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Gemeinderatssitzung vom 21.10.2010

Die Maßnahmen des „Albtraufprojekts“ im Gemeindegebiet wurden durch Fachleute von Naturschutzzentrum Wengleinpark und Landschaftspflegeverein Nürnberger Land in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführlich vorgestellt. Unbestrittener Höhepunkt des Abends war jedoch die Verleihung der kommunalen Verdiensturkunde an drei langjährige Gremiumsmitglieder.

Eingangs gab Bürgermeister Jörg Fritsch einen umfassenden Sachstandsbericht zur geplanten Überleitung der Abwässer aus dem Bereich Ost zur Zentralkläranlage Hersbruck-Altensittenbach. Dabei fasste er einerseits die bereits in der Presse veröffentlichten Tatsachen bzw. Ergebnisse nochmals zusammen und gab andererseits der Hoffnung Ausdruck, dass baldigst entsprechende Zweckvereinbarungen mit der Stadt Hersbruck sowie der an der Einleitung beteiligten Gemeinde Weigendorf vorgestellt werden könnten. Fritsch kam auch auf die Hartmannshofer Bürgerversammlung zu sprechen. In dieser sei das Thema „Kläranlage“ in ausgesprochen sachlich-konstruktiver Diskussion mit den Bürgern behandelt worden, was Ratsmitglied Winfried Mergenthaler (SPD) in einem Redebeitrag als besonders erfreulich und vorbildlich hervorhob.

Mit Karl Heinlein und Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark sowie Dr. Karl Rauenbusch vom Landschaftspflegeverein Nürnberger Land waren drei Experten zur Ratssitzung gekommen, um das gemeinschaftlich konzipierte „Albtraufprojekt Hersbrucker Alb – Biotopkomplex Blockschutthalden“ vorzustellen. Wie Heinlein eingangs erklärte, sei die Hersbrucker Alb einer der „Hot Spots“ der biologischen Vielfalt in Bayern, insbesondere der Albtrauf. Einzigartig seien hier die äußerst artenreichen Blockschutthalden mit zahlreichen seltenen Faltern und Heuschrecken. Ein großer Teil der Flächen habe folgerichtig die höchste Bewertungsstufe „landesweit bedeutsam“ des Bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms erhalten. Das hiesige Projektgebiet sei der Albtrauf um Pommelsbrunn, Hohenstadt und Happurg; dazu gehören in der Großgemeinde Windburg, Hohenstädter Fels, Wied, Zankelstein und Mühlkoppe.
Projektmanager Rainer Wölfel ergänzte Heinleins Ausführungen. Insgesamt seien 395.000 € zusammengekommen, auch aus Zuwendungen von der Glücksspirale über den Bayerischen Naturschutzfonds, die sich auf fünf Jahre verteilen. Diese Gelder werden zum Ankauf von Flächen verwendet, woran sich die Gemeinden bei einem Fördersatz von 75 Prozent beteiligen können, ferner für Pflegemaßnahmen wie Freistellung von Flächen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dr. Karl Rauenbusch zeigte anschließend Fotos markanter Stellen und stellte die dort anzutreffende Artenvielfalt im Einzelnen vor.
Mit Fragen zu Öko-Konto und Ausgleichsflächen startete Hermann Kraus (FWG) die Diskussion. Seine Fraktionskollegen Marcus Flemming und Herbert Brunner baten darum, den Verein der Naturfreunde „mit ins Boot zu nehmen“ bzw. hinterfragten die lange Pause bei Entbuschungen sowie schonende Durchführung von Maßnahmen. Manfred Loos (SPD) stellte eine weitgehende Übereinstimmung der Projektgrenzen mit dem FFH-Gebiet fest, was Rauenbusch im Hinblick auf weitere Zuwendungen, auch seitens der EU, als positiv bewertete. Der Bürgermeister wiederum begrüßte zusammenfassend die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für dieses Thema und plädierte dafür, die örtlichen Schulen eng einzubinden.
Bei einer Ehrung für besondere Verdienste im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung konnten schließlich drei Ratsmitglieder nach 20jähriger Tätigkeit im Gremium eine Dankesurkunde des Freistaates Bayern in Empfang nehmen, nämlich Karin Pollmer und Winfried Mergenthaler (beide SPD) und Herbert Brunner (FWG). „Ihr drei habt stets großen Einsatz für das Wohl unserer Großgemeinde gezeigt. Ihr wolltet auf die Entwicklung eurer Heimatgemeinde Einfluss nehmen und habt dies auch in hervorragender Weise geschafft“ bekräftigte Fritsch in seiner Laudatio und überreichte die Urkunden sowie einen Geschenkkorb.
Zum Schluss gab es noch eine Überraschung. Der Discounter Lidl darf nach gewonnener gerichtlicher Auseinandersetzung nun doch eine Filiale im PEZ Hohenstadt errichten. Gleichzeitig konnte der Rathauschef verkünden, dass die Bauarbeiten zum Gemeinschaftshaus am Pommelsbrunner Dorfplatz planmäßig gestartet wurden. Wenn alles klappt, wird der Rohbau bis zum Jahresende stehen.
Helga Manderscheid

Bild: (v.li.) die geehrten Ratsmitglieder Winfried Mergenthaler, Herbert Brunner, Karin Pollmer sowie Bürgermeister Jörg Fritsch