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20 Jahre Arge Kirchweih Hartmannshof

Die Erfolgsgeschichte in dem fränkischen Dorf an der Grenze zur Oberpfalz hat einen Namen: 20 Jahre Arge Kirchweih Hartmannshof. Bei der diesjährigen Nachkirwa gaben die engagierten Mitarbeiter der Arge noch einmal mächtig Gas und feierten mit einem Festabend und Ehrungen das 20-jährige Bestehen ihres Kirchweih-Vereins.

Bevor man jedoch zum offiziellen Teil schritt, hatten die „Ehemaligen“, nämlich die Alt-Kirchweihpaare beim Baumaustanzen noch ihren Auftritt und zeigten der Jugend, dass sie nichts verlernt haben. Jessica Walton und Mario Zeug hatten beim Wecker-Klingeln den Strauß in Händen und angelten in halsbrecherischen Aktionen ihre Geschenke vom Baum. Weil das Tanzen so schön war, drehte man sich im Festzelt zu den fetzigen Rhythmen der „Sommersait’n“ gleich weiter, bis es ernst wurde, Mitorganisator Rainer Utz ans Mikrofon trat und die Gäste begrüßte, unter ihnen auch Schirmherr Horst Volkert, Bürgermeister Jörg Fritsch, Altbürgermeister Werner Oberleiter, mehrere Gemeinderäte und Pfarrer Andreas Heindl.
Utz schilderte anschaulich die Entstehungsgeschichte der Arge, die sich ab 1990 aus kleinen Anfängen bis zum heutigen Umfang von rund 120 Mitarbeitern entwickelte. Hinter dem Ziel, einen viertägigen Vergnügungsbetrieb durchzuführen, stecke harte Arbeit, enormes Engagement und viel Idealismus, denn „nach der Kirwa ist schon wieder vor der Kirwa“. Utz bescheinigte seinen Mitarbeitern besten technischen und organisatorischen Stand und fügte hinzu, dass die Arge die erwirtschafteten Beträge samt und sonders in gemeinnützige Projekte im Ort stecke. Insgesamt kamen so in 20 Jahren 120.000 Euro zusammen, von denen beispielsweise der Kirchweih-Brunnen angeschafft wurde.
Auch Dank wolle er sagen. Zwar sei man in Hartmannshof von A bis Z (Archäologen bis Zement) Selbstversorger und damit autark, aber beim Bier müsse man doch aufs „Herschi“ (Hersbrucker Bier) zurückgreifen und man danke der Brauerei für ihre großzügige Unterstützung. Zu den treuesten Besuchern und Unterstützern der Kirchweih in drei Generationen gehöre auch die Familie Tausendpfund von Sebald Zement, welche immer ein offenes Ohr für alle Anliegen habe. Stellvertretend ließ er deshalb Seniorchefin Inge Tausendpfund durch Alexander Bock ein Blumenpräsent überreichen. Ein besonderes Lob ging an die Kirwa-Paare für ihr Durchhaltevermögen in einer anstrengenden Woche und an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer. Aus letzterer Truppe wollte die Arge neun Personen ehren, welche die gesamten 20 Jahre dabei waren, weshalb Bock weitere Geschenke überreichen durfte an „Finanzministerin“ Sonja Ringer, Dorle Lauterbach, Karl Hartmann, Hans Liebel, Harald Ringer, Rainer Steven, Siegfried Zagel, den „großen Antriebsmotor“ Horst Volkert und nicht zuletzt an den derzeitigen „Chef“ Michael Müller, der Volkert abgelöst hat. Bürgermeister Jörg Fritsch, zünftig im Arge-Hemd, betonte, dass die Frauen und Männer der ersten Stunde „ein Stück Geschichte“ geschrieben hätten; die Hartmannshofer Kirwa sei weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Er überreichte einen Scheck, den Brauereibesitzer Hermann Weid aus Hersbruck mit einem Gutschein über 200 Liter Bier ergänzte. Dieser war zur Stärkung an künftigen Tagen hochwillkommen, denn schließlich ist „nach der Kirwa vor der Kirwa“.
Helga Manderscheid



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