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Ferienprogramm: Was war los auf den Straßen im Mittelalter?

Der Museumsverein Pommelsbrunn beteiligte sich auch heuer wieder am Ferienprogramm der Gemeinde. Viele Kinder interessierten sich für dieses Thema.

Zu Beginn erzählte Edith Kolb den Kindern einiges zu diesem Thema:                                                    Wie sahen die Straßen überhaupt aus? Na, ja, mit heutigen Straßen sind sie auf jeden Fall nicht zu vergleichen. Sie bestanden hauptsächlich aus Gleisspuren, die die Wagen in den Boden gedrückt hatten. Oft waren es waren nur Trampelpfade, manchmal auch gefährliche Alpenpässe. Wenn es regnete oder schneite wurden sie rutschig und unbefahrbar.

Wie gefährlich war es damals die Stadt zu verlassen und durch die „Wildnis“ drum herum zu reisen? Man war der Natur ausgeliefert. Schuhe konnte sich fast niemand leisten. Stets bestand die Gefahr unter solch schwierigen Bedingungen krank zu werden. Man musste auch damit rechnen, dass man wilden Tieren oder Räubern zum Opfer fiel.

Die Straßen waren sehr belebt. Ein buntes Völkchen war damals unterwegs: Pilger, Bettler, Bauern zu Fuß, Könige und Kaiser in Kutschen (doch das war sicher auch nicht angenehm auf den holprigen Wegen), Landsknechte und Boten auf Pferden.….. und nicht zuletzt waren Kaufleute anzutreffen. Sie transportierten ihre vielfältigen Waren zu Fuß, auf Eseln oder Maultieren, Pferdewagen und Ochsenkarren. Dabei legten sie oft weite Wege zurück. Wolle kam aus England, Wein aus Frankreich, Gewürze aus fernen Ländern. Eisen wurde aus unserer Richtung nach Nürnberg transportiert, dort geschmiedet und anschließend wieder Richtung Böhmen gefahren. Das wichtigste Transportgut war lange Zeit das Salz.

Es ist schon erstaunlich wie sich die Reisenden früher ohne Landkarte und Navi zurechtgefunden haben.

Beim zweiten Teil des Nachmittags wurde „getafelt“ mit mittelalterlichen Gerichten: z.B. Lebkuchen, Fleischbällchen für arme Leute, oder „Einer Klugen Speise“.

Auch Gaukler zogen im Mittelalter durch die Gegend und zeigten in den Städten ihre Künste. Deshalb stand beim letzten Teil der  Veranstaltung  Zauberei und Basteln auf dem Programm.

(Edith Kolb)

 



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