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Kathreintanz im Markgrafensaal
Wenn die "staade" Zeit anhebt, wird das Tanzen beendet. "Kathrein stellt den Tanz ein", das ist der Termin vor dem Totensonntag, an dem letztmalig Gelegenheit ist, sich so richtig auf dem Tanzboden auszutoben. Im vollbesetzten Markgrafensaal machten die Schüler von Tanzmeister Helmut Sonntag und Gäste aus der ganzen Region davon weidlich Gebrauch, was besonders Initiatorin Christa Nürnberger freute, die selbst kaum einen Fuß vom Parkett bekam. Seit 25 Jahren unterrichtet Sonntag unter Mithilfe von Ehefrau Gerdi im Volkstanz und weiß genau Bescheid über Polka, Zwiefachen, Schottisch, Rheinländer und Walzer. Auch die feineren Details von so ungewöhnlichen Tanzbezeichnungen wie Schlamperer, Stampfer, Schwarzer Peter, Spinnradl und Bauernmadl sind ihm bekannt. Bei gleicher Melodie seien diese Tänze regional bereits verschieden, berichtete er im Gespräch mit der HZ, in der Oberpfalz wird schon anders getanzt als in Mittelfranken. Nach der Begrüßung durch Christa Nürnberger und Helmut Sonntag präsentierten sich die rund 20 Paare, welche er in einem fünfwöchigen Tanzkurs in die Geheimnisse des Volkstanzes eingeweiht hat, zusammen mit anderen Tanzbegeisterten sehr motiviert, so dass der flott aufspielenden Eschenbacher Blasmusik unter Martin Schmitz nur wenige Verschnaufpausen vergönnt waren. Am Beginn stand natürlich die große Polonäse durch den ganzen Saal, danach drehte man sich gekonnt im Walzerschritt oder übte die durchaus anspruchsvollen Figurentänze. Tanzmeister Kurt Graß aus Schwarzenbruck hatte in diesem Jahr den Unterricht nicht wahrnehmen können; zum Kathrein-Tanz war er dennoch erschienen und verstärkte das Aufgebot auf dem Parkett. Wieder ein gelungener Abend, fanden die Tanzpaare, auch dank der guten Bewirtung durch die bewährte Markgrafensaal-Mannschaft. Helga Manderscheid


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