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30 Jahre Eschenbacher Blasmusik

Seit 30 Jahren ist die Eschenbacher Blasmusik fester Bestandteil des musikalischen Lebens in der Region und hat sich in dieser Zeit einen hervorragenden Namen gemacht. Grund genug, mit einem Festabend im bis auf den letzten Platz besetzten Gasthof „Goldener Engel“ (Lehr) auf die erfolgreiche Vereinsgeschichte zurückzublicken und Ehrungen vorzunehmen.

Eigentlich sind es 15 Musiker, aber an diesem Abend fielen aus gesundheitlichen Gründen drei von ihnen aus. Dies hinderte den restlichen Klangkörper unter Leitung von Torsten Simon aber nicht, den zahlreichen Zuhörern, darunter Landrat Armin Kroder, Vize-Bürgermeister Reinhard Weih, Altbürgermeister Werner Oberleiter, Pfarrer Gerhard Durst und Pfarrer Roland Klein, einen Ohrenschmaus der Extra-Klasse zu bieten. Vorsitzender Jörg Tippmann, der die Begrüßung übernommen hatte, konnte neben den Ehrengästen auch die Gründungsmitglieder, Vertreter von Eschenbacher Vereinen sowie als Unterstützung die Hubertus-Musikanten willkommen heißen und kündigte gleich an, dass an diesem Abend der offizielle Teil klein gehalten werde, damit die Musik nicht zu kurz komme.

Der „Liebesboten-Marsch“ hatte bereits den Anfang gemacht, gefolgt von einer Mährisch-Böhmischen Runde. Dann waren nach einer dem Totengedenken gewidmeten Schweigeminute die Grußworte an der Reihe. „Musik ist die einzige Botschaft, die überall verstanden wird“ meinte 2. Bürgermeister Reinhard Weih. Die Eschenbacher Blasmusik habe diese Botschaft über die Gemeindegrenzen hinaus getragen und sei zum musikalischen Aushängeschild geworden. Mit den besten Wünschen für weitere erfolgreiche Auftritte überreichte er dem Vorsitzenden einen Scheck. „Ihr sorgt für Gottes Lohn für Musik zum Pfingstfest“ dankte anschließend Pfarrer Gerhard Durst im Namen der Kirchengemeinde für einen der vielen regelmäßigen Auftritte der Musikanten und wünschte Gottes Segen.

Ein witziges Grußwort in Mundart-Versen hatte Obmann Reinhard Munker mitgebracht, der gleichzeitig Kuverts im Namen der neun Eschenbacher Vereine sowie der Raiffeisenbank überreichte. Mit viel Humor fasste er zusammen, wie selbst von Gicht und Rheumatismus Gebeutelte beim Klang der Blasmusik plötzlich wieder das Tanzbein schwingen würden. Landrat Armin Kroder – erst verspätet eingetroffen – vollendete den Reigen der Grußworte, dankte für das große Engagement im ganzen Landkreis Nürnberger Land und wünschte gleichzeitig viel Erfolg bei der Jugendarbeit. Auch er hatte einen Scheck mitgebracht.

Die Verlesung der Chronik durch Peter Seitz, Gründungsmitglied, 2. Vorsitzender und Schriftführer in Personalunion, rief den Anwesenden 30 Jahre Vereinsgeschichte ins Gedächtnis, von dem Augenblick an, als sich 1983 Mitglieder des bereits existierenden Posaunenchors zusammentaten, um die Eschenbacher Blasmusik zu gründen. Eine tragende Rolle übernahm dabei Martin Schmitz, der bis 1992 nicht nur die Rolle des 1. Vorstands (gefolgt von Georg Ott) und bis 2010 jene des musikalischen Leiters übernahm, sondern auch, unterstützt von Karl Winter, insgesamt mehr als 200 Notensätze umschrieb und neu arrangierte. Es folgten viele Proben, 1984 fanden bereits 13 Auftritte statt. Danach spielte man bei Festzügen, Volkstanz-Veranstaltungen, Musikantentreffen und Kirchenkonzerten sowie bei zahlreichen Festen im Dorf. Seit 2010 leitet Torsten Simon die Kapelle, Jörg Tippmann übernahm 2013 das Amt des Vorsitzenden.

Mit Ehrungen schloss der offizielle Teil, den die Hubertus-Musikanten mehrfach mit flotten Beiträgen „aus dem Eck heraus“ begleitet hatten. Martin Schmitz erhielt mit herzlichem Dank für seinen gesamten jahrzehntelangen Einsatz eine alte Trompete überreicht, auch Vereinswirt Helmut Lehr konnte ein Instrument in Empfang nehmen. Der Rest des Abends war dem breit gefächerten Repertoire der mit Herz und Begeisterung aufspielenden Vollblut-Musikanten gewidmet, die für ihre mit exzellenter Interpretation und punktgenauen Einsätzen vorgetragenen Stücke viel Applaus ernteten.
Helga Manderscheid

Bild: Reinhard Munker (re.) überreicht Schecks der neun Eschenbacher Vereine sowie der Raiffeisenbank Hersbruck an Vorsitzenden Jörg Tippmann (li.)



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