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Im vergangenen Jahr haben uns verschiedene Ereignisse mehr oder weniger berührt oder bewegt. Während die Krisenregionen Irak und Palästina nicht zur Ruhe kommen, greifen bei uns ab 01. Januar 2005 die neuen Sozialgesetze Hartz IV. Etliche Mitbürgerinnen und Mitbürger geraten dabei unschuldig in die soziale Armut. Bedauerlicherweise muss festgestellt werden, dass die Armen ärmer und die Reichen reicher werden und dies auch auf die Kommunen zutrifft. Höheren Gewinnen bzw. Dividenden werden tausende von Arbeitsplätzen geopfert. Wer früher in eine Firma wie Conradty, Diehl oder Siemens jung eingetreten ist, hat diese als verdienter Rentner wieder verlassen. Diese Zeit ist leider vorbei! Künftig können sich lediglich Gemeinden entwickeln, die in der Lage sind, Eigenmittel bei Zuwendungsmaßnahmen aufzubringen. Angesichts der starken Einbrüche bei den Steuereinnahmen ist dies vielen Gemeinden nicht mehr möglich, da kaum noch die Verwaltungshaushalte ausgeglichen werden können. Von 27 Städten, Märkten und Gemeinden konnten 17 keine Zuführung zum Vermögenshaushalt erwirtschaften! Die nachfolgenden Zahlen aus der Statistik des Landratsamtes weisen unsere Gemeinde bei der Finanzausstattung im letzten Drittel aus. Dies stellt einen krassen Gegensatz zum Finanzbedarf einer Flächengemeinde dar. Mit 50 qkm steht unsere Gemeinde an zweiter Rangstelle bei der Fläche und mit 5.416 Einwohnern an elfter bei den Einwohnern. Steuerkraft 382,-- €/Einwohner Rang 21 (Reichenschwand 935,-- €/E) Einkommensteuer 273,-- €/Einwohner Rang 19 (Rückersdorf 475,-- €/E) Gewerbesteuer 101,-- €/Einwohner Rang 15 (Hartenstein 1.349,-- €/E) Grundsteuer 65,-- €/Einwohner Rang 16 (Hartenstein 92,-- €/E) Die angekündigte Erhöhung der Kreisumlage um weitere 3,11 %-Punkte auf 49,20 % und die voraussichtliche Solidarumlage von netto ca. 125.000,-- € belasten unseren nächstjährigen Haushalt erheblich. Das Umlagesystem ist dabei in Frage zu stellen. Wegen des umfangreichen und kostenträchtigen Wasserversorgungsprojektes mussten weitere anstehende Maßnahmen aufgeschoben werden. So bleiben meinem/r Nachfolger/in viele Möglichkeiten, interessante und auch notwendige vor allem nachhaltige Projekte zu verwirklichen. Im auslaufenden Jahr konnten die Ortskanalisationen mit Ortsnetzerneuerung der Wasserversorgung und Ortsausbau in Arzlohe und Kleinviehberg erledigt werden. Das Wasserversorgungsprojekt wurde mit dem Pumpwerk Hohenstadt-West und dem Hochbehälter Kleinviehberg sowie verschiedenen Verbindungsleitungen fortgesetzt und soll mit den beiden neuen Hochbehältern in Mittelburg und Eschenbach im nächsten Jahr abgeschlossen und abgerechnet werden. Der Mut von Verwaltung und Gemeinderat, die beiden letzten Versorgungsprojekte trotz unsicherer Zuwendungsvoraussetzungen in Auftrag zu geben und zu beginnen hat sich im nachhinein gesehen gelohnt. Im Rahmen des Vertrauensschutzes ist in der neuen RZWAS 2005 ein 5%iger Abschlag zur vorherigen Förderung vorgesehen. Dieser ist in der Kalkulation zu den Verbesserungsbescheiden bereits berücksichtigt. Die sieben Bürgerversammlungen im Oktober/November dieses Jahres waren mäßig bis durchschnittlich besucht und verliefen äußerst sachlich. Unüberhörbar war die Bitte, zu den erlassenen Verbesserungsbescheiden keine Nachforderungen mehr zu stellen. Der Einsatz in unseren einzelnen Abteilungen bzw. Betrieben war von verschiedenartigen Erfordernissen geprägt. So musste sich die Abteilung Wasserversorgung auf die neue Anlagentechnik einstellen und war mit Umbindungen, Inbetriebnahmen und Desinfektionen befasst. Letztlich mussten im abgelaufenen Jahr sehr viele überfällige Wasserzähler ausgetauscht werden. Um jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen wurde mit Paul Frühwald an der Kläranlage Hartmannshof ein Azubi als Ver-/Entsorger eingestellt. In der Grundschule hat die Fam. Henkel die Nachfolge von Frau Janzen angetreten. Die Familie entlastet den Hausmeister Herrn Braun. Vor allem werden Arbeiten erledigt, die bisher aus Zeitgründen nicht getätigt werden konnten. Der Bauhof hat ebenso ein großes Pensum abgespult. Mittlerweile konnte der Anbau der noch nicht ganz fertiggestellt ist, teilweise in Betrieb genommen werden. Durch die Ausweitung von Baugebieten und den teilweisen Rückzug der Firma Zaunbau-Gnahn ist eine wesentliche Mehrbelastung für den Winterdienst zu erwarten. Bedenkt man, dass unsere Kollegen ab 03,00 Uhr sowohl bei großer Kälte als auch bei Schneefall für saubere Straßen und Wege sorgen sollen, so muss diese außerordentliche Leistung gewürdigt werden. In der Verwaltung waren erhebliche Umstellungen im Computerbereich zu bewerkstelligen. Allerdings kann hier durchaus von einem hohen Ausstattungsniveau gesprochen werden. Die Sachgebiete "Bau" und "Liegenschaften" waren durch unsere Baumaßnahmen in Sachen Grunderwerb und Dienstbarkeiten erheblich belastet. Seit der ersten Bescheidserstellung für die Wasserversorgung im November 2002 steht die Finanzverwaltung unter einem außerordentlichen Arbeitsdruck. Ein erheblicher Zeitaufwand entstand dabei durch die Aufklärungsarbeit in vielen Einzelfällen. Neuerdings steht nun die Bearbeitung der ca. 20 Klagen im Widerspruchsverfahren zu den Herstellungs- und Verbesserungsbescheiden an.