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Kirwa Pommelsbrunn 2005
Pommelsbrunn (ma) - Von Mittwoch bis Dienstag, also fast eine Woche lang, feierten die Pommelsbrunner ihre diesjährige Brauchtums-Kirchweih. Gleich zweimal Vogelsuppe in den Gasthäusern, "Kirwa-Ausgrom" und doppeltes Baumaustanzen beim "Pommelsbrunner Hof" sowie fröhliches Kirchweihtreiben am Dorfplatz um Buden und Karussell entschädigten für das viele Nass vom Himmel. Mehrfach gestärkt durch das fränkische Kraftmenü, gute Ratschläge und etliche Gaben aus dem Bierfass gelang es den Kirwaboum am Samstag, den 25 Meter hohen Baumriesen perfekt in die Senkrechte zu hieven. War es allerdings beim Baumaufstellen noch relativ trocken, so folgte an den nächsten Tagen ein "Kittelwascher" auf den anderen. Trotzdem vergnügte sich nach dem sonntäglichen Kirchweihgottesdienst Jung und Alt am Dorfplatz an den Buden von Schausteller Buch aus Etzelwang. Plüschige Schmusetiere wechselten am Schießstand den Besitzer, die Schiffschaukel wippte ausdauernd auf und ab, während das Karussell von den Kleinsten durchgehend belagert wurde. Am Abend - nach einem "niederschlagsbedingt" verzögerten Umzug durch das Dorf trafen sich je 14 Kirwaboum und -madla dann unter dem mit Kränzen und Bändern geschmückten Baum zum Austanzen. Laut gurzend und singend zogen und tanzten sie mehr als eine halbe Stunde um das Kirwa-Symbol und warfen so manch neidischen Blick auf die mit Schirmen bewaffneten Zuschauer im eng gedrängten Rund, denn vom Himmel hieß es wieder einmal "volle Kanne". Nach dem ersehnten Rasseln des Weckers hielten Melanie Saß und Roland Faltermeier den Strauß in Händen und beeilten sich, als neues Oberkirwapaar schnellstens die Geschenke vom Baum zu "pflücken" und ihren Ehrentanz zu absolvieren. Notdürftig getrocknet, konnten sich dann Paare und Zuschauer zu den heißen Rhythmen der "Arrows" warm tanzen. Beim Austanzen der zehn "alten" Kirwa-Paare am Montag goß es wieder einmal in Strömen, doch mit Witz und Fantasie wurde ein Platzwechsel und schneller Ersatz gefunden. Ein fix geschlagener "Buschn" mitten im Festzelt und schon konnte der Tanz um die 2,55 Meter messende Improvisation losgehen. Den vergnügten Wettkampf entschieden Kerstin und Peter Engelhardt für sich, die ihre Geschenke "in der Waagrechten schaukelnd" aufsammelten. Während die "Jura-Musikanten" kräftig einheizten, klanglich gut abgerundet von einigen begnadeten "Gurzerinnen", liess Ex-Kirwabou und Bürgermeister Werner Oberleiter ein wenig wehmütig seine eigene, über zehnjährige Kirwa-Laufbahn Revue passieren. Regen hin oder her, da hätte auch er gerne mitgemacht. Helga Manderscheid


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