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Gemeinderatssitzung vom 16.6.2011

Die Juni-Gemeinderatssitzung begann mit einer Führung für das Gremium durch das neue Gemeinschaftshaus am Dorfplatz und da staunten die Rätinnen und Räte nicht schlecht: das von außen eher konventionell wirkende, noch im Bau befindliche Gebäude zeigte im Innern so manche Finesse. Zur Tagesordnung gehörten ferner weitere Konzepte im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms und die Vorstellung der Förderung von Breitbandtechnologie in Bayern.
Bürgermeister Jörg Fritsch wollte sein Ratsgremium über die Fortschritte im Gemeinschaftshaus informieren, wozu Helmut Kündinger vom Planungsbüro Topos Team die fachmännischen Erläuterungen gab. Im Mittelpunkt steht im neuen Haus der multifunktionale Gemeinschaftsraum, der mit Schiebefalztüren zum Dorfplatz und großer Markise ausgerüstet wird. Akustikplatten an der Decke, Fliesenboden und zentraler Pellet-Ofen samt Edelstahlkamin komplettieren die Ausstattung. Daran schließen Kleinküchen- und Toilettenbereich an. Auch das Foyer im unteren verglasten Übergangsbereich zum Heimatmuseum erhält Schallschluckdecken. Über die Treppe im Museum gelangt man dann in den ersten Stock und durch den ebenfalls verglasten Übergang zurück ins Gemeinschaftshaus, wo ein optimal gestalteter großer Raum auf Bestückung mit Exponaten durch den Heimat- und Museumsverein wartet. Das Gremium zeigte sich durchaus beeindruckt von der geglückten Verbindung von Alt- und Neugebäude, die zudem erhebliche Zuschüsse sichern half.

In der folgenden Sitzung stellte Kündingers Kollege Dieter Blase dann weitere Vorhaben zur Nutzung der Städtebauförderung im Ort Pommelsbrunn vor, darunter Gestaltungskonzepte für den östlichen Ortseingang mit optisch abgesetzten gepflasterten Flächen, Neugestaltung der Buswendeschleife, Neuordnung der PKW-Stellplätze samt Fahrradstellplätzen, Orts-Infotafel sowie Begrünung mit Straßenbäumen. Kopfschmerzen bereitet dem Planer dabei die dort eventuell vorgesehene Bushaltestelle. Der zum Ortseingang führende Fußweg entlang der B14 messe derzeit nur 65 Zentimeter, hierfür sei aber eine Breite von 2,50 Meter vorgeschrieben. Wegen des hohen Investitionsbedarfs rate er dazu, die Bushaltestelle (mit Häuschen) zwischen Feuerwehrhaus und Nachbarhaus unterzubringen, wo auch eine gute Anbindung zur S-Bahn über den Gasthof Vogel gegeben sei. Alles zusammen würde dann (ohne teuren Fußweg) 65.000 € kosten.
Wobei er beim nächsten Thema war, dem Wegebau zur S-Bahn am Bahndurchlass über den Hof des Gasthofs Vogel. Dieser soll mit 1,50 Meter Breite von der Sulzbacher Straße zu den Aufgangstreppen der S-Bahn führen. Die Gäste des Gasthofs müssten in Zukunft schräg parken, die beiden alten Linden würden durch zwei neue Bäume am Anfang und Ende ergänzt. Zusätzlich würde Blase gerne einen Fahrradplatz nahe der Bahn zur gemeinsamen Nutzung durch Bahngäste und Gasthofbesucher unterbringen. Für die Kosten inklusive Beleuchtung und Fahrradplatz wurden 35.000 € veranschlagt.
Weitere Verbesserungen sind an der Arzloher Straße im Bereich der Unterführung geplant, wo beiderseitige Warnbaken und eine erhöhte Pflasterung bzw. farbliche Absetzung von der Fahrbahn Fußgängern mehr Schutz bieten sollen.
Eine längere Diskussion der Räte, die mancherlei Bedenken und Vorschläge zu Sichtverhältnissen an der Buswendeschleife, Gefahren an der Bushaltestelle (B14) und Parkplatzbedarf vorbrachten, schloss sich an. Sind im Hof des Gasthofs neue Bäume nötig? Wie hoch sind die förderfähigen Kosten? Was zahlt die Gemeinde, was der Gasthofbesitzer? Wo liegen die Prioritäten in der Reihenfolge der Vorhaben und sei hier nicht die Arzloher Straße vorrangig? Blase gab zu bedenken, dass letztere „von vorne bis hinten“ neu geplant werden solle und dies teuer kommen werde, was Bürgermeister Jörg Fritsch dahingehend beschied, dass bis zur 700-Jahr-Feier in 2012 erst einmal die Bahnunterführung „entschärft“ wird.
Bei der Breitbandtechnologie (auch DSL) ist eine schnelle Datenübertragungsrate im Internet nicht nur für Privatleute, sondern vor allem für Unternehmen und Kommunen wünschenswert. Aufgrund wirtschaftlicher Gesichtspunkte oder technischer Restriktionen können Breitbanddienste aber nicht ausreichend zur Verfügung gestellt werden, weshalb der Freistaat Bayern nun die notwendigen Investitionen fördert. Fachmann Michael Langer von der Breitbandberatung Bayern GmbH informierte das Gremium neben technischen Einzelheiten über sein kostenloses Beratungsangebot, den Förderantrag und die Höhe der Förderung. Nachdem in der Großgemeinde zwölf Ortsteile „unterversorgt“ sind, einigte man sich darauf, dort mittels Fragebögen eine Bedarfsermittlung durchzuführen.
Abschließend gab Manfred Loos als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses seinen ausführlichen Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung 2009. Die Feststellung der Jahresrechnung und Entlastung erfolgten einstimmig. Weiterhin einstimmig wurden der verkaufsoffene Sonntag (3.7.)anlässlich der Kirchweih in Hohenstadt beschlossen sowie die Bestellung von Herrn Andreas Funk zum Standesbeamten mit eingeschränktem Wirkungskreis. Beim Neubau des Feuerwehrhauses in Hartmannshof habe man sich für die etwas größere Variante entschieden, so Bürgermeister Jörg Fritsch.
Helga Manderscheid

Bild: das obere Stockwerk des Verbindungsbaus zwischen Heimatmuseum und neuem Gemeinschaftshaus