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Gemeinderatssitzung vom 17.2.2011

Eigentlich wussten die Gemeinderäte schon, wie die Entscheidung zum Punkt „Kooperationsvertrag zum Schulverbund Hersbrucker Schweiz“ ausgehen würde. Die Reform im Hauptschulbereich bot keine Alternative zur Zustimmung. Den großen Aufklärungsbedarf von Bürgermeister und Gemeinderäten stillte Schulamtsdirektor Hans-Joachim Jenchen. Da bekam der „Nachrücker“ Manfred Weidmann für den verstorbenen GR Gerhard Diebow gleich den richtigen Einstand. Als nachgewählter 2. Bürgermeister vertritt Reinhard Weih künftig das Gemeindeoberhaupt.

Bevor es an das heiße Thema „Zukunft der Hauptschule“ ging, musste die durch den Tod von Gerhard Diebow entstandene Lücke geschlossen werden. Als neuer Gemeinderat wurde Manfred Weidmann (CSU) von Bürgermeister Jörg Fritsch vereidigt und nahm sofort an den Beratungen teil. Da auch das Amt des 2. Bürgermeisters zu besetzen war, traten zur geheimen Wahl die Kandidaten Reinhard Weih (CSU) und Marcus Flemming (FW) an. Die klare Mehrheit votierte für den CSU-Mann, der ebenfalls den Amtseid ablegen musste. Den Platz von Diebow im Haupt- und Finanzausschuss nimmt künftig Willi Deuerlein ein, Thorsten Brunner im Rechnungsprüfungsausschuss.
Zum „heißen“ Punkt der künftigen Schulordnung waren als Zuhörer Weigendorfs Bürgermeister Georg Schmid mit einer Abordnung von Gemeinderäten gekommen, da sie durch den Schulverband genauso davon betroffen sind. Die bevorstehende Gründung des Schulverbundes „Hersbrucker Schweiz“ ist Neuland und warf deshalb viele Fragen auf. Zielscheibe dafür war Schulamtsdirektor Hans-Joachim Jenchen, der sich redlich um Klärung bemühte. Die Situation ist klar: Ab dem Schuljahr 2011/12 liegen schon zwei Klassen unter der Mindestzahl von 15 Schülern. Konsequenz daraus bei unverändertem Status wäre die Zuteilung dieser Klassen an andere Schulen. Damit würde das langsame Sterben der Schule beginnen. Bürgermeister Fritsch betonte aber den unbedingten Willen, die Hauptschule zu erhalten. Da gibt es nur einen Ausweg, nämlich der Beitritt zum vorgesehenen Schulverbund mit Hersbruck. Organisatorisch läuft dies so ab, dass einer der Rektoren als „Verbundkoordinator“ die Ausgestaltung der Klassen und die Standorte dazu im Einvernehmen mit seinen Kollegen bestimmt.
Eine lange Liste von Redemeldungen der Gemeinderäte, in die sich immer wieder auch Bürgermeister Fritsch einschaltete, befasste sich mit Einzelheiten des Vertrags und der künftigen Handhabung. So konnte Jenchen die Frage nach der Mindestklassenstärke beantworten, dass die alte Regelung im Schulverbund nicht mehr gilt und kleinere Einheiten akzeptiert werden. Die immer wieder auftauchende Frage, ob dies so gehandhabt wird, führte zur Erläuterung der Wirkung des „Verbundkoordinators (VK)“. Dieser wird aus den Rektoren der Verbundschulen vom Schulamt vorgeschlagen und von der Regierung bestellt. Hier hakte Bürgermeister Fritsch mit den Bedenken ein, dass die Hauptschule nach dem unvermutet raschen Weggang von Rektor Drexl mit Jochen Breunig nur einen kommissarischen Leiter bekommen hat und auch dieser nur übergangsweise tätig ist. Dies beeinträchtigt die Stellung der Verbandsschule im künftigen Verbund doch erheblich. Die Anfrage, ob die Rektorenstelle in Hartmannshof bleibt, wurde von Jenchen bejaht. Der künftige Schulverbund mit dem Prädikat „Mittelschule“ muss auch ein Ganztagesangebot enthalten. Die bereits gelaufenen Anfragen haben für Hersbruck schon eine große Resonanz gefunden. Jenchen erwartet eine zweite Ganztagesklasse für den übrigen Bereich, wobei hier Pommelsbrunn/Weigendorf neben Happurg gute Chancen hätte.
Fritsch fasste diese Auskünfte zusammen, dass Dreh- und Angelpunkt die nachhaltige Besetzung der Rektorenstelle ist. Die beiden Verbandsgemeinden wollen alles tun, um hier eine baldige Entscheidung der Regierung zu bekommen. Ins gleiche Horn blies Weigendorfs Bürgermeister Georg Schmid, der das reibungslose Miteinander seit fast 50 Jahren hervorhob und trotz Zugehörigkeit zum Nachbarlandkreis nie beabsichtigt habe, sich den dortigen Schulen anzuschließen. Man trage auch die finanziellen Anforderungen mit, die sich bei Erhalt des Hartmannshofer Schulgebäudes ergeben. Diese Ausnahmesituation hat der Schulamtsleiter der Regierung in Ansbach eindringlich geschildert sowie die gemeinsam betriebene Grundschule. Bei den vielen Redebeiträgen zu Einzelfragen schimmerte durch, dass der Schulverband sich in der jetzigen Lage benachteiligt fühlt, weil eben kein fester Rektor bei der Organisation mitsprechen kann. Der Verlust der eigenen Entscheidungen im Hauptschulbereich kam manchen sehr schwer an, während andere kein Problem damit hatten. Die feste Aussage von Jenchen, dass der VK nicht allein entscheiden könne, sondern nur im Einvernehmen mit seinen Kollegen, beruhigte das Plenum. Nur im Streitfall müsse sein Amt den Schiedsrichter spielen. Deshalb wiederholte Bürgermeister Fritsch seine Auffassung, bei der Regierung darauf zu drängen, dass die Rektorenstelle möglichst rasch ausgeschrieben und auf Dauer besetzt wird. Dies äußerte sich im zustimmenden Beschluss zum Kooperationsvertrag zur Gründung des Schulverbundes mit dem Zusatz, dass die Verwaltung in diesem Sinne bei der Regierung vorstellig wird und alle guten Gründe dafür nochmals darlegt. Der folgende Beschluss für die Zustimmung der Gemeinde Pommelsbrunn zum Schulverbund war dann nur noch Formsache.
Im Verwaltungsteil der Sitzung lagen einige Bauanträge zur Genehmigung vor. So wurde der Neubau eines Wohnhauses von Rebecca Maier und eines Mehrfamilienhauses der Maisel Wohn- und Gewerbebau, beide in Hohenstadt, ebenso gebilligt wie der Umbau des Pumpwerks in der eigenen Kläranlage Hartmanshof und ein Anbau beim Wohnhaus von Günter Duschenk in Pommelsbrunn.
Im Infoteil wurde ein gemeinsames Behördengespräch wegen des Bahnübergangs Hohenstadt angekündigt. GR Klaus Göttler teilte mit, dass neuer Fraktionssprecher der FW nun Marcus Flemming ist. Der durch den Tod von Gerhard Diebow verwaiste Platz im Ausschuss für die 700-Jahr-Feier von Pommelsbrunn 2012 wird nun von Klaus Schnaible und Klaus Göttler wahrgenommen. Auf Anfrage von GR Weidmann wird in Kürze eine Anliegerversammlung in Eschenbach einberufen.

Fotos (fm): nachgerückter GR Manfred Weidmann (rechts) nach der Vereidigung.

Text: Franz Müller