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Gemeinderatssitzung vom 30.11.2017

Eine Reihe von Bauanträgen, das Leerstandsmanagement im Ortsteil Hohenstadt und Informationen zum Winterdienst gaben anlässlich der jüngsten Gemeinderatssitzung reichlich Anlass zu Diskussionen im Gremium.

Die Errichtung eines Carports auf bestehenden PKW-Stellplätzen in der Rehbühlstraße in Hohenstadt wurde einstimmig genehmigt. Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde die Nutzungsänderung von Rinderstall zu Pferdestall auf der Flur-Nr. 11 in Hubmersberg, allerdings erst nach längerer Beratung. Während die Entwässerung gewährleistet ist, ging es den Räten vor allem um die Zufahrt und deren Sicherung durch Pachtvertrag und Vorkaufsrechte. Wie mitgeteilt wurde, habe auch eine Fahrsimulation mit Anhängern und kleinen bzw. großen LKWs stattgefunden, die befriedigend  verlaufen sei.

Ein bereits genehmigter Bauantrag musste nochmals behandelt werden, weil der Bauherr eine Dachänderung vom fränkischen Baustil zu einem Pultdach beabsichtigt, was zu einer Minderung der Gesamthöhe des Gebäudes führen würde. Diesen Faktor hob Bürgermeister Jörg Fritsch als positiven Effekt hervor. Auch diese Änderung wurde genehmigt, allerdings mehrheitlich mit einer Gegenstimme.

Die Errichtung eines Wohnhauses auf Flur-Nr. 1616 in Hohenstadt bedingt eine Satzungsänderung für Hohenstadt Nord, da im bereits überplanten Bereich eine bauliche Tabu-Zone festgesetzt ist. Bei einem Vor-Ort-Termin mit einem Vertreter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurde der Abstand zum Wald in Augenschein genommen, auch hat der Antragsteller sein Einverständnis zugesichert, dass das Haus noch einige Meter weiter vom Wald entfernt geplant wird. Zusätzlich besichtigten Mitglieder des Bau- und Grundstücksausschusses den Standort im November. Der Beschluss zur Änderung der Tabu-Zone der Satzung Hohenstadt Nord erging dann einstimmig.

Im September wurden 35 Eigentümer von unbebauten Grundstücken bzw. leer stehenden Gebäuden in Hohenstadt mit der Bitte angeschrieben, an einer Bürgerbefragung zur zukünftigen Nutzung ihrer Grundstücke bzw. Gebäude teilzunehmen. Davon gaben 17 Eigentümer den Fragebogen ab, acht unter ihnen könnten sich eine Veräußerung ihres Grundstücks vorstellen und sechs davon wünschen sich eine Unterstützung bei der Vermarktung durch die Gemeinde. Mit den letzteren wird die Gemeinde in Verbindung treten.

Franz Altmann/Grüne bezeichnete das Angebot der Gemeinde als „gute Sache, an der man dran bleiben sollte und die man in regelmäßigen Abständen, etwa alle drei Jahre, wiederholen sollte“. Marcus Flemming/FW zeigte sich überrascht über die relativ vielen Rückmeldungen („ein Einstieg ist gemacht“) und schlug die Einrichtung einer Web-Site vor. Gemeinde-Sachbearbeiterin Kathrin Leipenat teilte ergänzend mit, dass das Angebot weiter offen stehe. Die von 2. Bürgermeister Reinhard Weih/CSU angesprochene Konkurrenz zu Immobilienmaklern sah Marcus Flemming/FW nicht gegeben. Man zeige schließlich nur die Möglichkeit auf, ohne weitere Einzelheiten.

Zu  Veränderungen beim Winterdienst, vor allem durch Übernahme anderer Dienstleister an verschiedenen Punkten, gab der technische Leiter der Gemeinde, Christian Brand, ausführlich Auskunft. Mit Hilfe eines Tablets werden alle Einzelheiten von ihm festgehalten, was 2. Bürgermeister Reinhard Weih positiv bewertete. Man könne sich nicht genug absichern, weil es viele Bürger gäbe, die „klagefreudig“ seien. Bürgermeister Fritsch ergänzte, dass hier jedes Jahr „nachjustiert“ werden müsse.

Zum aktuellen Stand  beim Breitbandausbau gab Geschäftsleiter Marcus Gnan Auskunft. Man kämpfe noch mit der Abwicklung und habe den Bewilligungszeitraum bis Ende April 2018 verlängern müssen. Vor allem müsse sichergestellt sein, dass „uns zuwendungstechnisch nichts entgeht“. Die Freiwillige Feuerwehr Hohenstadt beklagte Mängel an ihrem Feuerwehrhaus, was der technische Leiter Christian Brand bereits bearbeitet.

Helga Manderscheid



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