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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 18.10.2012

Zum Feuerwehrhaus-Neubau in Hartmannshof erfolgte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ein Sachstandsbericht durch Kommandant Thorsten Brunner. Die 2013 im Rahmen der Städtebauförderung in Pommelsbrunn geplanten gemeindlichen Vorhaben wurden nochmals erörtert, während ein Antrag der FW-Fraktion Anlass zur Diskussion gab.

„Das Feuerwehrhaus Hartmannshof ist optisch gelungen“ freute sich Bürgermeister Jörg Fritsch und bedankte sich gleichzeitig bei Kommandant und Vorsitzendem Harald Ringer für die große Eigenleistung. Angesichts der Gesamtinvestition von 700.000 € betonte der Rathauschef, dass die Gemeinde großen Wert auf gute feuerwehrtechnische Ausstattung lege und bei neun Feuerwehren mit bester Ausrüstung auf dem Stand der Zeit sei. Man habe in den letzten sechs Jahren insgesamt 1,3 Mio. € an Investitionen getätigt. Anschließend zeigte Brunner Fotos vom Neubau ab erstem Spatenstich am 24. April. Das Gebäude aus vorgefertigten Teilen sei binnen von zweieinhalb Tagen aufgebaut worden. Ende Juni konnte mit der Eigenleistung der Feuerwehrleute bei Decken-Isolierung, Lattung, Beplankung der Wände sowie Hand- und Spanndiensten beim Strom begonnen werden, wobei bis jetzt rund 1200 Stunden zusammenkamen. Auch der Hof wird noch in Eigenleistung gepflastert.

Anschließend zeigte Dieter Blase vom Topos Team die ab Frühjahr 2013 bei der Städtebauförderung anstehenden Vorhaben und führte Details für den 2. Bauabschnitt Heuchlinger Straße mit einem Finanzvolumen von 166.000 € (private Investitionen inklusive), den Erschließungsweg zur S-Bahn am Gasthof Vogel und die neue Bushaltestelle an der B14 gegenüber der Post vor. Fritsch ergänzte, dass man sehr kooperative Gespräche mit der Raiffeisenbank geführt habe, welche sich an den Investitionen des 2. Bauabschnitts beteiligen werde. Die Gemeinde wolle das kleine Häuschen am Eingang zum Friedhof, das Blase als „schönen Raumabschluss für den Platz“ bezeichnete, kaufen und „städtebaulich aufbereiten“. Der Dachboden desselben sei über eine Treppe nutzbar, die Substanz ganz gut und sowohl Erwerb wie Sanierung voll förderfähig. Auch für das Schulbus-Wartehäuschen soll eine gute Lösung gefunden werden. Die anschließende Diskussion von Klaus Göttler (FW) und Manfred Loos (SPD) ging um die angedachte Zahl von Parkplätzen entlang der Heuchlinger Straße.
Beim neuen Bushäuschen an der B14 monierte Hermann Kraus (FW), dass die angesetzte Bausumme gegenüber früheren Schätzungen höher ausfalle, was Blase damit erklärte, dass die Gesamtfläche vergrößert sowie eine zusätzliche Stützmauer vorgesehen wurde. Ferner sei ein Fußweg in Richtung Bahn-Unterführung vorgesehen, das Bushäuschen werde in Glasbauweise erstellt. Beim Fußweg zur S-Bahn am Gasthof Vogel wird es Fahrradständer zur Nutzung durch Bahnreisende und Gäste geben. Eine Nachfrage von Renate Scharrer (SPD) beantwortete Blase dahingehend, dass der rot umrandete Bereich (siehe abgebildeter Plan) auf die Gemeinde entfalle, der Rest auf Gastwirt Uli Vogel.

Eine längere Diskussion entfachte ein Antrag der FW-Fraktion auf Anberaumung eines Ortstermins bei der Mittelschule Hartmannshof, für welche – laut Fritsch – die verantwortlichen Regierungsvertreter schon mündlich staatliche Zuschüsse zur Sanierung der Turnhalle zugesagt hätten. Hermann Kraus (FW) erläuterte den Informationsbedarf seiner Fraktion angesichts sinkender Schülerzahlen, während der Bürgermeister auf eine bevorstehende Sitzung des zuständigen Ausschusses verwies, für die derzeit Fakten eruiert würden. Klaus Göttler (FW) unterstützte seinen Fraktionskollegen, während Kurt Tausendpfund (CSU) auch erst Zahlen sehen wollte und „keine Entscheidungshoheit“ beim Pommelsbrunner Gemeinderat sah, nachdem man mit den Weigendorfern in einem Schulverband sei. Die Meinungen blieben geteilt. Renate Scharrer (SPD) wies dem Problem eine schon seit den 90iger Jahren schwelende Brisanz zu und hinterfragte das Ausmaß einer Sanierung (Turnhalle, Grundschulbereich oder Mittelschule). Was der technische Leiter der Gemeinde, Erwin Bleisteiner, zur Aufklärung beisteuerte, nämlich den ungefähren sanierungswürdigen Umfang, war nicht aufmunternd, ebenso der Verweis auf eine sehr hohe, hierfür benötigte Summe. Weiterhin gegen eine Besichtigung sprachen sich Manfred Loos (SPD), sein Fraktionskollege Klaus Haas und Willi Deuerlein (CSU) aus, während Christine Linhardt (Grüne) dem Antrag eher zustimmen wollte und auf die Kinder zu sprechen kam, die seit Jahren „mit Jacken in der Schule sitzen, weil es zieht“. Auch Winfried Mergenthaler (SPD) wollte „keinen Totenschein, bevor eine Leiche da ist“ und war dafür, bis zuletzt um den Erhalt der Schule zu kämpfen. Letztendlich wurde der Antrag mit 10 gegen 8 Stimmen angenommen.

Zur Senioren-Wohnanlage beim PEZ Hohenstadt hat im Kreistag eine Sitzung des Umweltausschusses stattgefunden, bei der – laut Fritsch – „viel Überzeugungsarbeit“ nötig war, doch konnte mit Unterstützung von Kreisrat und Altbürgermeister Werner Oberleiter dem Gremium erfolgreich die „Sinnhaftigkeit dieser Anlage angesichts des demografischen Wandels“ vor Augen geführt werden. Das Thema wurde dann mit großer Mehrheit verabschiedet, muss allerdings jetzt noch ins Plenum. Die „Asylbewerber-Thematik“ zieht auch in der Großgemeinde ihre Kreise, nachdem 19 Asylbewerber im Gemeindeteil Hubmersberg Aufnahme finden sollen und unter den Rätinnen und Räten sofort eine Diskussion über den Sinn einer so abgelegenen Unterbringung entstand. Fritsch möchte wegen dieser „Isolierung“ bei den zuständigen Behörden Bedenken anmelden.
Helga Manderscheid

Bild: (Bild von Topos Team) Entwurf Weg zur S-Bahn am Gasthof Uli Vogel