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Kirchweih Pommelsbrunn

Kein bisschen verlernt haben die Pommelsbrunner Kirwa-Paare das Feiern nach altem Brauchtum, trotz einer Pause von fünf Jahren. Diesmal gab es am Kirwa-Wochenende im „fränkischen Dorf an der Goldenen Straße“ jedoch ein paar feine Unterschiede zur herkömmlichen Kirchweih.

Zum einen musste kein Loch für den Baum gegraben werden, denn dieses war am Dorfplatz schon vorhanden. Unter einem harmlosen Gully-Deckel in der Pflasterung schlummerte eine hochtechnische Ausrüstung, in die der Baum mit Hilfe von Keilen, Ratsche, Bohrmaschine und Hammer nur eingespannt werden musste. Der angekündigte Kran kam dann doch nicht, sondern die Kirwa-Boum hievten das 20 Meter hohe, besonders schön mit Bändern und einer FCN-Fahne geschmückte Exemplar unter den Augen vieler Neugieriger ganz „konventionell“ mit Schwalben in der Rekordzeit von 20 Minuten in die Senkrechte. Außerdem traten junge und „ehemalige“ Kirwa-Paare zum Austanzen gemeinsam an, 13 Stück an der Zahl. Auch dass der wollige „Betz“ auf dem Fässla-Wagen mitfahren durfte, wurde zumindest in Pommelsbrunn noch nie gesehen.

Als sich die Paare am Sonntagabend bei prachtvollem Wetter mit Fässla-Fahrer und Kapelle zum Umzug aufstellten verlief jedoch wieder alles wie von alters her gewohnt. Am Gasthof Vogel wurde ausgiebig gesungen und getanzt, bevor man zum Dorfplatz zog, wo inzwischen schon Hunderte von Zuschauern warteten. Nicht nur Tische und Bänke waren bis zum letzten Platz besetzt, auch auf der Stufenanlage „Klein-Verona“ saßen die Kirwa-Besucher dicht gedrängt. „Mir san die Bammerschbrunner Boum, mir hamm an großen Kirchers-Turm“ hieß es dann ganz wahrheitsgemäß, als die Paare singend und tanzend um den Baum zogen. Nach einer halben Stunde war beim Weckerklingeln der Strauß bei Ehepaar Marion und Jürgen Pirner angelangt, die unter großem Hallo zum Oberkirwa-Paar gekürt wurden und als „alte Hasen“ geübt Geschenk und Krügel vom Baum angelten.

Während sich das Naturkundliche Heimatmuseum über den 120. Besucher des Tages freuen konnte und an Karussell, Schiffschaukel, Los- und Schießbude reger Zuspruch herrschte, brachten die Högenbachtaler Musikanten nicht nur mit Kirwa-Musik, sondern auch mit Super-Jazz den neuen Dorfplatz zum „Swingen“ und krönten damit einen optimal verlaufenen Kirwa-Neubeginn.
Helga Manderscheid



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