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Neue Planung am Dorfplatz - Zusammenkunft im Gemeinschaftshaus

Noch friert es draußen Stein und Bein, da werden schon die Planungen für die weitere Gestaltung des Dorfplatzes mit viel Elan weiterverfolgt. Schließlich will die Gemeindeverwaltung bis zu den Jubiläums-Feierlichkeiten am 20. Mai soweit fertig sein, dass auch die Umgebung des neuen Dorfplatzes mit Gemeinschaftshaus ein ansehnliches Bild bietet.

Wobei allerdings auch die evangelische Kirche noch ihre Zustimmung zu einer Maßnahme geben muss, weil ihr ein – wenn auch kleiner – Teil des künftigen Verlaufs der Friedhofsauffahrt gehört. Zur Begutachtung der Planung und Auslotung aller Möglichkeiten traf man sich nun im neuen Gemeinschaftshaus am Dorfplatz. Neben Bürgermeister Jörg Fritsch, Geschäftsleiter Bernd Bogner, Pfarrer Steffen Weeske und Dipl. Ing. Denis Holdinghausen von der evangelisch-lutherischen Landeskirchenstelle Ansbach saßen auch der technische Leiter der Gemeinde, Erwin Bleisteiner, Planer Dieter Blase vom Topos Team mit zwei Mitarbeiterinnen sowie vom Kirchenvorstand Vertrauensmann Günther Horn, Hans Bauer und Evi Herger um den großen Tisch.
Wie Bürgermeister Jörg Fritsch ausführte, wolle die Gemeinde das inzwischen erworbene, mit einem Jägerzaun eingezäunte Teilstück komplett neu gestalten und gerne dabei den Anteil des kirchengemeindlichen Grundstücks mit einbeziehen, um alles „aus einem Guss zu machen“, was auch die Regierung unterstütze. Die Maßnahmen (ca. € 50 000), welche in den öffentlichen Bereich fallen, seien mit 60% förderfähig, während die Kirche für ihren Bereich 30% aus dem kommunalen Förderprogramm erwarten könne. Der Kirchenvorstand, dem die Maßnahme bereits durch Bürgermeister und Planer vorgestellt wurde, habe sich aufgeschlossen gezeigt.
Holdinghausen, der die Kirchengemeinden im Auftrag seiner Aufsichtsbehörde berät, bat Planer Dieter Blase um Details. Dieser führte nochmals die Besitzverhältnisse aus und stellte die Planung vor. Die Natursteinmauer bei der Raiffeisenbank werde neu terrassiert und eine Art Naturbühne geschaffen. Darüber hinaus brauche man ein Angebot an Stellplätzen; es sei bei der favorisierten Ausbauvariante Nr. 3 an drei Plätze auf dem jetzigen Gartengrundstück gedacht, wobei man jedoch einen Teil des kirchlichen Grundstücks einbeziehen würde. Dabei würde man das Gelände durchgehend angleichen, die alte Sandsteinmauer sei nicht mehr nötig.
Allerdings wisse man nicht, wie die angrenzende, unter Denkmalschutz stehende Kirchhofmauer fundamentiert sei. Hier müsse man mit den Leuten vom Denkmalschutz zusammenarbeiten. Holdinghausen schlug vor, die Gründung durch einen schmalen „Tunnel“ zu erforschen. Bei einer Absenkung des Geländes müsse man dieses mit einer Mauer, am besten aus Natursteinen, wieder befestigen.
Pfarrer Weeske plagten grundsätzliche Bedenken wegen der Finanzierung. „Die Kirchengemeinde hat heftig zu kämpfen, ich muss Planungssicherheit haben wegen der Pfarrhaus-Rücklagen“ meinte er. Die für die Kirche projektierten € 14.000 könnten schnell überschritten werden. Außerdem brauche er die Genehmigung und finanzielle Beteiligung der Landeskirchenstelle. Dagegen zeigte sich Holdinghausen optimistisch. Man könne sich der Maßnahme nicht verschließen und irgendwann müsse der Bereich „sowie gemacht werden“. Erwin Bleisteiner schlug eine pragmatische Lösung vor: Ein schmales Stück auf dem oberen Teil (Gemeinde) „aufzumachen“, unter Einbeziehung der Denkmalbehörde. Die Diskussion wandte sich der Möglichkeit eines Verkaufs des Kirchenteils, einer Grunddienstbarkeit oder einer Duldung zu. Weeske schlug eine Beschränkung auf zwei Parkplätze vor, ferner diskutierte man generell die Schwierigkeit des Ein- und Ausparkens an dieser Stelle. Fritsch bekräftigte, dass man eine Vereinbarung schließen müsse und gab zu bedenken, dass die Gemeinde ja auch auf ihre Kosten den betroffenen Streifen des Kirchengrundstücks mit pflastern würde. Auch die Variante Nr. 2 (lediglich Entfernung des Sandsteinblocks und Quermauer zum oberen Bereich) kam als kleinere Lösung zur Sprache. Abschließend einigte man sich darauf, die Bäume und Büsche komplett zu entfernen und ein schmales Stück vorsichtig zu öffnen, um dann mit Ingenieurbüro, Statiker sowie Denkmalschutz eine gemeinsame Vorgehensweise zu finden.
Helga Manderscheid

Bild: die Auffahrt zum Friedhof Pommelsbrunn mit der alten Kirchhofmauer