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Gemeinderatssitzung vom 19.7.2012

Die Themen „Betreutes Wohnen/ Seniorenhaus“ und „Windkraft in den Nachbargemeinden“ sowie eine Rückschau auf die Veranstaltungen zur 700-Jahr-Feier bildeten Schwerpunkte in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Erich Brunner aus Hegendorf wurde als neuer Feldgeschworener der Gemeinde vereidigt.

Im Pegnitztal-Einkaufszentrum (PEZ) bekommt das bereits vorgestellte Projekt „Betreutes Wohnen“ der Firma Maisel vielleicht „Zuwachs“. Wie Bürgermeister Jörg Fritsch erläuterte, könne daneben auch ein Seniorenhaus in „Co-Funktion“ mit dem AWO-Seniorenheim Pommelsbrunn entstehen. „Eine tolle Abrundung für das PEZ“ wäre dies, freute sich Fritsch, wobei jedoch erneut eine Herausnahme aus dem dort ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet zu beantragen sei. Zusätzlich solle eine Parkanlage eingerichtet werden, genau passend zur Adresse „Am Markgrafenpark“.

Walter Maisel von Wohn- und Gewerbebau Maisel hatte Details und ein vorläufiges Konzept in die Sitzung mitgebracht. Für die quer durch das Gebiet verlaufende Hochspannungsleitung sei eine Umleitung geplant. Im parkähnlichen Gelände sollen sich einmal ein kleiner See mit Rundweg befinden, ferner Bäume, Sträucher und eine Streuobstwiese. Das AWO-Seniorenhaus würde aus vier einzelnen Häusern in eineinhalbgeschossiger Bauweise bestehen. In jedem Haus könnten 10 bis 12 Personen in Einzelzimmern und dennoch in Gemeinschaft leben; ein separater Eingangsbereich steht zur Verfügung. Die Gesamtbelegung würde sich auf rund 50 Einwohner beziffern.

Zum Projekt „Betreutes Wohnen“ führte Maisel aus, dass die Nachfrage sehr gut sei und die reservierten Wohnungen (50-90 Quadratmeter) einzeln verkauft werden. Hier wolle die Diakonie „einsteigen“ und die Betreuung übernehmen. Beide Einheiten fungieren im Übrigen völlig getrennt voneinander, ergänzen sich aber in ihrem Angebot perfekt. So ergäben sich ideale Kombinationen für Ehepaare, welche in ihrer Pflegebedürftigkeit unterschiedliche Ansprüche stellen. Er sehe diese doppelte Einrichtung, welche 60 neue Arbeitsplätze schaffe, aber im Dorf nicht unterzubringen sei, als „Vorzeigeprojekt für das Nürnberger Land“, was Fritsch dahingehend ergänzte, dass bereits ein positives Vorgespräch mit dem Landrat geführt wurde. Übrigens handelt es sich um rund 15.000 Quadratmeter, davon rund 2.000 für das Seniorenhaus, der Rest für den Park.

Die anschließende Diskussion der Ratsmitglieder drehte sich um den Zeitplan der Bauten (Klaus Göttler/FW), die betroffenen Flurnummern sowie den Immissionsschutz (Hermann Kraus/FW), den Antrag auf Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet (Kurt Tausendpfund/CSU) sowie die Größe der herauszunehmenden Fläche bzw. Ausgleichsflächen (Renate Scharrer/SPD), Wasserschutz (Christine Linhardt/Grüne) und Retentionsflächen (Winfried Mergenthaler/SPD). Letzterer begrüßte ausdrücklich das Projekt und meinte, in diesem Fall hätten die Herausforderungen des demografischen Wandels Vorrang vor dem Naturschutz, während Klaus Haas/SPD auf einer Verwendung des Areals nur für Kliniken oder Seniorenheime bestand.

Maisel rechnete vor, dass für beide Anlagen ein Bezug im Jahr 2014 möglich sei, wies beim Thema „Wasserschutz“ auf den Gelände-Höhenunterschied von zwei Metern hin und stellte für den Lärmschutz einen Wall mit Gabionen-Wand in Aussicht. Die Abstimmung ergab ein einstimmiges Ergebnis, ebenso wie jene zur Ausnahmegenehmigung gemäß § 78 WHG, nachdem der zuständige Planungsfachmann nach genauer Prüfung keinen sinnvollen alternativen Standort finden konnte.

Derzeit in aller Munde: Windkraftanlagen. Die Stadt Hersbruck hat die Gemeinde Pommelsbrunn mit Schreiben vom 14. Juni über ihre Planung im Rahmen des Regionalplans Industrieregion Mittelfranken informiert und sich dabei für ein Vorranggebiet im Bereich nordöstlich von Großviehberg entschieden, analog zu einem gleichen Gebiet der Gemeinde Reichenschwand im Bereich Hansgörgl. Man bat die Pommelsbrunner um Unterstützung der Vorhaben. Insgesamt soll es sich um drei Windräder handeln, die Aufteilung auf die beiden Gebiete ist noch nicht festgelegt. Dies irritierte Karin Pollmer/SPD. Warum eine Aufteilung? Warum nicht alle Windräder am gleichen Standort? Fritsch und Kurt Tausendpfund/CSU sahen dies genauso. Es ging ferner um den genauen Standort und die Größenordnung (Winfried Mergenthaler/SPD und Herbert Bauer/FW), den allgemein zu vermeidenden Wildwuchs von Windrädern (Reinhard Weih/CSU und Klaus Haas/SPD) sowie eine Signalwirkung und ihre Folgen (Marcus Flemming/FW). Der einstimmige Beschluss lief darauf hinaus, dass man prinzipiell regenerativen Energieformen und dem Anliegen der Stadt Hersbruck bzw. der Gemeinde Reichenschwand aufgeschlossen gegenüber stehe, zum jetzigen Zeitpunkt aber noch genauere Details der Fachleute des Planungsverbands abwarten wolle.

In Anwesenheit des stellvertretenden Obmanns der acht aktiven Feldgeschworenen der Gemeinde, Andreas Roth, wurde Erich Brunner aus Hegendorf als weiterer Feldgeschworener vereidigt. Ferner dankte der Bürgermeister all jenen, die bei der 700-Jahr-Feier die verschiedenen Feste ermöglicht haben und verlas einen Brief der Partnergemeinde Mildenau. Die nächsten Maßnahmen bei der Städtebauförderung werden die Heuchlinger Straße vom Dorfplatz bis Abzweigung Lindenstraße betreffen, ferner die Bushaltestelle an der B 14 (gegenüber Post) und den Durchgang beim Gasthof Vogel. Der Bau des Feuerwehrhauses Hartmannshof läuft reibungslos, die Photovoltaik-Anlage konnte rechtzeitig zur Erlangung der maximalen Förderung installiert werden. Die Feuerwehr Stallbaum beantragte eine Erweiterung ihres Gebäudes und möchte dabei die Bushaltestelle einbinden. Gemeinderat Klaus Haas stellte als Stallbaumer Ortssprecher die Maßnahme vor, welche viel Eigenleistung der „Feuerwehrler“ beinhalten soll. Für die Sanierungsarbeiten an der Knorr-Rosenroth-Schule in Hartmannshof (Turnhalle und Außensportanlage) stellte die Regierung Zuschüsse in Aussicht. Karin Pollmer/SPD möchte die Bauhof-Öffnungszeiten auf jeden Samstag ausdehnen und sprach die Einrichtung eines Friedwaldes in der Gemeinde an.
Helga Manderscheid