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"Tag des Liedes" in Pommelsbrunn

Die zweite Veranstaltung des Männergesangvereins 1863 Pommelsbrunn im Rahmen seines 150-jährigen Jubiläums war in jeder Hinsicht eine „Aufführung der Superlative“. Noch nie wurden am „Tag des Liedes“ so viele Zuhörer am Dorfplatz gezählt, waren so viele Chöre gekommen, wurden so viele Lieder gesungen, hatte Petrus für so gutes Wetter gesorgt. Auch das Kuchenbuffet sprengte alle bisherigen Dimensionen.

„Keinen bangen Blick zum Himmel“ wollte Moderator Klaus Göttler bei seinen Einführungsworten werfen. Das langjährige Verwaltungsmitglied konzentrierte sich lieber auf das Programm, welches er unter einen Ausspruch von Schopenhauer stellte: „Der Gesang ist die wahre Sprache, die man überall versteht“. Ein Motto, das vor allem auch für den ältesten Pommelsbrunner Verein, den MGV 1863 gelten könne, der in diesem Jahr unter der Stabführung von Einhard Lauffer-Königer seinen 150. Geburtstag feiere.

Acht Chöre waren gekommen, um mitzufeiern: der Posaunenchor Pommelsbrunn unter Philipp Wild, der evangelische Kirchenchor Pommelsbrunn und der Chor „Gott zum Groove“(jeweils unter Leitung von Deborah Reichel), der katholische Kirchenchor Pommelsbrunn unter Markus Weinländer, der Gospelchor „Overcross“ mit Leiter Bernhard Wolf, der GV Eintracht Eschenbach unter Hubert Ruppert, der GV Hohenstadt, geleitet von Wolfgang Pöhner und der MGV Hartmannshof unter Stabführung von Birgit Rösch. Doch vor den Kunstgenuss, den der Posaunenchor mit einem Geburtstagsmarsch einleitete, hatte die Programmfolge erst die Begrüßung durch Vorsitzenden Georg Mertel gesetzt, der nicht nur Bürgermeister Jörg Fritsch mit mehreren Gemeinderäten willkommen heißen konnte, sondern auch Altbürgermeister Werner Oberleiter, die Pfarrer Roland Klein und Steffen Weeske, den früheren Pfarrer Karl Schmidt mit seiner Schwester Erika, Vertreter der örtlichen Banken sowie die Ehrenmitglieder des Vereins, Leo Haas und Konrad Pickel, und selbstverständlich die mitwirkenden Chöre mit ihren Chorleitern und Vertrauensleuten. Besonders hob Mertel die beiden Patenvereine aus Hohenstadt und Hartmannshof hervor, vergaß aber auch nicht, einen Dank an die vielen fleißigen Helfer/innen im Hintergrund auszusprechen.

Bürgermeister und Schirmherr des Jubiläums, Jörg Fritsch, freute sich besonders darüber, dass alle Chöre der Großgemeinde zur Gratulation gekommen waren. Auch er dankte den Organisatoren für ihre Mühe, dem Obst-und Gartenbauverein Pommelsbrunn für die schönen, neu aufgestellten Blumenpyramiden und lobte zudem das Engagement der Raiffeisenbank beim Ausbau des Dorfplatzes. Mit der Überreichung eines Kuverts an Kassier Lorenz Bär und dem Beethoven-Ausspruch „Musik kommt von Herzen und möge zu Herzen gehen“ schloss das Gemeindeoberhaupt seine Ausführungen.

Natürlich gab es im Rahmen der Auftritte noch weitere Geschenke und kurze Reden von Chorleitern und Chormitgliedern, die viel Glück wünschten oder, wie Altbürgermeister Werner Oberleiter, „alles Gute für weitere Jahre wertvoller Kulturarbeit“. Das putzigste Geschenk kam sicher von Sängerin und Kiga-Leiterin Ria Hubmann in Form eines „Chorknaben“, der – weil aus Holz – einen eher stillen Auftritt hatte. Dies traf auf die folgenden vielseitigen Chordarbietungen nicht zu, die vom Kirchenlied über schöne alte Volks- und Trinklieder bis hin zu Gospels und Schlagern reichten, den Dorfplatz stundenlang mit einem abwechslungsreichen, bunten Melodienreigen füllten und wieder einmal bewiesen, welch reges und engagiertes Chorleben in der Gemeinde zu Hause ist.

Vorsitzender Georg Mertel dankte am Ende eines schönen Serenaden-Nachmittags allen Mitwirkenden für ihre Auftritte und Geschenke, aber vor allem den höheren Mächten für das gute Wetter. Letzteres aus gutem Grund, hat der Pommelsbrunner MGV am „Tag des Liedes“ doch schon viel Pech mit Regen und Gewitter gehabt.
Helga Manderscheid

Bild: ein neuer „Sänger“ für den Chor, überreicht von Sängerin und Kiga Gehrestal-Leiterin Ria Hubmann (links) an Vorsitzenden Georg Mertel (rechts)



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