Erneut zur Sprache kamen in der Februar-Sitzung die Klarstellungs- und Ergänzungssatzungen der Ortsteile Kleinviehberg und Mittelburg, aber auch das Sanierungskonzept für die Grundschule „Am Lichtenstein“. Mit Spannung von Räten und Bürgern erwartet und Höhepunkt des Abends: die neuesten Informationen zur Städtebausanierung des Hauptorts Pommelsbrunn.
Zu Kleinviehberg war bereits am 28.5.2009 ein Aufstellungsbeschluss erfolgt. Die inzwischen durchgeführte Anhörung der Bürger ergab allerdings einige Änderungswünsche, welche Dieter Kaus vom Ing. Büro Team 4 im Detail dem Gremium vortrug. Nachdem diese problemlos in die Klarstellungs- und Ergänzungssatzung eingearbeitet werden konnten und auch die Träger öffentlicher Belange hierzu keine Bedenken äußerten, erging einstimmiger Beschluss zum abgeänderten Entwurf. Ebenfalls einstimmig ging die Beschlussfassung zur Klarstellungs- und Ergänzungssatzung des Ortsteils Mittelburg über die Bühne, welche wegen einiger aus der Sitzung vom 19.11.2009 datierender Änderungen, insbesondere Ausgleichsflächen betreffend, erneut ausgelegt worden war.
„Wir machen die Grundschule fit für die Zukunft“ kündigte Bürgermeister Jörg Fritsch im Hinblick auf die durch Zuwendungen aus dem Konjunkturpaket II unterstützten Sanierungsmaßnahmen an. Allerdings werde das beschlossene Gesamtkonzept teurer kommen, nachdem man entschieden habe, notwendige Brandschutzmaßnahmen mit zu vollziehen; damit solle „die Baustelle Grundschule endgültig in den nächsten Jahrzehnten kein Thema mehr sein“. Die Gesamtsumme laut Kostenberechnung beläuft sich jetzt auf 790.000 Euro bei 310.000 Euro Zuwendungen aus dem Konjunkturpaket, wobei die Auflage dieses Förderungskonzepts völlig überraschend kam und im Rahmen der Finanzplanung nicht vorgesehen war. Wenn es allerdings solche Zuschüsse gebe, müsse man schnell zugreifen, was die Gemeinde erfolgreich getan habe. Immerhin hoffe man, dass die bereits vorbereitete Ausschreibung noch günstigere Resultate ergeben werde. Mit einer detaillierten Beschreibung der einzelnen Sanierungsmaßnahmen durch den technischen Leiter Erwin Bleisteiner konnte dieser Punkt abgeschlossen werden.
Im Ortsteil Fischbrunn haben die Bürger mit Hans Lett einen Ortsbeauftragten gewählt, dessen Amtszeit bis Mai 2014 dauern wird. Mit einem herzlichen Händedruck gratulierte Fritsch und dankte dem Fischbrunner für dessen Engagement.
Die vorbereitenden Untersuchungen von Ing. Büro Topos Team zur Ortskernsanierung von Pommelsbrunn sind abgeschlossen, weshalb dessen Planer Dieter Blase und Helmut Kündinger nun das Gesamtkonzept inklusive Zeitplan vorstellten. Mit über 40 Planpunkten soll der Ort in den nächsten Jahren attraktiver und schöner gestaltet werden. Heuer geht es vor allem um das neue Gemeinschaftshaus, das mit dem Heimatmuseum eine „funktionale Einheit“ bilden wird. Bis zum 700-jährigen Jubiläum in 2012 soll diese Maßnahme in der Ortsmitte einschließlich Renovierung des alten Schulhauses abgeschlossen sein. Im Übrigen, so Fritsch, sei es positiv, dass auch private Eigentümer einen Nutzen aus der staatlichen Förderung ziehen könnten. In den kommenden Wochen werde man deren Beteiligung und die der öffentlichen Aufgabenträger anstreben. Wie Blase ergänzte, sei das Konzept als Leitfaden gedacht; die endgültige Durchführung hinge natürlich auch von der jeweiligen Haushaltslage ab. Kündinger schilderte anschließend nochmals Einzelheiten wie Kostenzusammensetzung zum „Kombi-Projekt“ Gemeinschaftshaus/Museum und ließ neue Ideen zu Gestaltung und Nutzung einfließen. Insbesondere sollen ein Info-Punkt eingerichtet und die Öffnungszeiten des Museums verlängert werden. Wenn die Genehmigung bis August 2010 vorläge, könne nach Abbruch des alten Feuerwehrhauses noch im September mit den Bauarbeiten für das Gemeinschaftshaus begonnen werden. Bis Dezember habe man „das Dach drauf“, im Juni 2011 rechne man mit der kompletten Fertigstellung. Die Sanierung des Museums laufe parallel, wobei das Dach noch in diesem Jahr, die Fassade im nächsten Jahr dran sei.
Für die in Aussicht gestellten Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent wollen die Ämter natürlich auch ein in die Zukunft reichendes Museumskonzept sehen, das derzeit erstellt wird. Dass Teile des Neubaus für Ausstellungszwecke und -eröffnungen genutzt werden, ist dabei durchaus denkbar. Mit einer Diskussion zur „Trockenlegung“ der Museumsmauern (Kündinger: horizontale Bohrlochsperre) ging die Ratssitzung zu Ende, wobei die prinzipielle Durchführung der Ortskernsanierungsziele einstimmig befürwortet wurde.
Helga Manderscheid
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Bürgermeister Jörg Fritsch gratuliert Hans Lett aus Fischbrunn zur Wahl als Ortsbeauftragter dieses Gemeindeteils |