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Gemeinderatssitzung Pommelsbrunn vom 15.7.2010

Im Hauptort der Großgemeinde dreht sich derzeit alles um die durch die Städtebauförderung möglich gewordene Ortskernsanierung. Dieter Blase vom Planungsbüro Topos team referierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über den Entwicklungsstand des Vorhabens.

Zur Festlegung des rund 11,4 Hektar umfassenden Sanierungsgebiets „Ortskern Pommelsbrunn“ wurden vorbereitende Untersuchungen in Auftrag gegeben, die einerseits die Notwendigkeit der Sanierungsmaßnahmen aufzeigen und andererseits Aussagen zu allgemeinen Zielen und zur Durchführbarkeit treffen sollen. Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden den beteiligten Trägern öffentlicher Belange und Nachbargemeinden zwecks Anregungen vorgelegt, wobei das Landratsamt eine „Schnittmenge zum geplanten Regionalmanagement des Landkreises“ sieht. Einige Hinweise der Unteren Naturschutzbehörde betreffen schützenswerte Bäume, während die Straßenverkehrsbehörde dringend für eine Abstimmung zum erwähnten Regionalmanagement votiert. Bei der Stellungnahme der Regierung von Mittelfranken rückte das Pegnitztal-Einkaufszentrum (PEZ) wieder ins Blickfeld, denn dort regt man an, bestehende und zu erwartende Auswirkungen bei einem weiteren Ausbau des PEZ darzustellen und zu bewerten, d.h. es sollte im Rahmen dieser Entwicklungskonzeption eine klare Aussage zur Bereitschaft der Kommune, „die Ansiedlung weiterer Einzelhandelsvorhaben mit zentrenrelevanten Sortimenten im PEZ zu verhindern und die Entwicklung vorrangig auf die Innenentwicklung zu konzentrieren“, getroffen werden.
An diesem Punkt betonte Blase, dass Städtebaumittel eben bevorzugt der Stützung von Ortskernen dienen sollen; ein paralleler Ausbau „auf der grünen Wiese“ würde die Entwicklung des Ortes konterkarieren. Im Klartext: weitere Verkaufsflächen im Bereich Lebensmittel sind im PEZ nicht erwünscht, der Schwerpunkt sollte hier auf die Ansiedlung gewerblicher Betriebe gelegt werden. Hierzu äußerte Bürgermeister Jörg Fritsch, dass jeweils zum Wochenende ein mobiler Markt am Dorfplatz angedacht sei. Zu mehreren Rückfragen der Räte, die Eigenständigkeit der Gemeinde bei Entscheidungen betreffend, betonte er, dass Pommelsbrunn als Kleinzentrum in seinen Entwicklungs- und Planungsmöglichkeiten ohnehin über die Landesplanung reguliert würde. Was sofort zur Überlegung führte: wie können wir unseren Ort zum Unterzentrum aufstufen?
Anregungen zur Umgestaltung der B14 seitens des Staatlichen Bauamts sowie der Hinweis des Bayerischen Amts für Denkmalpflege auf eventuell bei der Neugestaltung des Dorfplatzes im historischen Ortskern zu Tage tretende Bodendenkmäler folgten, ferner weitere Stellungsnahmen. Letzten Endes wurden die Beschlussvorschläge einstimmig verabschiedet; die Planunterlagen werden entsprechend den Vorschlägen aktualisiert. Weiterhin billigte der Rat die im Ergebnisbericht der vorbereitenden Untersuchungen einschließlich städtebaulicher Rahmenplanung vom 15.7.2010 dargestellten Sanierungsgründe und –ziele als Grundlage für das weitere Handeln. Auch die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Pommelsbrunn“ mit einer längeren Diskussion über die Vorteile eines solchen sowie die Möglichkeiten einer nochmaligen Änderung und die Festlegung eines Zeitraums von maximal 15 Jahren für die Durchführung ging einstimmig über die Bühne. Der in der Sanierungssatzung festgelegte Umfang der genehmigungspflichtigen Vorhaben und Rechtsvorgänge (§ 144 BauGB) führte dann noch einmal zu einer Diskussion der Räte.
Wie Fritsch hervorhob, hätten die im Sanierungsgebiet liegenden Häuser (siehe abgebildeter Plan) bei Baumaßnahmen erhebliche steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten; man wolle deshalb bei den Bürgern für rege Beteiligung werben.
Mit einem Augenzwinkern sei noch am Rande vermerkt: neuerdings gibt es Ferkel-Patenschaften in Wüllersdorf. Unabhängig davon hat sich der Ort auch beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ beteiligt, wobei buchstäblich bis zur letzten Minute an der Verschönerung des kleinen Dorfes gearbeitet wurde.
Helga Manderscheid