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Das Vorgeschichtsmuseum Urzeitbahnhof - unsere Vorzeit erkunden und erleben.

Tag des offenen Denkmals

Die aktuelle Diskussion über den Klimawandel hat die vor über 50 Jahren begonnenen Ausgrabungen in der Steinberg-Höhlenruine von Hunas in ein neues Licht gerückt, sind doch die dort gemachten reichhaltigen Funde eine präzise Dokumentation nicht nur der Geschichte des eiszeitlichen Menschen und seiner Umwelt, sondern auch der jeweils herrschenden Kalt- und Warmzeiten der letzten Jahrhunderttausende. Prof. Dr. Ludwig Reisch und Dr. Brigitte Hilpert vom Institut für Ur- und Frühgeschichte bzw. vom Institut für Paläontologie der Universität Erlangen-Nürnberg informierten mit ihren Teams in halbstündigen, sehr gut besuchten Führungen am Tag des offenen Denkmals über die Geschichte der Höhlenruine und die in der Grabungsperiode 2007 gemachten Funde, darunter auch Handknochen eines Berberäffchens und Überreste von Höhlenbären. Insgesamt wurden im Lauf der Jahre nicht nur 140 Tierarten dokumentiert, sondern durch Steinwerkzeug- und Zahnfunde auch die Anwesenheit des Neandertalers. Neben den lebendigen Informationen konnte man an diesem Tag in der Praxis der Eiszeit „näherkommen“: Prof. Reisch zeigte an Hand der Bearbeitung von Steinknollen die Herstellung scharfer Spitzen und Schaber, mit denen der Eiszeitmensch höchst effektiv hantieren konnte. Auf der Wiese gab es eine Station zum Speerschleudern auf das Abbild eines Wollnashorns, während beim Stützpunkt der Forscher winzigste, von der ebenfalls arbeitenden Schlämmanlage herausgefilterte Überreste wie Mäusezähne oder Röhrenknöchelchen mit meisterlicher Geduld sortiert wurden. In einer Vitrine präsentierten sich die Funde 2007.

Helga Manderscheid
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