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Kirchweih Hartmannshof - Kirchweihtreiben und Baumaustanzen

Vier Tage lang geht es bei der traditionellen Kirchweih in Hartmannshof so richtig rund. Wofür andere Orte normalerweise eine Profi-Agentur bräuchten, stellen dort die Mitglieder der Kirchweih-Arge gekonnt selbst auf die Beine und dies schon seit 20 Jahren. Nach zünftiger Vogelsupp’n, ´üéieranstich und Baumaufstellen an den Vortagen trafen sich am Sonntag die Ortsbewohner und jede Menge Besucher aus der Region zum Baumaustanzen vor dem großen Festzelt.

„Die Hartmannshofer reißen Bäume aus, sie trinken nicht aus Bechern, sie saufen aus den Fässern und schlafen auf den Dächern“ – solche und andere kühne Behauptungen erschollen rund um den 30,77 m hohen Baumriesen, als die Hartmannshofer Kirwamoila und -buam ihr Austanzen eröffneten. Vorausgegangen war ein langer Zug durch den Ort, angeführt von den „Bergwaldmusikanten“, dem Fässlafahrer und einem geduldigen Betzen. Dichte Reihen von Zuschauern umstanden den mit Birken geschmückten Tanzplatz, als die Paare zur schmissigen Musik einzogen. Viele Tanzrunden und Kirwa-Lieder später klingelte nach 25 Minuten endlich der Wecker und bestimmte Katja Höfler und Matthias Bock zum Oberkirwa-Paar. Bock, der diesmal alles rund um die Kirwa-Paare organisiert hatte, und seine Partnerin wurden erst einmal kräftig durch die Luft geschwenkt, bevor sich beide mit der schwierigen Aufgabe befassen konnten, auf schwankender Leiter Bierkrügel und Geschenk vom Baum zu holen. Nach erfolgreicher „Arbeit“ absolvierten sie auch noch den Ehrentanz rund um den Baumriesen, bevor alle ins Festzelt zogen oder sich im Freien auf Bänken niederließen. Auch die Bürgermeister Jörg Fritsch, Gerhard Diebow, viele Gemeinderäte sowie Altbürgermeister Werner Oberleiter genossen sichtlich den zünftigen Kirwa-Abend.
Derweil hatte sich die Jugend an Schatzinsel, Glücksjoker und Schießbude kräftig amüsiert, während die Kleinsten ausdauernd das Karussell belagerten. Treffsichere junge Damen hängten beim „Spickern“ die gleichaltrigen „Herren der Schöpfung“ locker ab und sicherten sich nach vielen geplatzten Ballons attraktive Gewinne. Auch Popcorn, Mandeln und Bratwürste fanden begeisterte Liebhaber, während der Ausschank alle Hände voll zu tun hatte, um die durstigen Kehlen feucht zu halten. Ganz aus dem Rahmen fiel nur das Wetter: nicht traditionell regnerisch, sondern durchgängig sonnig und trocken.
Helga Manderscheid



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