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Waldweihnacht Arzlohe

In einem langen Fackelzug wanderten auch in diesem Jahr viele Gläubige hinaus zur Kapellenruine „Zum Heiligen Baum“, um am Thomastag unter den knorrigen Linden das Wort Gottes zu hören.

Der uralte Gebetsplatz, über Jahrhunderte hinweg historisch nachgewiesen, hat nichts von seinem einmaligen Zauber verloren. Auch Prädikant Martin Pflaumer, der unter einem klaren Sternenhimmel die Predigt hielt, nannte ihn „einen alten Platz christlicher Verkündigung“.  Weihnachten sei der Versuch Gottes, sein Eigentum zu betreten, wobei sich alles dagegen sträube, dass das tatsächlich geschieht, meinte der Seelsorger. In seinen Worten schlug er den Bogen vom Mädchen Maria, dem Bräutigam Josef, von König Herodes und dem Kaiser in Rom über die angeordnete Volkszählung zu dem „Weihnachten“, das sich unter höchst unzulänglichen Umständen in einem Viehunterstand am Rande der judäischen Steinwüste zutrug. Gott habe sich durchgesetzt, seine „Lieblingsidee“ sei Wirklichkeit geworden. Trotz aller schreienden Ungerechtigkeit in der heutigen Welt könne man Weihnachten als die Antwort Gottes betrachten, zu der wir nur unser eigenes „Ja“ beisteuern müssten, denn denen, die ihn doch in seinem Eigentum aufnahmen, gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.

Der  Posaunenchor unter Philipp Wild und der Kirchenchor, Leitung Deborah Reichel, begleiteten die Feier mit festlichen Klängen, zu denen sich beim Vaterunser auch das Geläute der Arzloher Glocke gesellte.

Helga Manderscheid

Bild: Prädikant Martin Pflaumer bei seiner Predigt



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