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zurück Die Pommelsbrunner Gemeindeteile 28.4.2017
Ortsteil Hofstetten  

Einwohnerzahl zum 1.7.2009: 27, Nebenwohnsitze: 1

Allgemeines

Das kleine Dorf Hofstetten liegt auf einer Höhe von 545 m über NN südöstlich von Hersbruck an der Grenze zwischen Mittelfranken und der Oberpfalz.

Geschichtlicher Abriss

Hofstetten ist erst spät im Zuge des Landausbaus und der Kolonisation von Grenzertragsböden im 10.-13. Jahrhundert entstanden. Der Name leitet sich vermutlich von dem mittelhochdeutschen "hovestat" ab und meint einen Ort, wo ein Hof mit den dazugehörigen Gebäuden stehen konnte. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Weiler im Baierischen Salbuch von etwa 1275. Dort werden drei Huben (Halbhöfe) in "Hofsteten" genannt. Dann erscheint Hofstetten wieder im Urbar der Propstei Hersbruck des Klosters Bergen bei Neustadt/Donau von etwa 1300, ferner im Salbüchlein Kaiser Karls IV. von 1366 als "Höfsteten".

Genaueres über die Hofstettener Besitzverhältnisse verrät das "Salbuch der Frauen von Berg(en) vber die zinß vnd gült der Brobstey bey Herspruck Ao 1529". So werden erwähnt Hanß fuchs, Hanß weber, Clara müllerin und Niepaur mit den von ihnen zu leistenden Abgaben. 1564 wurde ein Hirtenhaus gebaut. Eine Besonderheit war die politische Grenze zwischen dem Pflegamt Hersbruck (Reichsstadt Nürnberg) und dem Landrichteramt Sulzbach, die mitten durch Hofstetten gezogen wurde. Dies geht zurück auf den Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05, bei dem Nürnberg östlich der Reichsstadt gelegene Gebiete dazugewonnen hatte. Die Grenze hat Paul Pfinzing 1596 auf seiner Karte vom Amt Hersbruck ziemlich genau festgehalten. Die Trennung bewirkte, dass zum Beispiel 1730 die Kinder teils in Thalheim, teils in Fürnried zur Schule gingen.

Um 1800 gab es in Hofstetten drei Anwesen und neun Einwohner. Die hohe Gerichtsbarkeit lag beim Nürnberger Pflegamt Hersbruck, die zuständige (protestantische) Pfarrei lag in Alfeld mit Filialkirche in Fürnried. 1806 wurde Nürnberg mit seinem Landgebiet dem Königreich Bayern einverleibt. Bei der ersten bayerischen Gebietsreform zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Hofstetten dann mit seinen Ortsfluren Sulzbach zugewiesen, bei der zweiten in den 70iger Jahren des 20. Jahrhunderts kam es zunächst zur Gemeinde Hartmannshof und danach zur Großgemeinde Pommelsbrunn.
Momentan befinden sich in Hofstetten neun Anwesen, ferner fünf Wochenend-Häuser .

Weitere sehenswerte Punkte in Hofstetten:

Die Gebäude in den Anwesen Nr. 1 und Nr. 3, inmitten von Wiesen- und Gartenflächen gelegen, tragen zum schönen Ortsbild bei. Das mehrfach umgebaute massive Haus Nr. 1 war ursprünglich ein erdgeschossiges Wohnstallhaus, wurde später aufgestockt und nach Osten hin durch ein großes Giebelhaus erweitert. Das Fachwerk liegt unter Putz. Das Haus Nr. 3, auf einer tieferliegenden Geländeterrasse befindlich, ist ein eingeschossiges ehemaliges Wohnstallhaus mit restauriertem Fachwerkgiebel und entstammt im Kern dem 18. Jahrhundert.

Rund 500 Meter nordwestlich von Hofstetten liegt die Höhle "Spurzlgrou". Um den Ort führen gut markierte Wanderwege, die mit einer Fülle von Bäumen und Sträuchern, Pflanzen und Felsformationen aufwarten.

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