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Besichtigungsfahrt zur alten Kläranlage Hartmannshof

„Eine vorbildliche, für die Zukunft wichtige Zusammenarbeit zweier Gemeinden“ – so einhellig bezeichnet von den Bürgermeistern Jörg Fritsch aus Pommelsbrunn und Georg Schmid aus Weigendorf - geht in die Endphase: die Überleitung der Abwässer von Hartmannshof und Weigendorf in die Kläranlage Hersbruck (HZ berichtete). In Begleitung von Dipl. Ing. Manfred Raum und Bauhofleiter Erwin Bleisteiner sahen sich die beiden Rathauschefs die abschließenden Arbeiten am Großprojekt an.

An der alten Kläranlage Hartmannshof, von der Teile in das neue Konzept übernommen wurden, schilderte Raum den Stand der Arbeiten. Das vier Meter in die Tiefe reichende Pumpwerk sei fertig, die Maschinen fertig montiert und die Abwasserzuleitung zum Pumpenschacht verlegt. Derzeit werden die Stromzuleitungen für zwei abwechselnd arbeitende Pumpen in zwei Rohren zum Pumpwerk geführt und die Druckleitung mit diesem verbunden. Im Pumpwerkhaus, dem Herzstück der ganzen Anlage, befindet sich die Steuerung, wobei der Schaltschrank eine Breite von vier Metern erreicht. Die Kosten für die Anlage inklusive Maschinenteile belaufen sich auf rund
230 000 €. Die Leistung der Maschinen in KW wird übrigens durch die Menge des transportierten Abwassers und die Länge der Druckleitung – rund fünf Kilometer - bestimmt. Ab 1. August wird dann die alte Kläranlage nicht mehr benötigt.
Fritsch freute sich, dass diese Terminvorgabe aller Voraussicht nach eingehalten werden kann und die Arbeiten „im Großen und Ganzen zeitgemäß über die Bühne gingen“. Letzte Arbeiten am Umgriff werden zusammen mit dem Rückbau der alten Kläranlage im Herbst erledigt, wobei das Regenüberlaufbecken um etwa die Hälfte verkleinert wird. Die Klärung dieses Wassers erfolgt mechanisch, die Ablagerungen setzen sich im Becken ab. Wie Bürgermeister Schmid anmerkte, verfüge die Gemeinde Weigendorf über drei Regenrückhaltebecken, deren Wasser nach Klärung dem Högenbach zugeführt werde. Was die Vereinbarungen mit der Stadt Hersbruck zur Nutzung der dortigen Kläranlage angehe, so stehe man kurz vor der Vertragsunterzeichnung, welche jede Gemeinde separat für sich durchführe.
Nach der Inspizierung eines der in regelmäßigen Abständen angebrachten Reparaturschächte ging es an die Anschlussstelle zur Hauptleitung Richtung Kläranlage Hersbruck, die sich am Sportplatz Hohenstadt befindet. Auch hier sind die letzten Arbeiten in vollem Gang. Am Baggersee, wo sich auch die Messstation befindet, wird dann an die Happurger Zuführungsleitung angeschlossen.
Dass es die richtige Entscheidung war, in die Hersbrucker Kläranlage überzuleiten, auch darin sind sich beide Bürgermeister absolut einig. Sowohl bei Investitionen wie laufenden Kosten hätte sich diese Variante – übrigens auch mit Empfehlung der beteiligten Ämter – als die kostengünstigste erwiesen.
Helga Manderscheid