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Schlosshofserenade

Ein Spaziergang durch den romantischen Schlossgarten der Freiherren von Ebner-Eschenbach bedeutet allemal Genuss für alle Sinne. Wenn sich dann aber alle Eschenbacher Chöre zu einer Schlosshofserenade zusammentun, entsteht ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

So auch in diesem Jahr, als Lenore Freifrau von Ebner-Eschenbach ihren Garten wieder für diesen sommerlichen musikalischen Höhepunkt zur Verfügung stellte. Durch das Programm führte Pfarrer Gerhard Durst, der schon eingangs an ein Luther-Wort erinnerte. „Die Musik ist die höchste Gabe Gottes, weil sie trübe Gedanken verscheucht und das Herz des Menschen fröhlich macht“, so der Geistliche, der die Besucher herzlich zur unter Federführung des Kirchenchors veranstalteten Serenade willkommen hieß.

Mit einer „Festlichen Intrade“ eröffnete der Posaunenchor unter Leitung von Hubert Ruppert das Programm, welches er später mit Beiträgen wie „Just a Closer Walk with Thee“, „Tango aferrado“ oder „Kein schöner Land“ fortsetzte. Die Eschenbacher Blechbläser zeigten einmal mehr dynamisch und facettenreich eine überzeugende Leistung. Der gemischte Kirchenchor, verstärkt durch das Hornquartett Hartmannshof, widmete sich unter Stabführung von Gerhart Neubauer zauberhaften deutschen Volksliedern wie „Der Lindenbaum“ und „Ännchen von Tharau“, steuerte aber auch eine „Aria aus den Grobschmiedvariationen“ von Händel bei.

Die wehmütige Weise vom Elternhaus stand dagegen auf dem Programm des MGV Eintracht 1862, wieder unter Leitung von Hubert Ruppert, aber auch „Das Lächeln kommt vom Trinken“ und „Ma come bali bella bimba“. Beide Chöre setzten einfühlsam und klangvoll unterschiedliche Akzente, die dem Publikum sehr gefielen. Die musikalische Vielfalt des Nachmittags ergänzte dann der Gospel-Pop-Chor „esbecial“ unter Sonja Durst, dessen Mitglieder mit viel Begeisterung und Schwung „Amazing Grace“, „Ich bin bei dir“ oder „The rose“ zum Besten gaben und damit für gekonnte Abrundung sorgten.

Mit dem Eschenbacher Heimatlied von Eduard Kolb, von allen Mitwirkenden gespielt und gesungen, endete der zauberhafte Melodienreigen. Es gab Applaus in Hülle und Fülle für die Chöre, Blumen und Wein für Chorleiterinnen und Chorleiter und einen Blumenstrauß für Baronin Ebner von Eschenbach, die übrigens alle Darbietungen im Publikum mit verfolgt hatte.
Helga Manderscheid

Bild: Gospel-Pop-Chor „esbecial“ unter Sonja Durst



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