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Gemeinderatssitzung vom 17.6.2010

Das Planungsinstrument „Flächennutzungsplan“ beschäftigte Bürgermeister und Räte ausführlich in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Ereignis, das seine Schatten vorauswirft, ist die 700-Jahr-Feier von Pommelsbrunn im Jahr 2012; zweiter Bürgermeister und „Veranstaltungschef“ Gerhard Diebow informierte über den neuesten Stand der Festvorbereitungen.

Der Flächennutzungsplan dient der Planung auf kommunaler Ebene und wird für das gesamte Gemeindegebiet gefertigt. Hierin sind die städtebaulichen Ziele dargestellt, zu deren Umsetzung im Rahmen der Landesplanung Dieter Kaus vom Ing. Büro Team 4 in der Sitzung referierte. Im Übrigen, so Kaus gleich zu Beginn, mangele es in der Gemeinde nicht an Bauland.
Wie Manfred Loos (SPD) betonte, sei es vorrangiges Ziel, Familien, die im Arbeitsleben stehen und Kinder haben, in die Gemeinde zu bringen, und ihnen auch topografisch höher gelegene Bauplätze anzubieten. Der Flächennutzungsplan sei eine der wenigen gestalterischen Möglichkeiten, die hierfür offen stünden. Kaus zeigte sich skeptisch; die Verteilungsmöglichkeiten des Bevölkerungszuwachses seien sehr begrenzt. Man habe es in den vergangenen 30 Jahren gerade mal geschafft, einen Rückgang zu vermeiden, wogegen sich bei den Gewerbegebieten eine ganze Menge getan habe. Zweiter Bürgermeister Gerhard Diebow (CSU) schlug vor, sich um mehr Gewerbeansiedlung zu bemühen, damit den Ort vom Kleinzentrum zum Unterzentrum zu machen und monierte darüber hinaus Lücken in den vorgelegten Statistiken.
Winfried Mergenthaler (SPD) kam auf Schulen und Bauplatzpreise zu sprechen, welche gerade für die angesprochenen Familien von großer Bedeutung seien, während Erwin Kratzer (CSU) im Einzelnen auf die enormen Anstrengungen verwies, welche die Gemeinde bei der Infrastruktur unternommen hat. Karin Pollmer (SPD) sah den Flächennutzungsplan eher nicht als Richtlinie, sondern als „übergestülpte Zwangsjacke“ an, worauf Geschäftsleiter Bernd Bogner erwiderte, dass der Plan auch der drohenden Verödung der Ortskerne entgegenwirken solle. Allgemeine Diskussionen seien nicht nützlich, befand an diesem Punkt Hermann Kraus (FWG) und schlug vor, mit den Ortschaften zu beginnen.
Zu Pommelsbrunn erläuterte Bürgermeister Jörg Fritsch, dass man hier über eine schon erschlossene Fläche von sechs Hektar verfüge; die müsse erst mal genutzt werden. Was möglich wäre, sei die Erweiterung des AWO-Heims nach Osten und eine gewerbliche Ansiedlung am Sportplatz – wenn dieser denn frei würde - welch Letzteres auch Herbert Brunner (FWG) gefiel. Die Ausweisung neuer Baugebiete sieht Kaus nicht, vielleicht noch am ehesten als Lückenschluss zur Grundschule, welchen Klaus Göttler (FWG) befürwortete. Marcus Flemming (FWG) votierte dennoch dringend für neue Baugebiete, während Winfried Mergenthaler (SPD) sich in längerer Rede dezidiert dafür aussprach, sich bei den gemeindlichen Zielen nicht starren planerischen Regeln in Form einer Flächennutzungsplanung zu unterwerfen.
Die Nutzung des Sportplatz-Areals als Gewerbegebiet würde ein neues Sportzentrum bedingen, dessen Schaffung und Lage schon länger im Gespräch ist. Fritsch erklärte, dass das Gelände an der Grundschule, und zwar jenseits der alten B14, sich am besten eigne und sowohl für Pommelsbrunn als auch Hohenstadt einen „gewissen Identifikationsgrad“ habe. Alternativ wäre noch das Gelände neben der Grundschule denkbar, was aber größere Schwierigkeiten beim Ausbau bringe. Weitere Diskussionen zu anderen Gemeindeteilen wurden abschließend für kommende Sitzungen angedacht.
Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Manfred Loos, gab einen ausführlichen Bericht über das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2008, der einstimmige Entlastung erfuhr. Loos lobte den Kämmerer Bernd Bogner für die Qualität der Aufstellung des Haushaltsplans; freiwillige Leistungen an Kindergärten sollten mit einem Leistungsnachweis verbunden sein, so seine Kritik, und die „leidigen offenen Abrechnungen“ aus den Jahren 2001 bis 2006 stünden bei mehreren Maßnahmen auch noch aus. Danach seien alle beitragsfähigen Projekte oder Baumaßnahmen zeitnah abgerechnet worden.
Die letzten – einstimmigen – Beschlüsse betrafen dann die Wahlhelferentschädigung für den Volksentscheid und die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags im PEZ am 4. Juli zur Kirchweih Hohenstadt.
Bei der 700-Jahr-Feier in 2012 ist Gerhard Diebow Hauptbeauftragter, die Gesamtleitung liegt bei der Gemeinde. Diebow schilderte Einzelheiten zum Festwochenende vom 6.-8. Juli 2012. Die Vereine werden übers Jahr verteilt Veranstaltungen durchführen. Das Festzelt wird auf dem Parkplatz an der S-Bahn stehen, rund herum seien Aktionen angedacht. Ein Ehrenbeirat beschließt über die Verteilung der Einnahmen, die örtlichen Wirte Uli Vogel und Georg Gnahn teilen sich die Bewirtung. Nachdem die Chronik Dr. Brauns nicht verwendet werden darf, wird diese von Helga Manderscheid erstellt. Um die Finanzen kümmert sich Günther Dumhard, der Pressedienst liegt bei Klaus Schnaible, die Technik bei Klaus Göttler. Die Koordination der Vereine führt die UNO durch. Dass die Altneuhauser Feuerwehrkapelle für einen Abend verpflichtet werden konnte, sehen alle als besonderes Highlight an, ebenso wie die geplante Verbindung mit dem Landkreislauf. Natürlich wird es auch einen Festzug mit Abordnungen aus allen Gemeindeteilen geben.
Wie Fritsch dann noch ausführte, wird der Seniorentag auf Grund des großen Erfolgs wiederholt; für die Kläranlage Hartmannshof wird ein Gutachten über die Durchführung und Machbarkeit einer Überleitung an die zentrale Kläranlage Hersbruck erstellt. Die Hartmannshofer Hauptschule kann im kommenden Jahr alle fünf Klassen bilden. Im Zuge der Erneuerung des Dorfplatzes Pommelsbrunn wird es auch ein neues Buswartehäuschen für die Schulkinder geben, zwischen dem neuen Gemeinschaftshaus und der anschließenden Bebauung.
Helga Manderscheid