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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 20.10.2011

Die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm nehmen im Ortsteil Pommelsbrunn der Großgemeinde langsam Fahrt auf, weshalb die diesbezüglichen Beratungen der Gemeinderäte immer größeren Raum beanspruchen. So auch in der jüngsten Sitzung, die durchweg einstimmige Ergebnisse brachte.

Wie Bürgermeister Jörg Fritsch informierte, werde das Gemeinschaftshaus in Kürze fertiggestellt sein. „Eine diffizile Angelegenheit“ meinte er im Hinblick auf die Nachbesserungen, die an Fassade und am Übergang zum Heimatmuseum nötig waren. Der Heimat- und Museumsverein könne bereits über den oberen großen Raum im neuen Gebäude verfügen. Im alten Museumsgebäude seien noch einige Arbeiten fällig, so werde zum Beispiel die Holztreppe abgeschliffen und mit feuerfester Farbe versehen.

Die anwesenden Architekten von Topos Team, Dieter Blase und Helmut Kündinger, ergänzten die Ausführungen des Bürgermeisters. Nachdem der Dorfplatz aber nur ein Teil des Sanierungsgebiets „Ortskern Pommelsbrunn“ ist, widmeten sie sich insbesondere den Gestaltungsrichtlinien für dieses Gebiet. Diese seien Grundlage für die Beurteilung von Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Bürger, ihre Einhaltung zwingende Voraussetzung für die Zuschussfähigkeit von Maßnahmen im Rahmen des „Kommunalen Förderprogramms“.
„Ich glaube nicht, dass sich jemand hier Geld entgehen lassen möchte“, meinte Fritsch und verwies darauf, dass die Richtlinien von Bauwilligen im Rathaus eingesehen werden können. Auch hätte schon eine „Handvoll von Interessenten“ im Rathaus vorgesprochen. Nach kurzer Diskussion gaben die Räte ihre Zustimmung.
Was die Bürger vor allem interessiert, sind die Fördergelder, welche Blase vorstellte. Bei kommunalen Förderprogrammen könnten pauschal bis zu 30 Prozent der Kosten als förderfähig anerkannt werden, dies sei pro Anwesen jedoch auf maximal 10.000 € begrenzt. Davon trägt 40 Prozent die Gemeinde, den Rest steuert die Regierung dazu. Und was kann gefördert werden? Vor allem die „Außenhaut“ des Gebäudes, Fassaden, Dächer, Fenster, Türen, Hoftore, Treppen sowie besondere Gebäudedetails, aber auch nach einer energetischen Sanierung der Fassade die nachfolgende Wiederherstellung der Oberfläche. Dabei würden nur „gestalterische Mehraufwendungen“ gefördert, nicht jedoch die reinen Instandhaltungskosten. Mit dem „Mehraufwand“ sind zum Beispiel handwerklich gestaltete Fensterbleche oder historisch nachgebildete Simse und ähnliches gemeint. Eigenleistungen würden nur in besonderen Fällen gefördert. Bei allem müssten der Bewerber oder seine Baufirma sich immer an die Richtlinien halten. Begonnen werde in 2012.

Zur Vorgehensweise erklärten die beiden Architekten, dass sich der Bewerber bei der Gemeinde melden müsse. Im Rahmen von weiterer Beratung, Angebotseinholung und Prüfung erfolge dann ein Bewilligungsbescheid. Ansprechpartner sei immer nur die Gemeinde, welche die Bürger im Sanierungsgebiet nochmals separat informieren wird. Allerdings müsse darauf hingewiesen werden, dass die Gemeinde pro Jahr nur einen festen Betrag zur Verfügung stelle. Sei dieser ausgeschöpft, bekomme der Bürger seinen Zuschuss erst im kommenden Jahr. Obwohl der Bewerber frei sei in der Wahl seines Handwerkers, erfolge die Förderung grundsätzlich auf Basis des günstigsten Angebots; ein Rechtsanspruch bestehe nicht und anderweitige Förderungen seien damit auch vom Tisch. Zur Dauer der Maßnahme befragt, gaben die Fachleute einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren an, der bei Bedarf sicher verlängert werden könne. Auch hier wurde nur kurz diskutiert, bevor die Räte einstimmig für das Förderprogramm votierten.
Für das kommende Jahr sind seitens der Gemeinde folgende Maßnahmen eingeplant: die Bushaltestelle auf dem Grünstreifen gegenüber der Post, dort, wo sich derzeit der CSU-Schaukasten befindet; die „Zuwegung“ zum Bahndurchlass beim Gasthof Vogel; die Verschönerung des östlichen Ortseingangs und die Außengestaltung des Dorfplatzes inklusive Laurentiusgasse. Bei letzterem Vorhaben wird sich die Raiffeisenbank anschließen (rollstuhlgerechter Aufgang) und mit der Gemeinde eine gemeinsame Lösung anstreben; man peile den 15. Mai als Fertigstellungstermin an.
Zum Dorfplatz fügte Kündinger noch hinzu, dass das Museum „trockengelegt“ werde und zwar mittels eines Spezialverfahrens. Im Kellergewölbe desselben werde eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Vereinsutensilien vorgesehen.
Der Abschluss einer neuen Zweckvereinbarung zwischen den Gemeinden Pommelsbrunn, Weigendorf, Henfenfeld, Happurg und der Stadt Hersbruck über die Einleitung der Abwässer in die Kläranlage der Stadt Hersbruck, welche Kämmerer Bernd Bogner ausführlich erläuterte, wurde ebenfalls nach einigen Rückfragen einstimmig genehmigt. „Summa summarum“ habe man mit der Überleitung der Abwässer nach Hersbruck für die Bürgerschaft das beste Ergebnis erreicht, so Fritsch zum Schluss.
Helga Manderscheid

Bild: Der Grünstreifen neben dem Behaim-Haus, gegenüber der Post, wird Standort der neuen Bushaltestelle