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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 15.9.2011

Vorwiegend um Pläne ging es in der jüngsten Sitzung der Pommelsbrunner Räte. In Hohenstadt stand die zweite Änderung des Bebauungsplanes Nr. 6 Gewerbegebiet an. Eine besonders zukunftsweisende Maßnahme war die Aufstellung bzw. Anpassung des Flächennutzungsplans für die Großgemeinde.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte Projektentwickler Walter Maisel dem Rat das neue Bauvorhaben „Seniorenwohnen Am Markgrafenpark“ vorgestellt. Mit damaligem Beschluss wurde auch das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Hohenstadt“ eingeleitet, öffentlich ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme aufgefordert. Unter Assistenz von Guido Bauernschmitt von Team 4 befasste man sich nunmehr mit deren Anregungen und Kritik.
Die Regierung von Mittelfranken hatte zwar einige Bedenken, wollte diese aber zurückstellen, wenn die Fachstellen für Naturschutz, Wasserrecht und Immissionsschutz keine Einwendungen erheben. Gleichzeitig wies sie allerdings darauf hin, dass nach Realisierung dieses Vorhabens aus landesplanerischer Sicht keine weitere bauliche Expansion außerhalb der als Gewerbe- oder Sondergebiet festgesetzten Bereiche dieses Bebauungsplans sowie im regionalen Grünzug mehr möglich sei. Das Landratsamt Nürnberger Land sah umfangreiche Probleme beim gewerblichen Schallschutz. Hierfür wird ein Gutachten erstellt. Von der Naturschutzbehörde kam eine Ablehnung wegen der Bedeutung der Talaue als Verbindungsstruktur naturschutzgebietswürdiger Biotopkomplexe. Für die Gemeinde sind jedoch in allen Belangen wegen des demografischen Wandels die dringend benötigten Wohngelegenheiten vorrangig. Nachdem sich die geplante Änderung des Bebauungsplanes laut Landratsamt im Überschwemmungsgebiet der Pegnitz befindet, muss von der Gemeinde ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung eingereicht werden; zusätzlich müssen bestimmte Kriterien erfüllt und ein Ausgleich hergestellt werden. Hierzu ist ein hydraulisches Gutachten erforderlich, auf welches auch das Wasserwirtschaftsamt zu sprechen kam. Die Gemeinde informierte hierzu, dass das Bauvorhaben hochwasserangepasst errichtet werde. Von den anderen Behörden bzw. Dienstleistern wie N-ERGIE und Telekom kamen keine gravierenden Einwendungen; der Bund Naturschutz ließ erkennen, dass er nach wie vor kein Freund des Gewerbegebiets ist. Mit einstimmigem Beschluss betonten die Räte dann nach kurzer Diskussion nochmals die vorrangige Wichtigkeit des Bauvorhabens, wobei die mit der Änderung des Bebauungsplanes zusammenhängenden Kosten, insbesondere die der Gutachten, vom Vorhabensträger übernommen werden müssen.
Die im Gremium mit Hilfe von Bauernschmitt gut vorbereitete Abhandlung des Entwurfs für den neuen Flächennutzungsplan gestaltete sich kurz. Pommelsbrunn sieht eine Fläche für ein Naturbad östlich der Weidenmühle vor und will den Lückenschluss in der Bebauung Richtung Grundschule mit etwa 15 Bauplätzen vollziehen. Man diskutierte auch das eventuell geplante gemeinsame Sportzentrum am Hang nahe der Grundschule, wozu 2. Bürgermeister Reinhard Weih Auskünfte erteilte. Ein Standort in der Talaue sei aus diversen Gründen nicht zu empfehlen (Überschwemmungsgebiet, Lärmschutz zur evtl. Bebauung). In Hohenstadt ging es um zwei Arrondierungsflächen nördlich der Bahnlinie, in Hartmannshof um eine Erweiterung am Fallberg und in der Högenbachaue. Für Guntersrieth sind zwei Abrundungen im Norden des Ortes vorgesehen. Die Außenbereichsbebauung in Bürtel ist eine bauliche Fehlentwicklung; es soll kein Zusammenhang zum gewachsenen Ort hergestellt werden. In Arzlohe sind zwei Anwesen im Außenbereich; bei den anderen Ortsteilen liegen keine Änderungen vor.
Bei einer längeren Diskussion um die im FNP mit Symbolen bezeichneten speziellen Eigenheiten der Landschaft waren sich die Parteien einig, dass man diese Angaben so gering wie möglich halten sollte; das „Feedback“ der Ämter sei dann abzuwarten. Mit zwei einstimmigen Beschlüssen segnete der Rat anschließend den Vorentwurf des Flächennutzungsplans sowie dessen Überarbeitung ab.
Wie Bürgermeister Jörg Fritsch informierte, hat der Gemeinderat eine Satzung über eine gemeindliche Ehrenordnung beschlossen. Eine Ehrung sei bereits erfolgt, und zwar für den Hartmannshofer Bürger Hans Quenzler, der anlässlich seines 80. Geburtstags „in Anerkennung für hervorragende Verdienste“ – so der Satzungstext - den Ehrenring der Gemeinde erhielt. Fritsch verlas das entsprechende Schreiben an Hans Quenzler und kündigte an, dass die Ehrung des Hartmannshofers am 22. Oktober im Rahmen eines Kameradschaftsabends des MGV Hartmannshof in würdiger Form gefeiert werde.
Helga Manderscheid