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Informationsfahrt für Senioren

Bürgermeister Jörg Fritsch und die Seniorenbeauftragten Armin Hertlein und Claus Hofmann luden zur Seniorenfahrt durch die Gemeinde Pommelsbrunn und fanden damit viel Resonanz. Vier Stationen standen auf dem Programm und angesichts des großen Interesses der älteren Damen und Herren dauerte es rund vier Stunden, bis die Besichtigung zu Ende ging.

Das neue, im Bau befindliche Gemeinschaftshaus in der Dorfmitte von Pommelsbrunn haben viele schon von außen bewundert, aber nun ging es mit Bürgermeister Jörg Fritsch als Führer auch hinein in die Räume. Nachdem der Rathauschef mit ausführlichen Informationen zum Werdegang des Projekts vom Grundstückserwerb bis zum derzeitigen baulichen Stand sowie zur weiteren Ausgestaltung des Dorfplatzes aufgewartet hatte, durchstöberten die Seniorinnen und Senioren eifrig Gemeinschaftsraum samt Küche und Sanitärräumen, fragten nach Parkplätzen und begutachteten den auf zwei Ebenen geschaffenen Übergang zum Heimatmuseum („der Clou, denn damit ist das neue Haus ein funktionaler Anbau an das Museum, was sich bei den Fördergeldern positiv bemerkbar macht“, so Fritsch). Der Bürgermeister betonte „die einmalige Chance, dass Pommelsbrunn in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen wurde“ und schilderte die Ausdehnung des Sanierungsgebiets, welches nicht auf den Dorfplatz beschränkt bleibt. Weitere Projekte sollen sich anschließen und auch private Eigentümer können von der Förderung profitieren.
Und weiter ging es zum ebenfalls gerade entstehenden vorgeschichtlichen Museum im alten Bahnhof Hartmannshof, wo schon Kreisheimatpfleger Werner Sörgel auf die Gruppe wartete. Die machte große Augen, denn nicht nur das kürzlich eröffnete Café im Erdgeschoß ist ein kleines Schmuckstück geworden, auch die im ersten und zweiten Stock befindlichen insgesamt 200 Quadratmeter großen Ausstellungsräume sind fast fertig und präsentieren sich bereits im neuen, optimal gestalteten Kleid. Nur die Ausstellungsstücke fehlen noch, aber diese werden laut Sörgel bis zur Eröffnung im September folgen. Bei einem ausführlichen Bericht über die Geschichte des Bahnhofs erfuhren die Besucher auch, dass das Gebäude außen eine „Quaderbemalung“ hatte und 1908 zum 50-jährigen Jubiläum neue Fußböden verlegt wurden, was ein Frachtbrief unter den Dielen verriet. Die Exponate aus der Grabung von Hunas („ einer herausragenden Fundstelle von überörtlicher Bedeutung“) werden nun bald der Öffentlichkeit zugänglich sein, aber das Ehepaar Sörgel wird auch ein ganzes Stockwerk mit eigenen Funden aus der Region über einen Zeitraum von rund zwölftausend Jahren bestücken, damit „die Besucher ihre eigene Vorgeschichte sehen können“.
Nachdem ein Mitarbeiter der VGN noch Fragen zum Tarifsystem beantwortet und den Umbau des Bahnhofsgeländes zu einem seniorengerechten S-Bahnhaltepunkt sowie den Fahrkartenautomaten erklärt hatte, ging es weiter zur alten Kläranlage Hartmannshof, wo Bauhofleiter Erwin Bleisteiner die Rolle des „Fremdenführers“ übernahm. Mit vielen technischen Daten aufwartend, erklärte Bleisteiner neben der im Bau befindlichen Pumpstation vor allem den Verlauf der Bohrungen für die Abwasserüberleitung nach Hersbruck und den Rückbau der vorhandenen Gebäude. Mit ein bisschen Glück werde man wohl bis zum August die 1,1 Millionen € teure Anlage funktionstüchtig haben. Übrigens schließe man nicht in Pommelsbrunn an, weil das dortige Netz sonst hydraulisch überlastet würde, sondern in Hohenstadt.
Zu Kaffee und Kuchen hatte „zur Schlussetappe“ Heimleiter Rainer Eisenbarth vom AWO-Seniorenheim Pommelsbrunn geladen. Gleichzeitig stellte er sein Heim, das mit 102 Arbeitskräften der größte Arbeitgeber in der Gemeinde ist, vor und schilderte Entstehung, Werdegang und Aufnahmebedingungen der Einrichtung. Derzeit beherberge das Heim 104 Bewohner mit einem Durchschnittsalter von 83,2 Jahren, wobei Frauen in der siebenfachen Überzahl seien. Der Heimleiter erklärte abschließend, ab 1. Juni auch als „ausgebildeter Senioren- und Online-Berater“ im Internet zur Verfügung zu stehen.
Helga Manderscheid

Bild: mit Kreisheimatpfleger Werner Sörgel in den neuen Ausstellungsräumen des vorgeschichtlichen Museums im alten Bahnhof Hartmannshof (hier: Dachgeschoß, bestimmt für die Exponate des Ehepaars Sörgel)