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Kirchweihtreiben und Baumaustanzen

Genau nach der langen Schlechtwetter-Front hatte die rührige Hartmannshofer ARGE ihre traditionelle Kirchweih platziert und so konnten sich vier Tage lang Einheimische und Gäste aus der ganzen Region bei Sonnenschein und blauem Himmel am umfangreichen bunten Programm freuen. Der Baum wurde gleich zweimal ausgetanzt, denn auch die „Ehemaligen“ gaben sich am letzten Tag die Ehre, tanzten und verlosten den Baum.

Zu Beginn musste jedoch erst eine kleine Hürde überwunden werden, denn – augenzwinkernd sei’s gesagt – beim Kirchweih-Ausgraben fand man nicht gleich die richtige Stelle vom Vorjahr. Dann konnte es aber so richtig mit Vogelsupp’n und Bieranstich losgehen. Ein 28 Meter messender Baumriese wurde aus dem Wald geholt, eine Nacht lang streng bewacht und dann unter Leitung des diesjährigen Schirmherrn Karl Hartmann aufgestellt; übrigens sorgt Hartmann schon seit 25 Jahren als „Kapo“ mit seinen Anweisungen dafür, dass beim Baumaufstellen auch alles richtig klappt. Der Kirchweih-Gottesdienst versammelte am Sonntag dann alle Kirwa-Boum und ihre Moila in der Friedenskirche, bevor man sich ins fröhliche Treiben rund um das große Festzelt stürzte. Dort versuchten vor allem die Kinder ihr Losglück am „Rollenden Glücksjoker“ oder errangen mit geschickten „Spicker-Würfen“ attraktive Preise. Das „Frische-Paradies“ lockte mit Eis und Crepes, aber auch Rundfahrten an Kinder- und Kettenkarussell waren sehr beliebt, während es die Papas eher zum Schießen ans „Jägerhaus“ zog.
Dichte Reihen von Zuschauern hatten sich bereits um den Baum gebildet, als gegen Abend der Zug der 17 Kirwa-Paare mit den „Bergwald-Musikanten“, dem Fässla-Fahrer und einem braven Betz an der Spitze dort eintraf, begleitet von einer kleinen Gruppe zauberhaft gekleideter Boum und Moila im „Mini-Format“. Der Wecker war dem schwülen Wetter angemessen eingestellt, denn schon nach 20 Minuten Singen, Gurzen und Tanzen klingelte dieser und kürte Christina Kellermann und Claus Tausendpfund zum Oberkirwa-Paar. Wie immer wurden beide erst einmal kräftig durch die Luft gewirbelt, bevor sie von der schwankenden Leiter aus Geschenk und Bierkrügel vom Baum „pflücken“ durften. Hierbei entwickelte besonders Claus Tausendpfund enormes Geschick, kein Wunder, ist er doch schon zehn Jahre Kirwa-Bou, nur übertroffen von Bernd Hauenstein mit 15 Jahren. Nach dem Ehrentanz und dem Einzug ins Festzelt stand dann fröhlichem Feiern mit der „Bergwald-Musi“ nichts mehr im Wege. Zusammen mit den „Jungen Kirchenreinbachern“, „Citizen X“, den „Chains“ und dem „Sommerseit’n-Trio“ hatten die Musikanten mit flotten Klängen während der ganzen Kirwa immer wieder für Bombenstimmung gesorgt.
Helga Manderscheid

Bild: das Oberkirwa-Paar Christina Kellermann und Claus Tausendpfund



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