperationsbereitschaft gezeigt hätten.
Helga Manderscheid