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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 21.7.2011

Zwei ganz unterschiedliche Themenkreise bildeten den Schwerpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die angehende Ergotherapeutin Martina Hoffmann stellte ein Konzept für „prophylaktische Ergotherapie“ in der Gemeinde Pommelsbrunn vor. Altbürgermeister und Kreisrat Werner Oberleiter referierte über den Kreistag.

In den Niederlanden sind Ergotherapeuten, die im Bereich der Prophylaxe arbeiten, häufig in den Gemeinden tätig, und dies nicht als niedergelassene Praxen, die mit den Krankenkassen zusammenarbeiten. Im Verein mit anderen Institutionen will man damit Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit stärken. Hoffmann schilderte die einzelnen Säulen des Konzepts. Zur Hirnleistungs-Trainingsgruppe für Anfänger und Fortgeschrittene würde sich eine Kochgruppe gesellen, ferner würde man in weiteren Gruppen die Koordination von Feinmotorik und Sturzprophylaxe zur Vermeidung teurer und langwieriger Behandlungen üben. Mit der Teilnahme an Ausflügen könne zudem die Integration älterer Mitbürger gefördert werden.
Bürgermeister Jörg Fritsch, der bereits Seniorenbeauftragten Armin Hertlein, Rainer Eisenbarth von der AWO und die örtlichen Pfarrer zwecks Umsetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten hinzugezogen hat, versprach, den Bedarf auszuloten. Das Angebot sei eine Bereicherung für die Gemeinde. Mehrere Gemeinderäte lobten die junge Frau für ihr Engagement und ihren Mut zur Präsentation vor dem Gremium und hatten auch eigene Vorschläge bzw. Fragen. Als Örtlichkeit würde sich das neue Gemeinschaftshaus anbieten. Übereinstimmend war man der Ansicht, dass man sich angesichts des demografischen Wandels mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen müsse.

In eine andere Welt entführte Werner Oberleiter, der derzeit einzige Kreisrat der Gemeinde. Eingangs beglückwünschte der Altbürgermeister die Gemeinde zu neuen Errungenschaften wie dem PEZ-Kreisverkehr, der Aufnahme in die Städtebauförderung, der S-Bahn-Haltestelle, dem Badhausmuseum und dem im Oktober öffnenden Urzeit-Museum im Hartmannshofer Bahnhof. Mit einer umfassenden Präsentation widmete er sich anschließend dem Kreistag. Gremium und anwesende Bürger erfuhren viel über die politische Zusammensetzung, Ausschüsse, die Führung des Landkreises sowie die wichtigsten Kreisaufgaben wie Schulen und Jugendhilfe, aber auch Abfallentsorgung. Der Landkreis habe keine Krankenhäuser mehr, zahle aber nach wie vor 2,7 Mio. € an Krankenhausumlage und müsse für 208 Kilometer Kreisstraßen sorgen, von denen sich drei im Gemeindegebiet befänden. Auch die Aufteilung des Haushalts kam aufgeschlüsselt zur Sprache, darunter 11 Mio. € an Rücklagen. Von der Kreisumlage würden übrigens mehr als fünfzig Prozent an den Bezirk „durchgereicht“. Drei Realschulen stünden derzeit als Hauptaufgaben zur Generalsanierung an.
Die Gemeinderäte hatten allerhand Anliegen. Kurt Tausendpfund (CSU) bat Oberleiter, sich gegen eine Rückstufung der Schnellstraße nach Reichenschwand einzusetzen, Hermann Kraus (FWG) interessierte sich für die weitere Planung von Radwegen. „Können wir davon ausgehen, dass die Kreisumlage sinken wird“, wollte Tausendpfund zusätzlich wissen, was Oberleiter salomonisch dahingehend beschied, dass das, was der Bezirk einspare, vom Kreis nicht gesenkt werden müsse. Der ehemalige Kreisrat Winfried Mergenthaler (SPD), der sich wiederholt zu Wort meldete, wies darauf hin, dass man die Aufgabenverteilung Kreis/Bezirk in der Zusammenschau sehe müsse. Vieles könnten eben die Kommunen nicht leisten. Kämmerer Bernd Bogner fragte nach, warum die Kreisumlage steige, wenn doch 11 Mio. an Rücklagen da seien, was Oberleiter mit hohem anstehendem Investitionsbedarf erklärte. Abschließend sicherte er dem Gremium seine weitere Unterstützung bei gemeindlichen Belangen im Kreistag zu.
Am Ende der Sitzung freute sich Fritsch, bekanntgeben zu können, dass der kommissarische Schulleiter der Hartmannshofer Hauptschule, Jochen Breunig, nun offiziell die Schulleitung übernommen habe und zudem als Verbundkoordinator eingesetzt wurde. „Unser Einsatz bei Schulamt und Regierung von Mittelfranken hat sich gelohnt“ so der Bürgermeister.
Ab 1. August wird es eine Umorganisation am Bauhof geben. Wassermeister Uwe Dilling wird künftig den Bauhof leiten, während Erwin Bleisteiner weiterhin als erster Mann die technische Gesamtleitung inne hat.
Beim Verfahren Heldmannsberg-Waizenfeld der Ländlichen Entwicklung in Dorf und Flur ist Humusboden übrig geblieben, welcher der Teilnehmergemeinschaft zugeteilt werden soll, und zwar an alle interessierten Beteiligten des Verfahrens mit mehr als 1,0 Hektar zugeteilter landwirtschaftlicher Nutzfläche. Zur Feststellung der Abgabemenge sollen sich alle Berechtigten beim jeweiligen Wegebaumeister bis spätestens 30. September schriftlich anmelden. Dies sind Peter Tauber für Mittelburg/Waizenfeld und Hermann Polster für Heldmannsberg/Wüllersdorf/Hofstetten.
Helga Manderscheid