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Bürgerversammlung Pommelsbrunn

In der ungewöhnlich gut besuchten diesjährigen Bürgerversammlung widmete sich Bürgermeister Jörg Fritsch vor allem Neuentwicklungen wie S-Bahn-Bau und Dorfplatzsanierung, streifte aber auch erfolgreich abgeschlossene Projekte. Das 700-Jahr-Jubiläum in 2012 kam ebenso zur Sprache. Die Bürger hatten anschließend zahlreiche Fragen und Anregungen.

Der Ort Pommelsbrunn hat derzeit 1413 Einwohner, das ist ein Minus von 16 Personen seit der Zählung 2009. Fritsch nannte zahlreiche Daten und Fakten zum Stand der Großgemeinde und betonte insbesondere den Gewinn an Lebensqualität durch das erweiterte Angebot an Kindergartenbetreuungsplätzen, den behindertengerechten Ausbau der Bahnhaltestellen Hartmannshof und Pommelsbrunn, die Inbetriebname der Buslinie mit Anbindung zum PEZ, den Hohenstädter Kreisverkehr, die Tätigkeit von Seniorenbeauftragtem Armin Hertlein und die Fußgängerampel in der Ortsmitte. Der Bürgermeister ging auch auf die Errichtung der neuen Lagerhalle des Vereins der Kleintierzüchter auf gemeindlichem Grund hinter dem Feuerwehrhaus ein. Bei der Burgruine Lichtenstein sehe das Rathaus dringenden Sanierungsbedarf, vor allem bei gefährdeten Mauern. „Wir wollen dieses Wahrzeichen als Identifikationsort weiterhin bewahren“, so Fritsch, und zwar in Abstimmung mit den Eigentümern und der Unteren Denkmalschutzbehörde. Aus der Leader-Förderung könnten Gelder abgerufen werden, rund 20 – 25 000 € verblieben bei der Gemeinde. Es sei auch die Installation eines multimedialen Führungssystems geplant, welches auch andere Punkte wie den Hochberg Mittelburg einbeziehe.
Beim S-Bahn-Bau habe man den Durchlass beim Gasthof Vogel samt Treppenaufgängen durchsetzen können, wobei die Unterhalts- und Sicherungspflicht bei der Gemeinde liege. Die Arbeiten an der Haltestelle seien leider momentan wegen einer Absenkung der Gründungspfähle für die nördliche Rampe ins Stocken geraten, jedoch solle der Betrieb rechtzeitig Anfang Dezember starten. Parkplatz, Radler-Station direkt am Radweg sowie Abenteuer-Kinderspielplatz südlich des S-Bahn-Halts seien weitere Projekte. Die 700-Jahr-Feier werde die Gemeinde zusammen mit den örtlichen Vereinen ausrichten. Das Festwochenende wurde auf 6.bis 8. Juli 2012 festgesetzt, der Kommersabend auf 19. Mai in der Turnhalle der Grundschule. Ein „Tag der Vereine“ mit historischen Anklängen werde am 16. Juni abgehalten. Die „Altneuhauser Feuerwehrkapelle“, bekannt vom Veitshöchheimer Fasching, werde am 6. Juli im Festzelt auftreten, am 7. Juli wird (als letzte Station) der Landkreislauf mit rund 1500 Leuten erwartet, wobei der Abend der Jugend und ihrer Musik gehören wird. Am Sonntag, 8. Juli findet ein Festzug statt, danach Ausklang mit der Hersbrucker Stadtkapelle. Sehr gute Akzeptanz habe das Jubiläums-Logo gefunden (unser Bild), welches Festkomitee-Mitglied Klaus Schnaible inzwischen entworfen hat.
Zur Dorfplatzsanierung verwies der Rathauschef insbesondere darauf, dass nach unablässigen Bemühungen in rund 25 Jahren nun im Rahmen der Städtebauförderung ein schlüssiges Konzept erarbeitet werden konnte, das von einer breiten Basis getragen werde. Das alte Feuerwehrhaus sei bereits abgerissen, das geplante Gemeinschaftshaus im Entstehen. Man könne von der höchstmöglichen Förderung von 60 Prozent ausgehen. Bis 2012 sollen Neubau und Sanierung des Heimatmuseums abgeschlossen sein. Im letzteren werde ein Raum für die Gemeinde vorgehalten, vielleicht als Tourist-Info zu nutzen, während die dortigen Exponate im Dachgeschoss des Gemeinschaftshauses untergebracht werden können. Am Parkplatz der Raiffeisenbank werde eine terrassierte Stufenanlage entstehen; das dahinter liegende Grundstück zur Verbreiterung der Auffahrt zum Friedhof habe die Gemeinde inzwischen erwerben können.
Übrigens könnten auch private, im Sanierungsgebiet liegende Hauseigentümer in den Genuss von Fördermitteln und steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten kommen, wie auch die ebenfalls anwesenden Architekten Dieter Blase und Helmut Kündinger vom ToposTeam bestätigten. Allerdings seien dabei die Gestaltungsrichtlinien einzuhalten. Kündinger schilderte alle Einzelheiten, während Fritsch hinzufügte, dass es noch im Gemeinderat entschieden werde, inwieweit das Programm mit gemeindlichen Fördermitteln „gefüllt“ werde. Blase fügte Einzelheiten zum Gemeinschaftshaus hinzu, welches nun doch in Massivbauweise anstatt als Holzständerbau errichtet wird und einen Pelletofen zur Heizung erhält, ferner zu den geplanten Parkplätzen. Wegen letzterer sei man auch im Gespräch mit der Raiffeisenbank. Beim Museum habe man mit der Dachsanierung bereits begonnen, die Fassade sei dann 2011 dran.
Nach einer Pause meldeten sich die Bürger zu Wort. Eine rege Diskussion entfachte Klaus Kaiser wegen der Verlegung des Schulbus-Wartehäuschens Richtung Gemeinschaftshaus. „Kein schöner Anblick“ meinte er. Dieter Brunner, Rainer Richter, Uli Vogel, Manfred Loos, Klaus Schnaible und Klaus Göttler hatten dazu diverse Fragen und Vorschläge, darunter den einer Dachverlängerung des Gemeinschaftshauses. Göttler fragte auch wegen der Verwendung des Museums-Kellers für Vereinsutensilien nach, wozu Kündinger bemerkte, dass dort eine Trockenlegung geplant sei sowie der Ausbau einzelner Räume. Georg Mertel und Heinrich Hille nutzten eine Diskussionspause, um den Verantwortlichen ihren Dank und Respekt für die Lösung vieler Probleme zum Ausdruck zu bringen, während Architekten und Bürgermeister abschließend neue Konzepte für das Wartehäuschen zusagten.
Weiter ging es mit Fragen zum Zusammenschluss der Sportvereine und der Verbesserung des Schulsportplatzes (Dieter Süß), den „Bombenkratern“ bei Mittelburg (Erich Koch), Grabungen an der Bahnhofsbrücke (Klaus Göttler), Entbuschung am Zankelstein (Armin Hertlein) und Hortplätzen (Werner Schwarm). Mehrere Anwesende beklagten in einer längeren Diskussion das Verhalten eines Mitbürgers im Gehrestal, der nicht nur über eine schief stehende, gefährliche Maueranlage am Weg zum Kindergarten verfüge, sondern auch dauerhaft mehrere abgemeldete Autos dort parke. Bürgermeister und Bauhofleiter Erwin Bleisteiner beantworteten bzw. notierten sich alle Anliegen und sicherten baldige Erledigung zu. Die „Bombenkrater“ sind übrigens Grablöcher für die Anpflanzung von Obstbäumen im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen.
Helga Manderscheid

Bild: Logo für die 700-Jahrfeier, Entwurf von Klaus Schnaible